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Lokalrivalen auf unterschiedlichen Pfaden

New York Rangers surfen auf Erfolgswelle, Islanders blasen Trübsal

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Schauplatz New York, Madison Square Garden: 1:21 Minuten sind noch zu spielen, als Rick Nash die Rangers gegen die Edmonton Oilers mit 4-3 in Führung schießt. Am Ende heißt es 5-3 - Partie gedreht und gewonnen. Schauplatz New York, Barclays Center: 57 Sekunden sind noch zu spielen, als Matt Read von den Philadelphia Flyers zum 2-2 gegen die Islanders ausgleicht. Im Shootout kassieren die Gastgeber gar das 2-3 durch Claude Giroux - Partie nach Vorsprung verloren. Diese beiden Schlüsselszenen sind symptomatisch für die derzeitige Lage der beiden New Yorker Klubs. Während die Rangers frohgemut auf einer Erfolgswelle surfen, blasen die Islanders in den Niederungen der Liga reichlich Trübsal.

Die Rangers haben zuletzt dreimal hintereinander gewonnen. In der Metropolitan Division belegen sie Platz 1, in der Eastern Conference hinter der derzeitigen Übermannschaft Montreal Canadiens den 2.Rang. Doch selbst die Canadiens können den Rangers in Sachen Torproduktion nicht das Wasser reichen. Die aktuell 45 Treffer der Franchise aus New York sind Spitzenwert aller 30 NHL-Teams. Damit ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg der Rangers genannt.

Als belebendes Element im Angriff präsentiert sich der Österreicher Michael Grabner. Er war zu Saisonbeginn von den Toronto Maple Leafs nach New York gekommen. Der 29-jährige Rechtsaußen erzielte in 11 Begegnungen bereits 8 Punkte (6 Tore, 2 Vorlagen). Gegen die Tampa Bay Lightning am 30. Oktober war ihm beim 6-1 sogar ein Hattrick gelungen. In der vereinsinternen Scorer-Wertung liegt der gebürtige Villacher damit jedoch "nur" auf dem 8. Platz. Ein Indiz für die Ausgeglichenheit der Abteilung Attacke bei den Rangers. Spitzenreiter ist J.T. Miller mit 12 Punkten (4 Tore, 8 Vorlagen).

Video: TBL@NYR: Grabner führt Rangers zum Sieg

Beim Lokalrivalen in Brooklyn betreiben sie derweil Ursachenforschung, warum das Team der Islanders einfach nicht in die Gänge kommt. Von der Siegermentalität, mit der man gegen Ende der vorigen Hauptrunde den Einzug in die Playoffs schaffte und dort die Florida Panthers in der ersten Runde eliminierte, ist momentan nicht mehr viel übrig. Unglückliche Niederlagen wie die vom Donnerstag passen da ins Bild.

Vor allem in den ersten Partien der neuen Spielzeit erwies sich die Defensive als instabil. Mittlerweile hat sich das gebessert. Das ist auch ein Verdienst von Routinier Dennis Seidenberg, den die Islanders kurz vor Saisonbeginn als Free Agent verpflichteten. Der 35-jährige Verteidiger setzt zudem Akzente in der Offensive. In 11 Spielen kam er auf 6 Punkte (4 Tore, 2 Vorlagen).

Video: PHI@NYI: Seidenberg bezwingt Neuvirth durch Beine

Ein Grund für den holprigen Start ist fraglos der Umstand, dass die Islanders mit Frans Nielsen, Kyle Okposo und Matt Martin drei erfolgreiche Stürmer der vergangenen Saison abgegeben haben. Ihre vom Management auserkorenen Nachfolger Andrew Ladd, PA Parenteau und Jason Chimera blieben bislang hinter den Erwartungen zurück. Bester Scorer ist derzeit John Tavares mit 9 Punkten (5 Tore, 4 Vorlagen) aus 11 Spielen.

Zur Verunsicherung beigetragen hat auch die Entscheidung von Trainer Jack Capuano, sich nicht auf eine eindeutige Nummer 1 im Tor festzulegen. Derzeit wechseln sich Jaroslav Halak und Thomas Greiss in der Startformation munter ab. Zudem muss jeder der beiden Goalies damit rechnen, bei einem verpatzten Match unter Umständen länger außen vor zu bleiben. So geschehen beim 1-6 gegen die Tampa Bay Lightning am 1. November, als Greiss beim Stand von 0-3 im ersten Drittel durch Halak eretzt wurde. Der stand prompt auch beim darauffolgenden 2-3 am Donnerstag gegen die Flyers zwischen den Pfosten.

In der Metropolitan Division belegen die Islanders aktuell den 7. und damit vorletzten Platz. Der Abstand zu den Playoff-Rängen beträgt vier Punkte. Bereits in den kommenden November-Partien dürfte sich zeigen, wohin der Weg der Islanders führt: Näher zu den Rangers hin oder noch weiter von ihnen weg.

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