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Rangers wollen zwei Punkte im Winter Classic

Das Team aus New York war diese Saison nach schwachem Start sehr erfolgreich, so soll es nun auch weitergehen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Am Neujahrstag wird es um 19 Uhr mitteleuropäischer Zeit soweit sein, zum zehnten Mal findet das NHL Winter Classic unter freiem Himmel statt. Die New York Rangers laden um 13 Uhr Ortszeit zum Bridgestone NHL Winter Classic 2018 gegen die Buffalo Sabres im Citi Field in Queens, New York.

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Für die Rangers war es bisher eine bewegte Saison, sie gehören zu den Mannschaften, die im Laufe der aktuellen Spielzeit wohl den größten Formwandel durchgemacht haben. Der war aber überaus positiv für den Verein, der seine Heimspiele üblicherweise im Madison Square Garden in Manhattan austrägt.

Im Oktober starteten die Rangers mit neun Niederlagen in 13 Partien in die Saison (4-7-2), Leistung und Spielweise stimmten hinten und vorne nicht. Selbst Startorwart Henrik Lundqvist, der "King" von New York, spielte nicht auf dem Niveau, das man von ihm über zwölf Jahre hinweg gewohnt war, das ihn zum Gesicht der Mannschaft, zum Publikumsliebling und gar zu einer lebenden Legende gemacht hat.

Video: NYR@OTT: Lundqvist wehrt Phaneuf zum 20,000. Save ab

Doch von dieser schwachen Phase erholte sich die Truppe in blau und rot auf beeindruckende Weise. Im November waren sie wie ausgewechselt, der 35-jährige Schlussmann aus Schweden stand wieder stabil zwischen den Pfosten, die Abwehr erleichterte ihm die Arbeit wieder zuverlässiger und die Offensivabteilung sorgte für 42 Tore in zwölf Partien, was eine Ausbeute von neun Siegen bewirkte (9-3-0).

Im Dezember konnte die Mannschaft von Trainer Alain Vigneault dieses überragende Level nicht ganz halten, doch mit einer Statistik von 7-3-3 landeten weitere 17 Punkte auf dem Konto der Rangers, eine immer noch wirklich gute Punktausbeute von 65,4%.

Nun kann das Team aus New York seinen Wandel zu einem Topteam vor einem gewaltigen Publikum feiern. Doch Coach Vigneault wird seinen Spielern sicherlich auch in Erinnerung rufen, dass die Saison noch lange nicht zu Ende ist und man nicht den Fokus verlieren darf, nicht überheblich werden darf. Mit den Sabres ist das Schlusslicht der Eastern Conference zu Gast, doch auch der Lokalrivale aus dem Staat New York hat zuletzt bessere Spiele abgeliefert und sich wieder ein wenig an den Rest des Feldes angenähert.

Der österreichische Stürmer Michael Grabner macht sich jedoch keine allzu großen Sorgen und könnte laut eigener Aussage auch mit einer Niederlage leben. "Man fühlt sich natürlich besser wenn man gewinnt. Die Trainer sind natürlich glücklicher. Die Stimmung ist lockerer, entspannter. Wenn man ein paar Spiele verliert, könnte das ein wenig kippen, man reagiert vielleicht gereizter, aber es sind 82 Spiele, die wird man nicht alle gewinnen. Dieses auf und ab muss man durchstehen."

Insgesamt machen die Rangers einen gefestigten Eindruck, nicht überheblich, aber sich bewusst, dass sie ein starkes Team sind.

"Wir alle wissen, wie wir zum Erfolg kommen", strotze der norwegische Stürmer Mats Zuccarello vor Selbstvertrauen. "Wir müssen defensiv gut stehen, darum müssen wir uns zuerst kümmern, dann kommt die Offensive für gewöhnlich automatisch. Hank (Henrik Lundqvist) war wirklich gut, wir helfen ihm so gut wir können, damit er weiter diese Leistung zeigen kann. Wir haben vier gute Reihen... wir sind ein starkes, geschlossenes Team."

Video: NYR@BOS: Zuccarello gewinnt Spiel in der Verlängerung

Den besonderen Druck auf einen seiner Schützlinge, sprach Vigneault an. Verteidiger Kevin Shattenkirk kam zur aktuellen Saison zu den Rangers. Er stammt aus New York und wurde geholt, um aus der Abwehr heraus auch der Offensive der Rangers einen Schub zu verpassen.

"Das Shattenkirk aus dieser Gegend kommt, hier aufgewachsen ist, viele Freunde und Familie im Publikum haben wird, wird etwas Besonderes für ihn sein", gab Vigneault zu. "Er entwickelt sich noch. Unsere Erwartungen und auch seine sind höher. Er hat das Potenzial. Er setzt sich wahrscheinlich selbst unter Druck, will seine neuen Mitspieler, sein neues Umfeld und seine Freunde und Familie beeindrucken. Das dauert manchmal ein wenig... Er weiß, wo er sich verbessern muss, was wir von ihm erwarten und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auf dieses Niveau kommen."

Doch Vigneaults Fokus liegt nur auf dem Ergebnis des nächsten Spiels. "Nach den ersten zehn Spielen, in denen wir einen wackligen Start hatten, waren unsere letzten 20 Spiele wirklich gut und wir haben das Potenzial so weiterzumachen. Das morgige Spiel wird wichtig, wir wollen die zwei Punkte. Die Tabelle ist im Moment unglaublich eng."

"Wir haben nicht so angefangen, wie wir wollten... Das Gefühl in der Kabine war nicht gut", erinnert sich Stürmer Kevin Hayes an den Beginn der Saison. "Man sollte sich jeden Tag auf die Arbeit freuen, doch wir sind nicht gut in die Saison gestartet, wir hatten nicht viel Spaß in der Kabine. Die Jungs haben nur nach einem Ausweg gesucht. Ich denke unser Torwart war da unser Rückgrat."

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