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Jetzt-Erst-Recht-Stimmung in New York

Nach Beerdigung der Playoff-Ambitionen wollen es die Rangers-Spieler nochmal wissen

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Auch wenn Michael Grabners Treffer am Freitag im Madison Square Garden zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung gegen die Calgary Flames eher eine Zufallsproduktion als ein ausgeklügelter Schachzug war, in die Karten spielt er ihm trotzdem. Denn selten war die Zukunft des in Villach geborenen Flügelstürmers so offen, wie in den aktuellen Tagen und jeder weitere Scorerpunkt verbessert seine Optionen.

Grabners New York Rangers erleben eine regelrechte Seuchensaison. In ihrer Metropolitan Division rangieren sie auf dem letzten Platz und die Klubführung hat jüngst sämtliche Hoffnungen auf eine Postseason-Teilnahme zu Grabe getragen.

"Wir haben seit einiger Zeit nicht mehr gut gespielt", erklärte Rangers General Manager Jeff Gorton auf einer einberufenen Pressekonferenz am Donnerstag, weil seine Mannschaft nur eines der vergangenen acht Spiele siegreich gestalten konnte.

 

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"Mit den Tagen wurde es für uns immer deutlicher, dass es sehr schwer werden wird, die Playoffs zu erreichen. Wir müssen der Realität ins Auge sehen und die Entscheidungen, die wir treffen, sind langfristig angelegt. Wir wollen nicht nur versuchen, unsere Saison zu retten."

Selten offenbarte ein Teamverantwortlicher seine Pläne mit so drastischen Worten wie Gorton, doch seine Spieler wollen sich so schnell nicht geschlagen geben.

Keine 24-Stunden nach Gortons Abrechnung empfingen diese die Flames in der heimischen Arena und anstelle den Westkanadiern die Punkte nett verpackt auf dem Servierteller zu präsentieren, lieferten sie ihnen einen erbitterten Kampf.

Mit einer aufopferungsvollen Mannschaftsleistung drehten die Rangers am Freitag im Schlussdrittel einen 3:2-Rückstand und holten drei Zähler auf die zweite Wild-Card der Eastern Conference auf.

Auch wenn noch etliche Kontrahenten im Rennen um die Playoffplätze vor den Rangers stehen und sie im Frühjahr womöglich leer ausgehen werden, für einige Akteure steht einiges mehr auf dem Spiel.

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Grabners Vertrag mit New York läuft zum Ende der aktuellen Spielzeit aus und er ist im besten Alter, um sich für einen neuen zu empfehlen. Die zweifellos beste Bühne bieten hierfür die Stanley Cup Playoffs.

Rangers General Manager Gorton führte am Donnerstag weiter aus, dass er den Transfermarkt zur Trade Deadline intensiv beobachtet und bereits ausgiebige Gespräche führt.

Auch wenn Gortons Pläne, die im Sommer 2017 mit dem Trade von Franchise-Spieler Derek Stepan und Goalie-Talent Antti Raanta zu den Arizona Coyotes für mächtig Schlagzeilen gesorgt haben, undurchsichtig sind, er will seinem Team ein anderes Gesicht verpassen.

 

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"Wir wollen schnelle Spieler, wir wollen Charakter-Spieler", erzählte Gorton. "Wir wollen Spieler, um denen wir ein Team aufbauen können. Das sind die, nach denen wir suchen."

Und Grabner könnte das wertvolle Handelsgut sein, das diese Spieler nach Manhattan lotsen könnte.

Mit seinem Tor am Freitag brachte Grabner eine fünf Spiele anhaltende Torflaute zum Platzen und so einige Mannschaften mit großen Ambitionen würden einen Knipser wie ihn mit Kusshand aufnehmen.

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