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Rekordjagd der Blue Jackets zu Ende

Erste Niederlage nach zuvor 16 Siegen in Folge - Columbus setzt neue vereinsinterne Maßstäbe

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Die Columbus Blue Jackets haben einen Eintrag in die Annalen der NHL hauchdünn verpasst. Nach 16 Siegen in Folge unterlagen sie am Donnerstag bei den Washington Capitals mit 0:5. Bei einem Erfolg hätten sie die längste Siegesserie der Ligen-Geschichte eingestellt. Den Rekord halten nun weiterhin exklusiv die Pittsburgh Penguins. In der Saison 1992-93 waren sie 17mal hintereinander als Gewinner vom Eis gegangen. Grund zur Trübsal wegen der verpassten historischen Gelegenheit besteht für die Mannschaft aus Ohio jedoch nicht. Über einen Monat mischten sie die Konkurrenz auf und marschierten in der Zeit sensationell von Platz neun bis an die Spitze der NHL-Gesamtwertung.

Der Siegeszug der Blue Jackets begann am 29. November in der Partie zu Hause gegen die Tampa Bay Lightning. Mit 5:1 fegte die Mannschaft von Coach John Tortorella die Gäste aus der Nationwide Arena. In 36 Tagen schlug Columbus mit 14 verschiedenen Teams die halbe Liga.

Auch wenn es nicht zu höheren NHL-Ehren reichte: Mit der Gewinnserie purzelten zumindest reihenweise Vereinsrekorde. Die 16 Siege verteilten sich auf acht Heim- und ebenso viele Auswärtserfolge am Stück - beides neue Bestleistungen. Darüber hinaus fielen die 16 Triumphe in eine insgesamt 18 Begegnungen andauernde Phase, in der die Blue Jackets mindestens einen Punkt (17-0-1) holten. Dies war zuvor ebenfalls noch keiner Belegschaft dieser Franchise gelungen. Damit nicht genug: Seit dem 20. November punktete Columbus bei elf Matches auf fremdem Terrain nacheinander (10-0-1) - nächste Höchstleistung.

Video: CBJ@MIN: Atkinson tunnelt Dubnyk im Alleingang

Bei ihrer Siegesrallye taten die Blue Jackets auch etwas für ihr Torverhältnis. 62:27 lautete es nach den 16 Partien. Erfolgreichster Scorer in diesem Zeitraum war Cam Atkinson mit 18 Zählern (10 Tore/8 Vorlagen), gefolgt von Brandon Saad mit 16 (8/8) und Sam Gagner, ebenfalls mit 16 Punkten (7/9).

Bei 14 aufeinanderfolgenden Siegen stand Sergei Bobrovsky im Gehäuse der Blue Jackets. Mit diesem Wert liegt er nun auf dem geteilten zweiten Platz in der ewigen NHL-Rangliste. An Nummer eins steht Gilles Gilbert von den Boston Bruins. In der Saison 1975-76 feierte er als Torhüter 17 Erfolge ohne Unterbrechung.

Nach der Niederlage in Washington herrschte im Lager der Blue Jackets keineswegs Niedergeschlagenheit. "Man kann ja nicht alle Spiele gewinnen", meinte Stürmer Brandon Dubinsky pragmatisch. "Wir haben einen tollen Lauf gehabt. Natürlich ist es schade, dass wir ausgerechnet heute verloren haben, zumal es ein großes Match gewesen ist und wir gut gespielt haben", fügte er hinzu.

Columbus' Trainer Tortorella stimmte der Analyse seines Angreifers in vollem Umfang zu. "Ganz ehrlich: Ich denke, dass wir in den ersten 30 Minuten ein starkes Team waren und klasse aufgetreten sind. Leider haben wir es nicht geschafft, Braden Holtby zu überwinden. Er hat einige wichtige Paraden gemacht. Im weiteren Verlauf der Partie haben wir leider den Faden verloren", sagte der Coach. Und schob ein Lob nach: "Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir sind eine echte Einheit. Jetzt bekommen die Jungs einen Tag frei und dann schlagen wir wieder los."

Am Wochenende stehen zwei Heimspiele für die Blue Jackets im Kalender. Am Samstag geben zunächst die New York Rangers ihre Visitenkarte in der Nationwide Arena in Columbus ab. Einen Tag später kommen die Philadelphia Flyers. Beides sind Rivalen um die begehrten Playoff-Plätze in der Metropolitan Division.

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