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ESDW Red Wings gegen Bruins: 5 Gründe einzuschalten

David Pastrnak und die Erfolgsserie der Bruins stehen im Fokus beim NHL Europa-Spiel der Woche am Sonntag

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

NHL.com/de geht in der Saison 2019/20 auf das am Samstag oder Sonntag zur Primetime in Europa stattfindende NHL Europa-Spiel der Woche besonders ein, indem fünf Gründe zum Anschauen der Partie, vorgestellt werden. In dieser Ausgabe geht es um das Spiel der Detroit Red Wings gegen die Boston Bruins.

Am Sonntag um 18:30 Uhr MEZ (live bei Teleclub Sport, Sport1+, DAZN, NHL.tv) empfangen die Detroit Red Wings in der Little Caesars Arena die Boston Bruins. Außerdem werden die Partien der Buffalo Sabres gegen die Anaheim Ducks (Sonntag 21 Uhr MEZ, Teleclub Sport, Sport 1, Sport 1+, DAZN, NHL.tv) und Winnipeg Jets gegen die Ottawa Senators (Samstag um 20 Uhr MEZ, Sport 1+, DAZN, NHL.tv) übertragen.

Fünf Gründe, warum es sich lohnen wird, das Spiel live anzuschauen:

Klassenkampf in Motor City

Die Rollenverteilung bei der Partie der Bruins gegen die Red Wings in Detroit ist klar: Boston führt mit 78 Punkten (33-10-12) die NHL an, die Red Wings bilden mit 30 Punkten (13-39-4) das Schlusslicht. Während die Red Wings mit 13 Punkten Rückstand auf die Los Angeles Kings auf dem vorletzten Platz nichts zu gewinnen und nichts zu verlieren haben, brauchen die Bruins einen Sieg, um sich die Washington Capitals vom Leib zu halten, die nur einen Punkt hinter ihnen lauern und die Spitze zurückerobern wollen.

Dabei hatten die Bruins zwischenzeitlich auch Schwächephasen, doch seit ihrer Pause rund um das All-Star Wochenende sind sie nicht zu stoppen. Sie gewannen seit dem 31. Januar alle vier Spiele, hoffen dieses Wochenende am Samstag in der Partie gegen die Arizona Coyotes auf den fünften Sieg und wollen am Sonntag das halbe Dutzend voll machen. In den vier erfolgreichen Spielen dominierten sie ihre Gegner mit 14:3-Toren. Die Red Wings verloren im gleichen Zeitraum vier von fünf Spiele bei einem Torverhältnis von 6:13 und trafen nur in deren zwei.

 

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"Wir haben sicher nicht gesagt: Am 1. Februar fangen wir an", äußerte sich Bruins-Trainer Bruce Cassidy zu dem Durchhänger des Teams und der wiedergefundenen Stärke. "Es lag einfach an unserer Spielweise, wir haben Führungen verloren, waren nicht konzentriert, haben nur das halbe Spiel gespielt. Da haben wir uns entschlossen, jetzt müssen wir auf die Bremse treten, auch wenn wir in einer guten Tabellenposition sind. Respekt vor den Jungs, sie haben gut darauf angesprochen. Hoffentlich können wir so weiter machen."

Kann Pastrnak den König vom Thron stoßen?

Alex Ovechkin ist unbestritten der größte Torjäger seiner Generation und einer der besten aller Zeiten. Im Kampf um seine neunte Rocket Richard Trophy als bester Torschütze der Saison hat er diese Saison jedoch harte Konkurrenz. Auston Matthews von den Toronto Maple Leafs und David Pastrnak halten mit dem legendären Russen Schritt und haben gute Chancen auf die begehrte Auszeichnung. Vor diesem Wochenende stehen Ovechkin und Matthews mit 40 Toren auf dem ersten Platz, Pastrnak folgt mit 38 Treffern. Gegen die schwachen Red Wings bietet sich ihm die beste Gelegenheit wieder mit den beiden gleichzuziehen, oder sie sogar zu überholen. Pastrnak geht mit zwei punktlosen Spielen in das Wochenende, das gab es zuletzt Anfang Dezember. In der gesamten Saison blieb er nur vier Mal für zwei Spiele ohne Punkt und noch nie dreimal hintereinander. Der 23-jährige Tscheche steht mit 75 Punkten kurz davor zum dritten Mal in Folge die Marke von 80 Punkten zu durchbrechen, hat bereits seinen Bestwert von 38 Toren egalisiert, braucht noch acht Assists, um seinen Rekord von 45 Vorlagen einzustellen und ist auf Kurs zu 112 Punkten (bisheriger Bestwert: 81).

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Reißt Howards Negativserie?

Jimmy Howard befindet sich im Tor der Red Wings in einer deprimierenden Situation. Der 35-jährige US-Amerikaner wartet seit 18 Spielen auf einen Sieg (0-16-2). Obwohl er oft gute Leistungen bringt, jagt ein Misserfolg den nächsten. Seit Einführung des Penaltyschießens in der Saison 2005/06 hält Cory Schneider den Negativrekord mit 21 Niederlagen in Folge für die New Jersey Devils. Obwohl Howard oft respektable Leistungen abliefert, fehlt die Unterstützung durch seine Vorderleute. Nur fünf Mannschaften lassen mehr als die 32,9 Torschüsse der Red Wings pro Spiel zu. Hinzu kommt, dass das Problem nicht nur in der Defensive liegt, denn selbst wenn Howard, oder sein Kollege Jonathan Bernier Gegentore in Grenzen halten, fallen am anderen Ende der Eisfläche einfach zu wenig Treffer. In einer Saison, in der so viele Tore fallen wie seit weit über zehn Jahren nicht mehr, erzielen die Red Wings nur 2,02 Tore pro Spiel. Mit ihren 113 Treffern liegen sie 23 Tore hinter den Los Angeles Kings, die den vorletzten Platz der Liga belegen.

 

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Bruins können auf stabilen Rückhalt bauen

Kaum ein Team hat solch ein starkes Torhüter-Duo wie die Bruins. Mit Tuukka Rask und Jaroslav Halak haben sie zwei Spieler, die in jeder Statistik zur Elite der Liga gehören. Jeder der beiden holte bereits drei Shutouts. Nur Connor Hellebuyck (4) von den Winnipeg Jets und Elvis Merzlikins (5) von den Columbus Blue Jackets blieben öfter ohne Gegentor. Rask hat mit 2,15 den besten Gegentorschnitt der Liga, Halak folgt mit 2,36 auf Rang acht, Rask liegt mit einer Fangquote von 92,9 Prozent zudem auf dem dritten Platz der Liga, Halak ist mit 92,1 Prozent knapp außerhalb der Top Ten. Die beiden teilen sich die Zeit zwischen den Pfosten relativ gleichberechtigt, der Finne Rask kommt auf 30 Einsätze, sein slowakischer Kollege auf 26.

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Red Wings wollen auf gute Leistungen aufbauen

Trotz vieler Niederlagen in den vergangenen Wochen, können die Red Wings durchaus Positives aus den jüngsten Spielen mitnehmen. Die Abwehr beginnt langsam zu funktionieren: Im Februar kassierten die Red Wings in vier Spielen neun Tore und lieferten damit einen respektablen Wert. Am Donnerstag feierten sie mit einem 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Buffalo Sabres zudem ihren ersten Sieg seit dem 10. Januar. Lediglich die Offensive muss nachlegen. Detroit erzielte in drei ihrer vier Auftritte in diesem Monat kein Tor. Wenn sich das ändert und sie in der Abwehr konsequent arbeiten, werden sie zu einem unangenehmen Gegner. 

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