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Starfaktor der Predators: Roman Josi

Nashvilles Schweizer Kapitän geht immer mit gutem Beispiel voran und belegt schon jetzt vordere Plätze in den Bestenlisten des Klubs

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com Freier Chefautor

Josis Top-Spielzüge der Saison

Verteidiger Josi ist ein Elite-Spielmacher

Roman Josi glänzt in allen Bereichen des Spielfeldes und hat in dieser Saison neue persönliche Bestmarken in Sachen Tore und Assists gesetzt

  • 01:56 •

Die NHL hat am 26. Mai den Re-Start des Spielbetriebes mit 24 Mannschaften angekündigt. Sie werden in einem Format mit Vorrunde der Stanley-Cup-Qualifikanten, in Best-of-5-Serien der Stanley-Cup-Qualifikation und Playoffs den Stanley-Cup-Sieger 2020 ermitteln. In einer Serie wirft NHL.com/de einen Blick auf den Starfaktor der einzelnen Teams und präsentiert jeweils einen herausragenden Spieler. In dieser Ausgabe: Roman Josi von den Nashville Predators.

Wer behauptet, dass die Nashville Predators ohne ihren Mannschaftskapitän nicht bei der Stanley Cup Qualifikation dabei wären, lehnt sich nicht zu weit aus dem Fenster. 

Die Predators waren mit hohen Erwartungen und großen Vorsätzen in die Saison 2019/20 gestartet, konnten diese aber nur mäßig erfüllen. Anfang Januar lagen sie mit einer Bilanz von 18-15-6 in der Western Conference auf dem elften Platz, ligaweit teilten sie sich mit den New York Rangers den 21. Rang. 133 Tore hatten sie bis dato geschossen und Roman Josi war mit 14 Toren und 41 Assists an über 30,8 Prozent von ihnen beteiligt gewesen - wohlgemerkt als Verteidiger.

Als die Saison am 12. März aufgrund von Bedenken wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde, hatte Josi 65 Punkte (16 Tore, 49 Assists) auf seinem Konto, ist immer noch Nashvilles erfolgreichster Scorer und weist mit +22 den besten +/-Wert aller Spieler der Predators aus.

Video: EDM@NSH: Josi hämmert den Puck rein

Mark Streit möge die Behauptung verzeihen, dass Josi der stärkste und kompletteste Verteidiger ist, den das Schweizer Eishockey in seiner Historie hervorgebracht hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Berner den NHL-Punkterekord eines Schweizer Spielers von seinem Freund Streit überboten hat. Josi steht bei 413 Punkten (109 Tore, 304 Assists) in 632 Partien gegenüber den 434 Punkten (96 Tore, 338 Assists) von Streit, der im Oktober 2017 seine Karriere beendete.

Josi ist in dieser Saison neben John Carlson von den Washington Capitals der einzige Blueliner, der sein Team nach Punkten anführt. Er ist hinter Carlson (75 Punkte, 15 Tore, 60 Assists) der zweitbeste Verteidiger der Liga. Er lässt dabei so namhafte Defensivleute wie Victor Hedman von den Tampa Bay Lightning (55 Punkte, 3.), Stanley Cup Champion Alex Pietrangelo (52 Pkt., 6.) von den St. Louis Blues sowie aufstrebende junge Kräfte wie Tony DeAngelo (53 Pkt., 4.) von den Rangers, Quinn Hughes (53 Pkt., 4.) von den Vancouver Canucks und Cale Makar (50 Pkt., 7.) von den Colorado Avalanche deutlich hinter sich.

Nur zweimal in Nashvilles Franchisegeschichte überbot einer ihrer Verteidiger die 60-Punkte-Marke. Beide Male, 2015/16 und 2019/20, lautete sein Name Josi.

Von den Predators beim NHL Draft 2008 in der zweiten Runde (Nr. 38) ausgewählt, gab Josi 2011/12 sein NHL-Debüt und entwickelte sich zu einem Leistungsträger und Anführer des Teams. Er ist ihr Verteidiger mit den zweitmeisten Spielen und Punkten nach Shea Weber (443 Punkte in 763 Spielen von 2005/06 bis 2015/16). In der Ewigkeitsliste der Predators steht Josi bei den Assists auf dem dritten Platz hinter Center David Legwand (356 in 956 Spielen von 1998/99 bis 2013/14) und Rechtsaußen Martin Erat (318 in 723 Spielen von 2001/02 bis 2012/13).

Josi identifiziert sich mit dem Klub aus Music City und ist aus diesem nicht mehr wegzudenken - auch nicht von den frenetischen Anhängern der Predators. Er hat noch Großes vor und sieht der Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Freuden und Zuversicht entgegen, wie er am Mittwoch in einer Video-Pressekonferenz der Predators erklärte. 

"Die NHL hat da einen hervorragenden Job gemacht und sowohl die Klubs als auch Spieler in die Überlegungen einbezogen. Natürlich ist es nicht einfach, sofort mit einer Ausscheidungsrunde zu beginnen. Aber wir haben gelernt, mit solchen Herausforderungen umzugehen", so der 30-Jährige.

In der Stanley Cup Qualifikation werden Josi und seine Predators auf die Arizona Coyotes treffen. In der Best-of-5-Serie gilt es dann vom Start weg 100 Prozent fit zu sein und alles zu geben. 

Josi wird erneut mit gutem Beispiel vorangehen, in der Kabine die richtigen Worte finden und Trainer John Hynes, der am 7. Januar das Amt von Peter Laviolette übernommen hat, bei der Umsetzung seines Spielkonzepts unterstützen. Darüber darf sich jeder sicher sein.

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