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Zwei Tore und eine emotionale Duchene-Rückkehr

Der Ex-Avalanche-Stürmer war bei seiner Rückkehr durch den ungewöhnlichen Empfang an alter Wirkungsstätte gerührt

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Für NHL Spieler gehören Trades und neue Arbeitgeber zum Geschäft. Nicht selten werden die Akteure von einem Tag auf den Anderen quer durch Nordamerika geschickt, um sich einer neuen Franchise anzuschließen.

Während das Tauschgeschäft an sich nicht unüblich ist, bieten doch besonders die Spiele gegen den Ex-Club eine besondere Motivation. Am Freitag betrat Matt Duchene erstmals wieder das Eis im Pepsi Center, nachdem er letztes Jahr zu den Ottawa Senators getradet wurde.

Vor solchen Partien geben viele Akteure an, dass die Rückkehr kein besonderes Spiel sei, doch die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln lässt nicht jeden Profi kalt. Duchene lief seit 2009 in der NHL nur für die Avalanche auf und hatte bis vergangene Saison für keinen anderen Club in der besten Liga der Welt gespielt. 2007 draftete Colorado den Stürmer an dritter Position und gab dem talentierten Center nach etwas Entwicklungszeit das Vertrauen.

Tweet from @Avalanche: A moment for Matt Duchene. pic.twitter.com/denDF8HjGA

Duchene punktete in neun Spielzeiten 428 Mal (178 Tore, 250 Assists). Mit im Schnitt 0,73 Punkten pro Spiel war der Center eine der tragenden Säulen in Colorado.

Vergangene Saison bot sich den Avalanche die Möglichkeit Duchene nach Ottawa abzugeben. Im Gegenzug erhielt Colorado Kyle Turris, Andrew Hammond, Shane Bowers und Draftpicks (1. Runde 2018 und 3. Runde 2019). Der Gegenwert, schien es den Avalanche wert zu sein einen ihrer Topspieler ziehen zu lassen.

 

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Duchene fühlt sich trotz des Trades noch mit Colorado verbunden. Die Emotionen bei seiner ersten Rückkehr konnte er nach dem Spiel nur schwer in Worte fassen: "Der schönste Moment war für mich die Anerkennung und der Empfang, den mir die Fans bereitet habe. Da hat mir viel bedeutet. Ich war den Tränen nahe, hatte so viele Emotionen in mir bis Mitte des zweiten Drittels. Das Spiel war nicht leicht für mich."

Trotz der Nähe zu den Tränen und dem Gefühl, dass das Spiel nicht einfach war, konnte Duchene den Fans, die ihm jahrelang zugejubelt haben, seine Klasse zeigen.

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Nach 10:27 traf der ehemalige Avalanche-Spieler gegen seinen Ex-Klub zur 2:0-Führung. Fast exakt 20 Minuten später, die Uhr zeigte 10:32 im zweiten Abschnitt, netzte Duchene erneut ein. Die so erzielte 3:1-Führung sollte aber der letzte Treffer der Kanadier an diesem Abend bleiben. Nachdem sich die Avalanche gefangen hatten und ihren ehemaligen Teamkollegen mehr unter Kontrolle bekamen drehten sie die Partie und siegten mit 6:3.

Für Duchene war besonders die Offensivreihe Colorados um Nathan MacKinnon, Mikko Rantanen und Gabriel Landeskog ein Schlüsselfaktor bei der Niederlage: "Die sind gut. Sie haben sich sehr gut zusammengefunden. Schaue ich auf einen Typen wie Mikko und die Schritte, die er gemacht hat, dann ist das unglaublich. […] Es ist die Zeit der Super-Sturmreihen und das ist eine von Ihnen." Duchene muss es wissen, schließlich lief er letzte Saison noch zusammen mit Rantanen und Co. auf.

 

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Die Niederlage schmerzte den Stürmer, doch die Rückkehr und seine beiden Treffer versöhnten ihn im Rückblick etwas: "Es war das schwerste, was ich je getan habe, damals hier wegzugehen. Es war etwas, dass ich nie tun wollte. Manchmal ist das Leben so. Und das ist eben das Geschäft. Die Schilder beim Aufwärmen und die Menschen, die bei meiner Rückkehr so nett zu mir waren, das hat mir sehr viel bedeutet."

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