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Josi blickt erwartungsvoll aufs Trainingscamp

Der Kapitän der Predators hofft, dass die Mannschaft in der weiteren Vorbereitung schnell in Wettkampfform kommt

von Axel Jeroma / NHL.com/de Freier Autor

Josis Top-Spielzüge der Saison

Verteidiger Josi ist ein Elite-Spielmacher

Roman Josi glänzt in allen Bereichen des Spielfeldes und hat in dieser Saison neue persönliche Bestmarken in Sachen Tore und Assists gesetzt

  • 01:56 •

Roman Josi freut sich, dass es bald wieder richtig losgeht bei den Nashville Predators. Im Moment seien sie erst zu zehnt vor Ort, berichtete er bei einer Video-Pressekonferenz am Mittwoch. Aber in den nächsten Tagen sollen sukzessive Spieler hinzukommen. "Je früher wir komplett sind, desto besser ist es", meinte der Mannschaftskapitän.

Seit der Unterbrechung des Spielbetriebs in der NHL am 12. März wegen der Coronavirus-Pandemie waren die Spieler zunächst gezwungen, sich individuell fit zu halten. Ab 8. Juni durften die Klubs ihre Einrichtungen wieder öffnen, um dort den Aktiven das Training auf und abseits des Eises zu ermöglichen. Theoretisch könnten die Predators daher auch schon in der Bridgestone Arena skaten. Damit möchten sie laut Josi allerdings noch warten. "Zwei bis drei Wochen vor Beginn des Trainingscamps wollen wir zurück in die Arena, früher nicht. So zumindest haben wir das geplant", sagte er. Bis dahin werde man das Einzel- und Gruppentraining in bewährter Weise fortsetzen. "Weil das prima funktioniert, haben wir uns entschieden, es ein wenig auszudehnen."

Josi ist davon überzeugt, dass alle Spieler bei ihrer Rückkehr in guter körperlicher Verfassung sein werden. "Jeder arbeitet hart an sich, auch die Jungs, die derzeit noch in Europa sind. Fast alle haben die Möglichkeit auf dem Eis zu stehen." Im Grunde sei die derzeitige Situation vergleichbar mit einer normalen Sommerpause, nur dass es diesmal nach der Vorbereitung unmittelbar Playoffs und keine regulären Saisonspiele anstehen würden.

Erwartungsvoll sieht Josi dem Trainingscamp entgegen, das ab 10. Juli beginnen kann, wenn es die Umstände in Sachen Corona zulassen. "Wir sind alle sehr gespannt aufs Camp", sagte der Berner.

Video: CGY@NSH: Josi bezwingt mit einem Snapshot Rittich

Anlaufschwierigkeiten aufgrund der langen Pause erwartet er nicht. "Wir kennen uns gut. Von daher sollten die gewohnten Abläufe schnell wieder da sein. Im Camp geht es dann vor allem darum, die Chemie im Team zu stärken und in Wettkampfform zu kommen."

Für die Predators ist es die erste Vorbereitung unter der Regie von Trainer John Hynes, der Anfang Januar die Nachfolge von Peter Laviolette antrat. "Er kam in einer Phase, in der wir viele Spiele hatten und daher im Training nicht viel Zeit blieb, um Neues einzustudieren. Jetzt hat er die Gelegenheit, seine Vorstellungen gezielt umzusetzen", so Josi.

Vom Kontrahenten in der Stanley Cup Qualifikationsserie, den Arizona Coyotes, spricht der Mannschaftsführer der Predators mit viel Respekt: "Sie sind ein schwerer Gegner. Sie spielen strukturiert und hart und haben eine gute Defensive." Dass die Best-of-5-Serie alles andere als ein Selbstläufer für Nashville wird, haben die beiden Vergleiche in der regulären Saison 2019/20 gezeigt. Dabei gab es für die Predators einen Heimsieg (3:2) und eine Auswärtsniederlage (2:5).

Dass es mit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs gleich in die Vollen geht, stört Josi nicht besonders. "Das muss man einfach annehmen. Ich finde den Plan für den Re-Start gut ausgearbeitet. Die NHL hat da einen hervorragenden Job gemacht und sowohl die Klubs als auch Spieler in die Überlegungen einbezogen. Natürlich ist es nicht einfach, sofort mit einer Ausscheidungsrunde zu beginnen. Aber wir haben gelernt, mit solchen Herausforderungen umzugehen."

 

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Ebenfalls kein Problem hat Josi damit, dass die Qualifikationsserien und die Playoffs an speziell ausgewählten Austragungsorten stattfinden und die Spieler zwischendurch regelmäßig auf Corona getestet werden. "Es läuft eben vieles anderes als sonst. Die Tests sind gut und wichtig für die Sicherheit von uns allen", sagte er.

Josi war in der regulären Saison ein entscheidender Faktor dafür, dass die Predators die Möglichkeit haben, an der Postseason teilzunehmen. Der Blueliner beendete die Hauptrunde mit 65 Punkten (16 Tore, 49 Assists) als teaminterner Topscorer. Nicht nur deswegen ist er ein heißer Kandidat für die Norris Trophy, die jährlich an den besten Verteidiger verliehen wird. "Es ist eine große Ehre für mich, dass mein Name gehandelt wird. Klar würde ich die Trophy gerne gewinnen. Aber es gibt noch andere Jungs, die ebenfalls eine tolle Saison gespielt haben", lautete Josis Kommentar dazu.

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