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Rakell enthüllt schwedisches Erfolgsgeheimnis

Angreifer der Anaheim Ducks sieht Ehrgeiz und Anpassungsfähigkeit als besondere Tugenden

von NHL.com/de @NHLde

NHL.com/de hat sich kürzlich mit einigen der besten Spieler aus der NHL getroffen und sie befragt, um einen Einblick in ein breites Themenspektrum zu bekommen.

In dieser Ausgabe Rickard Rakell von den Anaheim Ducks.

Die neue Saison steht vor der Tür. Wie lief die Offseason für Dich?

"Gleich nachdem wir mit den Ducks in den Playoffs ausgeschieden waren, habe ich mit der schwedischen Nationalmannschaft die Weltmeisterschaft gespielt. Dass wir den Titel gewonnen haben, war natürlich eine feine Sache. Als wir nach Schweden zurückkamen, gab es eine große Feier. 40.000 Leute sind gekommen. Das war ein tolles Ereignis. Dann habe ich noch ein wenig Zeit mit den Jungs aus dem Nationalteam verbracht. Alles in allem hatte ich eine gute Offseason."

Würdest Du sagen, dass die Fans noch enthusiastischer sind, wenn es um ein Turnier der Nationalmannschaft geht?

"Auf jeden Fall. Die Unterstützung während des Turniers war phänomenal. Da die Weltmeisterschaft in unserem Nachbarland Dänemark ausgetragen wurde, waren viele Schweden angereist, um uns anzufeuern. Es hat sich daher fast wie zu Hause angefühlt. Wir hatten wunderbare Tage, an die ich lange zurückdenken werde. Noch dazu war es das erste Mal, dass ich für Schweden bei einer WM aufgelaufen bin. Und dann gleich Gold zu holen ist einfach phantastisch."

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Es ist ja für jeden Spieler ein besonderer Moment, wenn man nach dem NHL Draft erstmals das Trikot seines neuen Teams überzieht. Aber das Nationaldress zu tragen ist sicher nochmal eine ganz andere Hausnummer, oder?

"Es ist ein spezielles Gefühl. Ich bin stets mehr ein Fan der NHL als der schwedischen Liga gewesen. Wenn man den NHL Draft und den ganzen Hype drumherum selbst mitmacht, ist das wahnsinnig aufregend. Da gibt es nichts Vergleichbares, außer wenn man für sein Land berufen wird. Für mich war es bei der WM auch deshalb besonders, weil ich so lange warten musste. 2016 sollte ich eigentlich beim World Cup of Hockey mein Debüt feiern, musste aber krankheitsbedingt absagen. Nun habe ich das nachgeholt und bin Weltmeister geworden. Wahnsinn."

Abgesehen von den nordamerikanischen Spielern stellen die Schweden momentan die größte Kolonie an NHL-Akteuren. Was ist das Erfolgsgeheimnis des schwedischen Eishockeys?

"Es ist wirklich großartig, dass mehr und mehr junge Spieler aus Schweden in der NHL Fuß fassen. Ich würde sagen, dass wir sehr anpassungsfähig sind und verschiedene Rollen übernehmen können. Wir haben kein Problem damit, in einem anderen Umfeld zu spielen. Wenn man uns eine Aufgabe gibt, tun wir alles, sie zu erfüllen und dem Team zum Erfolg zu verhelfen. Diese Einstellung hilft. Dazu braucht man noch eine gesunde Portion Egoismus, um sich durchzusetzen. In dieser Beziehung habe ich viel in meiner Anfangszeit in der Ontario Hockey League gelernt. Der Druck dort hat mir geholfen, meinen Weg in Nordamerika bis in die NHL fortzusetzen."

 

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Du sagtest, dass Du schon immer ein Fan der NHL gewesen bist. Glaubst Du, dass sich dieser Trend bei jungen talentierten Spielern verstärken wird, da die Liga internationaler geworden ist und sie namhaften Vorbildern nacheifern können?

"Ganz klar. Es ist heutzutage viel einfacher, sich die NHL-Spiele anzusehen als noch zu meiner Teenagerzeit. Ich hatte noch Videos mit Aufnahmen von Jaromir Jagr, Wayne Gretzky, Mats Sundin, Peter Forsberg oder von Paul Kariya und Teemu Selanne aus ihrer gemeinsamen Zeit in Anaheim. Die habe ich immer und immer wieder angeschaut. Jetzt kannst du alle Spiele live verfolgen, vor allem jene, die mittags oder am frühen Nachmittag beginnen. Das ist super und macht unseren Sport und die Liga noch populärer."

Die Leute definieren Erfolg ganz unterschiedlich. Was bedeutet Erfolg für Dich ganz persönlich?

"Hmm. Das ist schwer zu sagen."

 

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Nicht unbedingt nur als Spieler…

"Ich möchte es mal so ausdrücken: Es ist die Chance, meinen eigenen Traum leben zu dürfen. Ich finde es großartig, Kraft und Zeit investieren zu können, um das Beste aus mir als Spieler herauszuholen und dass es Leute in meinem Umfeld gibt, die mir dabei helfen. Erfolg heißt für mich auch, einen Sechsjahresvertrag in der NHL unterschreiben zu können und in einem tollen Team zu stehen."

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