Skip to main content

Richards trifft in letzter Minute zum Sieg

NHL.com @NHL

Am Samstag Abend besiegten die Detroit Red Wings die Colorado Avalanche 5-3 in der Coors Light Stadium Series 2016.

Das Spiel begann mit einem starken Ansturm der Colorado Avalanche, die ersten fünf Torschüsse gingen alle auf Petr Mrazek im Tor der Detroit Red Wings. Doch nach wenigen Minuten kam auch Detroit besser ins Spiel.

Das wurde besonders durch das 1-0 von Tomas Tatar nach 5:07 deutlich. Nach einem gewonnenen Bully vor dem Tor der Avalanche, feuerte Mike Green den Puck von der blauen Linie auf Semyon Varlamov. Tatar kam an den Abpraller und versuchte es mit einem Bauerntrick. Der Puck landete vor dem Tor, Nyquists Schuss wurde von Varlamov abgewehrt und Tatar verwandelte den Abpraller ins kurze Eck.

Keine drei Minuten später antworteten jedoch die Avalanche auf den Treffer. Im eigenen Drittel klärte Kapitän Gabriel Landeskog an der linken Bande entlang, Nathan MacKinnon jagte dem Puck hinterher und feuerte nach 7:44 einen Handgelenkschuss am langen Eck unter die Latte. Es war sein 20. Tor der Saison.

Nach 14:38 ging Colorado dann zum ersten Mal durch Tyson Barrie in Führung. Nach einem Querpass von Comeau verzögerte Barrie vor dem Tor zunächst, ging dann rechts an an Mrazek vorbei und versenkte den Puck im praktisch leeren Tor zum 2-1. Detroit forderte den Videobeweis wegen Behinderung des Torhüters, doch das Tor wurde bestätigt.

5:11 vor Ende des ersten Drittels landete Blut auf dem Eis, als Kyle Quincey den Stock von Cody McLeod ins Gesicht bekam, was eine 2+2 Minuten Strafe zur Folge hatte. Quincey nahm es jedoch gelassen. Als er, nachdem er in der Kabine mit vier Stichen genäht wurde, im Interview gefragt wurde, wie es ihm mit der Verletzung ginge, antwortete er mit einem breiten Grinsen: „Das ist Eishockey in seiner besten Form. Ich liebe es.“

Das Powerplay war in diesem Spiel kein Faktor, beide Teams kamen, auch aufgrund des guten Unterzahlspiels, kaum in die Aufstellung und kamen kaum zu Torschüssen. Alle Tore vielen bei gleicher Spieleranzahl.

Das zweite Drittel war von guter Defensivarbeit und hartem physischem Spiel geprägt, es fielen keine Tore.

Ein Kunststück lieferte dann Gustav Nyquist nach 1:27 im dritten Drittel.

Nach einem Zweikampf in der rechten Ecke, hinter dem Tor der Avalanche, versuchte Tatar den Puck an die blaue Linie zurück zu spielen. Der Pass prallte aber vom Schlittschuh von Colorados Shawn Matthias ab und landete rechts vor dem Tor bei Nyquist, der mit dem Rücken zum Tor stand. Ohne Richtung Tor zu schauen, warf Nyquist den Puck blind mit der Rückhand Richtung Varlamov und die Scheibe landete perfekt unter der Latte, am linken Kreuzeck, zum 2-2 Ausgleich.

Genau 12 Minuten später brachte Justin Abdelkader Detroit dann erneut in Führung. Mike Green spielte den Puck von der Mittellinie ins rechte Eck hinter Varlamov, Darren Helm jagte der Scheibe nach, spielte sie vor das Tor und Abdelkader musste weniger als einen Meter vor dem Torhüter nur noch den Schläger hinhalten, um die Red Wings mit 3-2 in Führung zu bringen.

Doch das Lachen verging den Red Wings schnell. Nur vierzehn Sekunden später glich Alex Tanguay aus. Mrazek wehrte Landeskogs Schuss aus dem linken Bullykreis zunächst ab, Landeskog kam aber selbst wieder an den Puck, legte quer auf Tanguay und der hatte das leere Tor zum 3-3 Ausgleich vor sich, da Mrazek noch auf dem Eis lag.

Es blieb bis kurz vor Spielende bei 3-3 und sah so aus, als würde das Spiel in die Verlängerung gehen.

Doch genau eine Minute vor Schluss traf der Veteran Brad Richards und brachte Detroit mit 4-3 in Führung.

Niklas Kronwall schickte von der blauen Linie einen Handgelenkschuss aufs Tor, den Varlamov mit dem rechten Schoner abwehrte. Richards war als erster am Puck, traf mit dem Nachschuss auch nur Varlamovs rechten Schoner, aber der Puck prallte ab, traf nochmal Richards Bein und prallte von dort ins Tor.

Colorados Trainer, die Torhüterlegende Patrick Roy, nahm ohne das Bully abzuwarten sofort seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis.

Doch alle Bemühungen waren umsonst, denn Darren Helm sorgte 20 Sekunden vor Spielende von der blauen Linie für die Entscheidung. Er erhöhte mit seinem Treffer ins leere Tor auf 5-3 und sicherte Detroit damit den Sieg.

Detroit baut damit seinen Vorsprung auf die Verfolger im Kampf um die Wild Card Plätze der Eastern Conference auf sechs Punkte vor den Philadelphia Phlyers aus. Colorado hingegen, muss die Minnesota Wild fürchten, die zwar vier Punkte hinter ihnen liegen, aber auch noch zwei Spiel mehr vor sich haben.

Mehr anzeigen