Skip to main content

Red Wings vor alles entscheidendem Match

von Dan Rosen / NHL.com

BOSTON – Die Rechnung ist einfach und die Marschrichtung klar für die Detroit Red Wings bei ihrem Unterfangen, sich zum 25. Mal in Folge für die Stanley Cup Playoffs zu qualifizieren. Die Red Wings müssen bei den New York Rangers im Madison Square Garden (Samstag, 12.30 Uhr ET) in der regulären Spielzeit oder zumindest in der Verlängerung gewinnen, um ohne fremde Hilfe in die Playoff-Runde einzuziehen. "Wir fahren nach New York, um zu gewinnen", lautet daher auch die klare Ansage von Coach Jeff Blashill.

Sollten die Red Wings erst nach Penalty-Schießen gewinnen, sind sie von den Resultaten der Boston Bruins oder der Philadelphia Flyers abhängig. Das gilt ebenso bei einer Niederlage

Die Flyers haben ihr Schicksal bei zwei weiteren Spielen ebenfalls noch selbst in der Hand. Sie treffen am Samstag zu Hause auf die Pittsburgh Penguins und am Sonntag auswärts auf die New York Islanders. Sollten sie beide Begegnungen für sich entscheiden, haben sie den zweiten Wildcard-Platz in der Eastern Conference sicher.

Wenn die Flyers beide Spiele für sich entscheiden und die Red Wings die Rangers nach 60 oder maximal 65 Minuten schlagen, hätte das Ergebnis der Boston Bruins gegen die Ottawa Senators keine Auswirkungen mehr. Die Bruins wären dann auf jeden Fall draußen.

Wenn die Red Wings und die Bruins die Hauptrunde jeweils mit 95 Punkten sowie 39 Siegen in der regulären Spielzeit oder nach Verlängerung abschließen, zählt der direkte Vergleich. Dabei hat Boston mit 3-1 die Nase vorn. Sollte dieses Szenario eintreten, bräuchten die Red Wings Schützenhilfe, um den zweiten Wildcard-Platz zu beanspruchen. Wenn Philadelphia alles gewinnt, kommen sie auf 96 Zähler, Detroit kann maximal noch auf 95 Punkte kommen.

"Unsere Mannschaft hat genug Charakter, um diesen Job zu erledigen. Wir müssen nur rausgehen, unser Spiel spielen und gewinnen", sagt Jimmy Howard, Goalie der Red Wings. "Wir wissen, was uns abverlangt wird und ich weiß, dass wir es schaffen."

Die Situation ist nicht neu für die Red Wings. 2012-13 mussten sie sogar ihre letzten vier Partien gewinnen, um einen Platz in den Playoffs zu ergattern. Dabei hatten die Red Wings – ähnlich wie in diesem Jahr – im vorletzten Spiel alle Trümpfe in der Hand.

Nach dem 3-0 am Mittwoch zu Hause gegen Philadelphia hätten sie mit einem Sieg in Boston alles klar machen können. Doch all das, was sie gegen die Flyers auszeichnete, ließen die Red Wings gegen die Bruins vermissen. Die Red Wings waren gegen die Flyers schnell, aggressiv und dominant in allen drei Zonen. Howard sah trotz des Verkehrs vor seinem Tor die Pucks, kontrollierte die Abpraller, bewegte sich gut und glänzte mit gefangenen Schüssen.

Beim 2-5 gegen die Bruins waren die Red Wings dagegen chancenlos. Nach 2:44 Minuten lagen sie bereits mit zwei Toren hinten. Im letzten Drittel kassierten sie gar zwei Gegentreffer in den ersten 45 Sekunden.

"Man wünscht sich immer, dass die Qualifikation schon unter Dach und Fach wäre. Aber wir müssen im letzten Spiel erst noch eine Menge dafür tun", so Red-Wings-Stürmer Brad Richards. "Wir werden am Samstag nicht groß nachdenken, sondern einfach Hockey spielen."

Die Aufgabe sollte nicht unlösbar sein. Die Rechnung ist es schließlich auch nicht. Ein Sieg in der regulären Spielzeit oder in der Verlängerung. Dann haben es die Red Wings wieder einmal in die Playoffs geschafft.

Mehr anzeigen