Skip to main content

Rask erweist sich als Turm in der Schlacht

Der Torhüter hält die Bruins im Match und legt die Basis für den Sieg in Spiel 3 gegen die Hurricanes

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Die Boston Bruins marschieren unaufhaltsam durch das Finale in der Eastern Conference bei den Stanley Cup Playoffs 2019. Am Dienstag gewannen sie Spiel 3 bei den Carolina Hurricanes mit 2:1. Durch den Erfolg in der PNC Arena bauten sie die Führung in der Gesamtwertung der Best-of-Seven-Serie auf 3:0 aus. Diesmal waren die Bruins wesentlich stärker gefordert als bei ihren zwei klaren Heimsiegen zuvor. Torhüter Tuukka Rask bewahrte sein Team im Anfangsdrittel mit einer Reihe von Glanzparaden vor einem Rückstand. Im zweiten Abschnitt schlugen die Gäste dann im Stil einer abgezockten Spitzenmannschaft zu und stellten die Weichen auf Sieg.

Die Hurricanes legten vom Start weg los wie die Feuerwehr. Doch Rask erwies sich als Turm in der Schlacht und machte eine Reihe hochkarätiger Chancen zunichte. Allein in Durchgang eins wehrte er 20 Schüsse ab. 35 Saves waren es am Spielende. Die Bruins brachten sich in der ersten 20 Minuten durch vier Strafzeiten selbst in Schwierigkeiten. Aber sie überstanden die kritischen Situationen allesamt ohne Gegentreffer.

Zu Beginn des Mitteldrittels ging Boston durch einen Treffer von Chris Wagner mit 1:0 in Führung (22.). Am Torraum lenkte er einen Schuss von Joakim Nordstrom in die Maschen. Brad Marchand erhöhte im Powerplay auf 2:0 (27.). Calvin De Haan verkürzte mit seinem ersten Playoff-Tor auf 1:2 (34.). Mehr ließen die Bruins an diesem Abend allerdings nicht zu - vor allem dank der überragenden Darbietung ihres Schlussmannes.

 

[Ähnliches: Bruins siegen erneut gegen die Hurricanes]

 

Folgerichtig stand Rasks Auftritt nach der Begegnung im Mittelpunkt der Analysen. "Die Jungs kennen Tuukka nun schon eine ganze Weile und wissen, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Er hatte in den Playoffs noch keinen einzigen schlechten Tag", setzte Bostons Trainer Bruce Cassidy zu seiner Lobesrede auf den Torwart an. "Er hat verhindert, dass die Pucks einschlugen und uns so die Möglichkeit gegeben, uns in der ersten Pause neu zu sortieren. Das war dringend notwendig, da wir zunächst überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden hatten. Wir besaßen anfangs gar keine Chance, richtig ins Rollen zu kommen", führte er weiter aus.

Den Hauptgrund für den schlechten Auftakt sah Cassidy in den vielen Strafzeiten. "Dadurch sind wir nicht in den gewohnten Rhythmus gekommen. In dieser Phase war unser Goalie ohne Frage unser bester Penalty-Killer. Er hat einen Rückstand verhindert. In der Kabine haben wir dann alle erst einmal kräftig durchgeatmet und das erste Drittel schnell abgehakt. Danach lief es wesentlich besser."

Video: BOS@CAR, Sp3: Rask vereitelt eine Reihe an Chancen

Bruins-Angreifer Patrice Bergeron war nicht minder begeistert von der Vorstellung seines Teamkollegen. "Tuukka strahlt immer sehr viel Ruhe aus und ist ganz bei sich. Ihm haben wir es zu verdanken, dass wir im Moment so gut dastehen. Seine Leistung war großartig - nicht nur heute", meinte er.

Rask selbst zeigte sich ebenfalls hochzufrieden. "Ich fühle mich seit Monaten hervorragend. Das Timing stimmt. Ich versuche einfach, mental stark zu bleiben und jedes Match konzentriert anzugehen. Dabei hilft mir natürlich auch meine Erfahrung aus all den Jahren. Wichtig ist, dass man immer einen freien Blick auf die Scheibe besitzt. Das macht einem das Leben bei den Abwehrversuchen leichter", sagte er.

Torschütze Marchand verwies auf eine besondere Stärke der Bruins in dieser Saison, die auch in Spiel 3 bei den Hurricanes zum Tragen kam. "Wir sind jederzeit in der Lage, nach einem schwächeren Drittel zuzulegen und das Match an uns zu reißen. Das zeichnet uns schon das gesamte Jahr über aus", betonte er. "Heute hatten wir zudem das nötige Quäntchen Glück, dass wir mit einem 0:0 nach der ersten Periode in die Pause gehen konnten", räumte der Top-Scorer der Bruins in den laufenden Playoffs ein.

Video: BOS@CAR, Sp3: Marchands PPG mit Verteidiger-Hilfe

Von der harten Gegenwehr der Hausherren war Marchand keineswegs überrascht. "Wir hatten erwartet, dass sie von Anfang an Vollgas geben würden. Das Publikum hat ihnen zusätzliche Energie verliehen. Wir haben diesem Druck jedoch standgehalten und es geschafft, den Sieg einzufahren", erläuterte er.

Spiel 4 der Finalserie in der Eastern Conference zwischen den Bruins und den Hurricanes findet am Donnerstag wiederum in der PNC Arena von Raleigh statt (8:00 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS).

Mehr anzeigen

Die NHL verwendet Cookies, Web Beacons und andere ähnliche Technologien. Durch die Nutzung der NHL Websites oder anderer Online-Dienste stimmen Sie den in unseren Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen beschriebenen Praktiken einschließlich unserer Cookie-Richtlinien zu.