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Rangers' Michael Grabner genießt Geschwindigkeit

Schnelligkeit des Rangers Stürmers hilft Gegnern zu entkommen und Tore zu schießen

von Dan Rosen @drosennhl / NHL.com Chef-Autor

GREENBURGH, N.Y. - Es scheint Absurd, bedenkt man, dass er skatet wie ein Schnellzug, aber New York Rangers Stürmer Michael Grabner besteht darauf, dass er nicht immer der schnellste Stürmer seiner Teams war.

Er muss nur 17 Jahre zurückgehen, um sich an das letzte Mal zu erinnern, dass er nicht der schnellste war. Damals hat er begonnen, seine Geschwindigkeit zu entwickeln, die es ihm jetzt erlaubt in der NHL Stürmer und Verteidiger hinter sich zu lassen.

"Als ich 12 war trainierte ich mit 16-jährigen, also war ich nicht der schnellste", sagte Grabner, "aber man versucht mit den anderen mitzuhalten und denkt nicht wirklich nach, man will nur mithalten. Ich habe nicht an meiner Schnelligkeit gearbeitet, oder hatte persönliche Trainer, aber es half einfach, dass ich mit den älteren Jungs spielte und versuchte mit ihnen mitzuhalten. Das half mir meine Geschwindigkeit zu entwickeln."

Grabner betrieb als jugendlicher auch Leichtathletik in seiner Heimat Villach. Er war Sprinter, spezialisiert auf 60 Meter. Er trat auch im Weitsprung an.

"Ich habe aber nie wirklich darüber nachgedacht", sagte Grabner. "Ich bin einfach gelaufen."

Jetzt skatet er einfach und er übertrifft alle Erwartungen, die er und die Rangers hatten.

Grabner steht vor dem Spiel der Rangers gegen die Washington Capitals am Sonntag im Madison Square Garden bei 26 Toren in 56 Spielen. In den drei vorangegangenen Saisons hatte er 29 Tore in 178 Spielen, darunter neun in 80 Spielen für die Toronto Maple Leafs 2015-16.

Er liegt diese Saison zusammen mit Washington Capitals Kapitän Alex Ovechkin, der die Maurice Richard Trophy vier Mal in Folge gewann, auf dem achten Platz der Torschützenliste.

Grabner traf schon früher. Er machte 75 Tore in seinen ersten 219 NHL Spielen, darunter 34 für die New York Islanders 2010-11, seine erste volle Saison. Aber bedenkt man seine neun Tore in der letzten Saison, dachten die Rangers wohl kaum an Offensive, als sie ihn am 1. Juli 2016 für zwei Jahre unter Vertrag nahmen.

Video: NSH@NYR: Grabner netzt Hayes' Vorlage ein

"Ich dachte wir bekommen einen Spieler, der uns in Unterzahl helfen kann und wenn man im Sommer seine Reihen aufstellt, sagt man sich: 'Der wird wohl in der vierten Reihe spielen und wenn jemand nicht gut spielt kann er vielleicht einspringen'", sagte Rangers Trainer Alain Vigneault. "Da hatten wir ihn eingeplant."

Grabner steht jetzt auf dem linken Flügel der produktivsten Reihe der Rangers mit Kevin Hayes und J.T. Miller. Miller führt New York mit 46 Punkten an (18 Tore, 27 Assists) und Hayes ist mit 42 Punkten auf Platz zwei (15 Tore, 27 Assists), obwohl er fünf Spiele fehlte.

Grabner führt die Rangers nach Toren an - und nach Alleingängen.

"Als ich ihn in Vancouver hatte (als Rookie 2009-10) und wir ihn in einer Playoffserie einsetzten, machte er den Verteidigern mit seiner Geschwindigkeit Angst", erinnert sich Vigneault. "Ich wusste, dass wir das bekommen. Ich wusste nicht, dass wir so einen konstanten Torschützen bekommen würden. Er hat Selbstvertrauen."

Grabner sagt, dass der Anstieg seiner Produktivität diese Saison mit gestiegenem Selbstvertrauen einhergeht. Er fühlt sich wohler mit dem Puck am Schläger, auch weil er früh in der Saison traf, zwei Mal in den ersten drei Spielen.

Außerdem machte er gegen die Tampa Bay Lightning am 30. Oktober einen Hattrick und erzielte im November sieben Tore in 15 Spielen. Seit 4. Januar hat er 12 Tore in 17 Spielen.

"Wenn man früh in der Saison ein paar Tore macht, ist es viel einfacher, wenn man auf dem Eis ist und eine Torchance hat", sagte Grabner.

Video: ANA@NYR: Grabner bezwingt Gibson hoch

Grabner hatte letzte Saison bei den Maple Leafs ähnliche Chancen, wie dieses Jahr bei den Rangers, mit seiner Schnelligkeit, durch Alleingänge und dominante Wechsel bei gleicher Spielerzahl. Sie gingen nicht rein. Er bekam kein Selbstvertrauen.

"Jedes Mal, wenn ich eine Chance hatte, dachte ich zu viel nach, wartete zu lang oder schoss zu früh", sagte er. "Dieses Jahr reagiere ich einfach und verlasse mich auf meine Instinkte."

Grabner lachte auf die Frage hin, ob er 26 Tore erwartet hatte. Nein. Aber er ist nicht überrascht, dass er konstant trifft. Das hat er auch in der Vergangenheit geschafft. Er brauchte nur die Gelegenheit und Mitspieler, die mit ihm arbeiten und seine Schnelligkeit nutzen können.

"Ich habe einfach Chemie mit Hayes und Miller gefunden", sagte Grabner.

Oder vielleicht eher anders herum, denn sie mussten sich an seine Geschwindigkeit anpassen.

"Er ermöglicht viele Spielzüge", erklärte Miller. "Die Mannschaften können Respekt vor seiner Geschwindigkeit haben und das gibt mir und Hayes Platz, oder sie achten nicht darauf und er steht frei. Egal wie sie es spielen wollen."

Miller sagte, die Reihe habe eine strenge Regel.

"Ich habe ihm gesagt, sobald wir den Puck haben, soll er nach vorne gehen", sagte Miller.

Weil er so schnell ist, landet er entweder hinter der Abwehr, frei für den langen Pass zum Alleingang, oder er schiebt die Abwehr nach hinten, was Hayes Miller und seinen Verteidigern Platz gibt.

"Dabei betrügt er nicht mal", sagte Hayes. "Er ist einfach so schnell."

 

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