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Viel Unterhaltung und Spannung in der ersten Saisonhälfte

Die Teams sind enger zusammengerückt, die Torjäger werden immer jünger und es gab reichlich Comebacks.

von Bernd Rösch @nhlde / NHL.com/de Freier Chefautor

Svechnikovs unglaublicher Treffer

CGY@CAR: Svechnikov schießt ein Tor im Lacrosse-Stil

Andrei Svechnikov bekommt den Puck hinter dem Tor, hebt ihn auf seinem Schläger und haut ihn wie beim Lacrosse oben rein.

  • 01:06 •

Prickelnde Duelle, eine Menge Torfestivals und überraschende Comebacks, in den 638 Spielen der ersten Saisonhälfte der NHL wurde für reichlich Unterhaltung gesorgt. Man ist auch kein Prophet, wenn man vorhersagt, dass es weiterhin so spannend zugehen wird bis zum Ende der regulären Saison im April, sei es im Kampf um die Playoff-Plätze, um die vier Divisionstitel, um die Torjägerkrone und um den ersten Platz in der Scorerwertung.

Enger geht's kaum

Während in der vergangenen Saison Anfang Januar die Tampa Bay Lightning der Konkurrenz bereits enteilt waren, sie hatten als Tabellenerster am 3. Januar 2019 einen Vorsprung von zwölf Punkten gegenüber den zweitplatzierten Toronto Maple Leafs und Calgary Flames, sind in diesem Jahr die Spitzenklubs enger zusammengerückt. Drei Zähler trennen die Washington Capitals (61 Pkt.) als punktbestes Team von den St. Louis Blues (58 Pkt.) auf dem ligaweit dritten Rang. Die acht Mannschaften auf den Plätzen vier (New York Islanders 53 Pkt.) bis elf (Arizona Coyotes, 50 Pkt.) liegen genauso dicht beieinander.

Die Vancouver Canucks (48 Pkt.), Calgary Flames (47 Pkt.), Edmonton Oilers (47 Pkt.) und Winnipeg Jets (47 Pkt.) liefern sich ein heißes Rennen, um den inoffiziellen Titel das beste kanadische Team in der Western Conference zu sein, und in der Eastern Conference haben nur die Detroit Red Wings, als Tabellenschlusslicht mit einem Rückstand von 25 Punkten, den Anschluss auf einen Playoff-Rang verloren. Die vermeintlich bereits abgehängten New Jersey Devils gewannen dagegen jüngst dreimal in Folge und liegen nur noch zwölf Punkte hinter dem zweiten Wildcard-Platz im Osten. Zum Vergleich: Anfang 2019 betrug der Rückstand der Blues elf Zähler und sie gewannen letztendlich den Stanley Cup. Alles ist möglich!

Video: MTL@EDM: Draisaitl bringt die Oilers rasch in Führung

Wachablösung bei den Scorern setzt sich fort

64-63-62-60-59! Die fünf besten Scorer der Liga, Connor McDavid und Leon Draisaitl von den Oilers, Nathan MacKinnon von den Colorado Avalanche sowie David Pastrnak und Brad Marchand von den Bruins liegen dicht beisammen. Wird sich einer von ihnen die Art Ross Trophy als Top-Scorer der Liga schnappen? In den vergangenen 20 Jahren war es nur in der Spielzeit 2018/19 der Fall, dass mehr Spieler (5) bereits zur Saisonhälfte die 60-Punkte-Marke geknackt hatten. Vier der fünf Führenden sind 24 Jahre oder jünger.

Video: CBJ@BOS: Pastrnak baut Punkteserie mit PPG aus

Der Trend hin zu 'Jugend trifft' wird bei den besten Torschützen noch deutlicher. Die vier Führenden mit 25 oder mehr Toren, Pastrnak (30), Torontos Auston Matthews (27) Jack Eichel (26) von den Buffalo Sabres und MacKinnon (25) haben das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet. Anfang Januar 2019 war Jeff Skinner mit damals 26 Jahren der jüngste unter den Top 3, gefolgt von John Tavares (28 Jahre) und Alex Ovechkin (33 Jahre). Der russische Dauerabonnent auf die Maurice Richard Trophy der letzten Jahre rangiert in dieser Saison auf Platz fünf mit 24 Toren.

Verteidiger mit Torinstinkt

Checken, blocken, Laufwege versperren und Pässe aus der Tiefe spielen sind unter anderem Aufgaben eines Verteidigers. Auch einmal von der blauen Linie abziehen und ein Tor schießen, gehört zum Repertoire der Defensivspezialisten. In dieser Saison konnten mit Roman Josi (14 Tore) von den Nashville Predators, mit Washingtons John Carlson (13 Tore) und mit Dougie Hamilton (13 Tore) von den Carolina Hurricanes bereits drei Verteidiger im zweistelligen Bereich die schwarze Hartgummischeibe im gegnerischen Netz versenken. In den vergangenen zwei Jahren gelang das jeweils nur einem Blueliner (2018/19: Morgan Rielly, 13 Tore; 2017/18: Zach Werenski, 11 Tore) und in 2016/17 waren es deren zwei (Brent Burns, 15 Tore; Shea Weber, 10 Tore).

Video: BOS@WSH: Carlson nimmt Backstroms Vorlage direkt

Motto 'Niemals aufgeben'

Ein Tor Rückstand - kein Problem, zwei Tore - da ist noch was drin, drei Tore - im Eishockey ist alles möglich, vier Tore - das war's dann wohl! Von wegen. In der laufenden Saison war es fünfmal der Fall, dass eine um vier Tore hinten liegende Mannschaft das Spiel noch drehte und als Sieger das Eis verließ. Fünf 4-Tore-Comebacks gab es in der Geschichte der NHL erst einmal, in der Saison 1985/86. Den Auftakt zur Rekordjagd machten die Jets bereits am dritten Tag der jungen Saison. Am 4. Oktober stand es im Prudential Center von Newark bereits 4:0 für die New Jersey Devils, doch die Gäste aus Winnipeg gewannen das Spiel nach Penaltyschießen mit 5:4.

Ein Tipp für die Zukunft: Niemals zu früh das Stadion verlassen oder den Fernsehen bzw. Computer ausschalten. Die Spiele in der zweiten Saisonhälfte werden noch einige Überraschungen für uns bereithalten.

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