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Tuukka Rasks wesentlicher Anteil

Torhüter der Bruins hielt seine Farben mit zahlreichen Paraden im Spiel und legte Grundstein zum Sieg

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Schon während der regulären Saison deutete sich an, was am Mittwoch beim Playoff Auftakt in Spiel 1 zwischen den Boston Bruins und den Ottawa Senators im Canadian Tire Centre nahe der kanadischen Hauptstadt passierte. Tuukka Rask seines Zeichens Nummer 1 Torhüter der Bruins holte während der Saison 37 Siege mit 91,5 Prozent Fangquote und 2,23 Gegentorschnitt. Nicht selten war er der Fels in der Brandung, auf den sich seine Mitspieler verlassen konnten.

Auch vergangene Nacht war er zur Stelle, als sie ihn am bittersten benötigten. Einhellige Meinung nach der Partie von Trainer Bruce Cassidy über Siegtorschütze Brad Marchand war, dass die Gäste nicht gut gespielt, aber trotzdem gewonnen hatten. Und zu verdanken war das vor allem einen: Rask.

"Wir müssen am Samstag besser spielen, das ist klar", sagte Cassidy bei der Pressekonferenz.

Schon im ersten Drittel sah sich Rask guten Gelegenheiten der Senators ausgesetzt. In der 7. Minute schoss Alexandre Burrows auf sein Tor und er war ebenso zur Stelle, wie beim Nachschuss von Derick Brassard. Nur sechs Minuten später war es erneut Brassard, der in die Mitte zum völlig freistehenden Bobby Ryan spielte, doch Rask blieb auch gegen ihn Sieger.

Spektakulär eine Szene in der 18. Minute innerhalb von sieben Sekunden. Zunächst tauchte Bruins Stürmer David Pastrnak nach Puckgewinn alleine vor Craig Anderson auf, scheiterte jedoch und Senators Verteidiger Dion Phaneuf nahm den freien Puck und spielte unverzüglich den langen Pass auf Brassard, der wiederum alleine vor Rask auftauchte, aber ebenfalls nicht davon profitieren konnte.

Mit weiteren Paraden gegen Clarke MacArthur in der 28. Minute und Chris Wideman in der 34. Minute zeichnete sich Rask im zweiten Drittel aus, war jedoch beim Tor zum 1-0 durch Ryan in der 31. Minute machtlos.

Video: BOS@OTT, Sp1: Rask beraub MacArthur seiner Chance

Die Bruins gingen so mit einem Rückstand in die Pause, was kein gutes Zeichen für sie war. Sie konnten in der regulären Saison nur drei Siege einfahren, nachdem sie nach 40 Minuten zurück lagen. Außerdem hatten sie alle vier Vergleiche gegen Ottawa verloren.  

Trotzdem drehten die Bruins das Spiel durch zwei Treffer, der entscheidende in der 58. Minute durch Marchand. Anschließend war es erneut Rask, der im Mittelpunkt stand und 69 Sekunden vor dem Ende einen Schuss von Tommy Wingels mit dem Schoner abwehrte und fünf Sekunden vor der Sirene Mark Stone das Nachsehen gab. Die letzte Hoffnung der Senators zum Ausgleich zu kommen war verstrichen.

"Es war ein enges Spiel und wir mussten um jeden Zentimeter kämpfen", sagte Rask. "Das erste Drittel war nicht so schlecht, beide Mannschaften hatten gute Chancen. Im zweiten Drittel hatten sie uns gut im Griff, aber wir konnten uns im dritten befreien. Es ist immer ein harter Kampf gegen sie und das wird sich auch die nächsten Spiele nicht ändern."

Besonderheit im zweiten Drittel war, dass die Bruins keinen einzigen Torschuss abgaben. Es war für Ottawa ein neuer Rekord in den Playoffs, denn zuvor schafften sie es nur sieben Mal, dass ihre Gegner nur zwei Mal in einem Drittel auf das Tor schießen konnten. Den Bruins ist das erst einmal in ihrer Geschichte passiert, nämlich am 6. April 1939 gegen die Toronto Maple Leafs.

Für Spiel 2 am Samstag (3 p.m. ET; SN, TVA Sports, NBC) erneut in Ottawa müssen die Bruins mehr Offensivaktionen zeigen, denn sich immer auf Rask zu verlassen, wird sicher nicht genug sein.

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