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Restprogramm der PO-Kandidaten im Westen

von Stefan Herget / NHL.com

Während in der Eastern Conference bei der Vergabe der Playoff-Plätze alles klar zu sein scheint – nur die Ottawa Senators mit fünf Punkten Rückstand und Florida Panthers mit sechs jagen noch die Boston Bruins auf dem achten Platz – kämpfen in der Western Conference neun Mannschaften um fünf Plätze. Den Anaheim Ducks, St. Louis Blues und Nashville Predators dürfte die Teilnahme aufgrund des großen Punktvorsprunges nicht mehr zu nehmen sein.

Wir blicken auf die anderen Kandidaten und ihr Restprogramm:

Chicago Blackhawks: 88 Punkte, noch 14 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 6-3-1

Restprogramm: Die Blackhawks haben noch sechs Heim- und acht Auswärtspartien zu bewerkstelligen. Schwere Gegner sind nur die New York Islanders, New York Rangers und zwei Mal die St.Louis Blues. Ansonsten geht es auch gegen scheinbar leichtere wie Carolina Hurricanes, Columbus Blue Jackets und Buffalo Sabres.

Prognose: Das Restprogramm stellt keine großen Hürden mehr dar und der Punktevorsprung ist ein weiteres Plus, so dass sich Chicago fast sicher für die Playoffs qualifizieren wird.

Vancouver Canucks: 82 Punkte, noch 14 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 6-3-1

Restprogramm: Acht Spiele zu Hause und sechs in der Fremde haben die Canucks zu absolvieren. Insbesondere das Auswärtsprogramm mit den heimstarken Los Angeles Kings, St. Louis Blues, Nashville Predators, Chicago Blackhawks und Winnipeg Jets hat es in sich. Dafür schauen in Vancouver weniger punktstarke Teams wie Arizona Coyotes, Dallas Stars, Columbus Blue Jackets vorbei.

Prognose: Für Vancouver könnte es noch einmal eng werden, sollten sie auswärts Probleme haben zu punkten und daheim patzen. Realistisch ist aber, dass es für die Canucks knapp reichen wird.

Minnesota Wild: 83 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 7-3-0

Restprogramm: Sieben Partien auf heimischen Eis und sechs in der Fremde müssen die Wild abarbeiten. Dabei ist das Programm kein Zucker schlecken. Auswärts warten mit zwei Mal Nashville, Islanders, Chicago und St. Louis dicke Brocken. Daheim sind die Gegner mit Washington Capitals, St. Louis, Calgary Flames, Los Angeles, Rangers, Detroit Red Wings und Winnipeg nicht minder attraktiv.

Prognose: Minnesota hat sich durch eine beachtliche Serie seit Mitte Januar in die Plätze hereingespielt. Die restlichen Aufgaben werden schwer und das könnte am Ende zum Verhängnis werden.

Calgary Flames: 81 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 6-3-1

Restprogramm: Sieben Mal im Saddledome und sechs Mal auf Reisen sind die Flames zum Abschluss der regulären Saison. Die Grundlage zur Qualifikation könnten sie in den kommenden fünf Heimpartien gegen die Blues, Philadelphia Flyers, Columbus, Colorado Avalanche und Dallas Stars legen. Nach fünf Auswärtsspielen in Minnesota, Nashville, Dallas, St. Louis und Edmonton folgen noch einmal zwei Begegnungen zu Hause (Arizona, Los Angeles), ehe es zum Abschluss nach Winnipeg geht.

Prognose: Die Flames haben sich eine gute, nicht zu erwarten gewesene Ausgangsposition verschafft. Sie können die Überraschung perfekt machen, allerdings sollten dazu gerade in den direkten Duellen die Punkte her. Ansonsten könnte es am Ende nicht reichen.

Los Angeles Kings: 81 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 5-4-1

Restprogramm: Die Titelverteidiger sind fast nur noch auf Tour und müssen neun ihrer 13 restlichen Spiele als Gäste bestreiten. Im Staples Center von L.A. haben sie neben Edmonton mit Vancouver, Colorado und San Jose direkte Konkurrenten zu Gast. Auf Reisen warten bis auf New Jersey Devils und Edmonton nur Mannschaften, die um die Playoffplätze spielen. Also kein leichtes Unterfangen für eine Mannschaft, die erst zwölf Siege in 32 Auswärtspartien verbuchen konnte.

Prognose: Es wäre zum ersten Mal nach langer Zeit, dass der Titelverteidiger die Playoffs verpassen würde. Die Kings müssen auf fremden Eis mehr punkten und die direkten Gegner in Schach halten, wollen sie ihr Ziel erreichen. Es wird schwer werden, aber Trainerfuchs Darryl Sutter wird einen Weg mit seinen Spielern finden.

Winnipeg Jets: 80 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 4-4-2

Restprogramm: Bei acht der 13 restlichen Spiele können die Jets zu Hause schlafen. Allerdings sind die Kontrahenten nicht ohne: San Jose, St. Louis, Washington, Montreal, Chicago, Rangers, Vancouver und Calgary. Ein leichtes Programm sieht anders aus. Auch in der Fremde warten mit Vancouver, Minnesota, St. Louis und Colorado große Herausforderungen. Einzig Edmonton ist auf dem Papier leichter.

Prognose: So sehr es sich die Jets durch begeisternde Auftritte verdient hätten in die Playoffs einzuziehen, so sehr steht dieser Wunsch in den Sternen. Das Restprogramm meint es nicht gut für das kanadische Team. Es wird daher am Ende wohl nicht reichen, außer sie schaffen es wirklich ihren Heimvorteil in der Provinz zu nutzen.

San Jose Sharks: 76 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 5-5-0

Restprogramm: Der Blick auf die verbleibenden Spiele der Sharks verheißt für deren Fans nichts gutes. Als nächstes steht bis Ende März eine Auswärtstour mit sieben Spielen, vor allem durch den Osten an. Danach gibt es im April auch nur noch drei Heimspiele gegen Colorado, Arizona und Dallas. Arizona, Edmonton und zum Abschluss Los Angeles sind die Aufgaben in der Fremde.

Prognose: Die Sharks haben ohne Zweifel ein schweres Restprogramm und es dürfte fraglich sein, ob es aufgrund des schon bestehenden Punkterückstandes von fünf Zählern am Ende reicht. Es ist nicht davon auszugehen und das Scheitern würde dem in den vergangenen Spielzeiten durch das frühe Ausscheiden in den Playoffs schon in der Kritik geratenen Trainer Todd McLellan womöglich den Job kosten.

Colorado Avalanche: 75 Punkte, noch 13 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 7-3-0

Restprogramm: Colorado hat nur noch fünf Partien im Pepsi Center und den Rest auswärts zu absolvieren. Neben „leichteren“ Gegnern wie Arizona, Buffalo und zwei Mal Edmonton, warten Hochkaräter wie zwei Mal Anaheim und auswärts in Los Angeles. Viel wird auf die direkten Duelle in Calgary, Vancouver, San Jose und zu Hause gegen Winnipeg ankommen. Zum Abschluss kommen auch noch Nashville und Chicago in Denver vorbei.

Progrnose: Da die Avalanche deutlich heim- als auswärtsstärker sind, werden sie es schwer haben, den Rückstand von sechs Punkten noch aufzuholen. Dafür wurde zu viel am Saisonanfang versäumt. Die aufsteigende Formkurve der Mannschaft könnte aber ebenso für eine Überraschung sorgen.

Dallas Stars: 74 Punkte, noch 12 Spiele

Bilanz der letzten zehn Spiele: 5-4-1

Restprogramm: Sechs Mal zu Hause und sechs Mal auswärts kämpfen die Stars noch um Punkte. Mit zwei Mal Calgary, Vancouver und San Jose gibt es direkte Vergleiche, aber mit den Pittsburgh Penguins, Chicago, St. Louis, zwei Mal Nashville und Anaheim warten starke Gegner. Mit Buffalo und Edmonton gibt es nur zwei Teams aus den unteren Tabellenregionen.

Prognose: Die Stars haben die wenigsten Punkte und die wenigsten noch zu absolvierenden Spiele. Da das Restprogramm auch nicht ohne ist, kann davon ausgegangen werden, dass die Playoffs ohne Dallas über die Bühne gehen.

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