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Rangers bauen auf ungeschriebenes Gesetz

Für viele Teams war die Teilnahme am Winter Classic ein gutes Omen für den Rest der Saison

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Den New York Rangers ist ein optimaler Start ins neue Jahr geglückt. Bei der zehnten Auflage des NHL Winter Classic setzten sie sich am Montag im Citi Field mit 3:2 nach Verlängerung gegen die Buffalo Sabres durch. Die Mannschaft um Kapitän Ryan McDonagh möchte den Schwung aus dem Erfolg mitnehmen, um in der zweiten Saisonhälfte die Qualifikation für die Stanley-Cup-Playoffs unter Dach und Fach zu bringen und dort eine gute Rolle zu spielen.

Die Rangers vertrauen dabei auf ein ungeschriebenes Winter-Classic-Gesetz. Denn wie ein Blick in die Historie zeigt, entfaltete allein die Beteiligung an dieser seit 2008 am Neujahrstag ausgetragenen Freiluft-Partie für viele Teams eine positive Wirkung für den restlichen Saisonverlauf. Vier Teilnehmer schafften es im selben Jahr ins Finale um den Stanley Cup.

Bei der Premiere im Ralph Wilson Stadium hatten sich die Pittsburgh Penguins mit 2:1 nach Penaltyschießen gegen die Buffalo Sabres durchgesetzt. Im Frühjahr zogen sie in die Finalserie um den Stanley Cup gegen die Detroit Red Wings ein, in der sie jedoch den Kürzeren zogen. In den beiden Folgejahren war ebenfalls das jeweils in den Stanley-Cup-Endspielen unterlegene Team am NHL Winter Classic beteiligt. 2009 gewannen die Red Wings gegen die Chicago Blackhawks mit 6:4. In der Meisterschaft mussten sie sich jedoch mit dem zweiten Platz hinter den Penguins zufriedengeben. Nicht anders erging es den Philadelphia Flyers zwölf Monate später.

2015 gewann mit Chicago erstmals ein Winter-Classic-Teilnehmer den Stanley Cup. Am Neujahrstag hatten die Blackhawks gegen die Washington Capitals mit 2:3 den Kürzeren gezogen. Wenige Monate später waren sie es jedoch, die eine Siegesfeier veranstalteten. In der Finalserie um den Stanley Cup setzten sie sich gegen die Tampa Bay Lightning durch und holten damit zum sechsten Mal den begehrten Pokal.

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Die Rangers würden dieses Jahr gerne die Erfolgsgeschichte der Winter-Classic-Protagonisten fortschreiben. Einige Anhaltspunkte sprechen durchaus dafür, dass der Plan aufgehen könnte.

Einer davon ist, dass sich die Schützlinge von Coach Alain Vigneault ihre Schwächephase gleich zu Beginn der aktuellen Spielzeit genommen und im Stile einer Spitzenmannschaft überwunden haben. Zeitweise fanden sie sich sogar am Tabellenende der Metropolitan Division wieder. Die Rangers starteten eine fulminante Aufholjagd. Im November gewannen sie neun von zwölf Partien. Inzwischen stehen sie auf dem dritten Rang ihrer Gruppe. Der Abstand zum Spitzenreiter aus Washington beträgt lediglich vier Punkte. Allerdings ist das Tabellenbild schief, da sie ein Spiel weniger als der Kontrahent aus der US-Hauptstadt ausgetragen haben.

Ein weiterer Vorteil könnte in dem unglaublichen Konkurrenzkampf in der Metropolitan Division liegen. Der hält die Konzentration über die gesamte Hauptrunde und die ersten beiden Runden der Playoffs hinweg enorm hoch.

 

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Hinzu kommt noch, dass etliche Spieler der Rangers 30 Jahre oder älter sind und nicht mehr unendlich viele Chancen bekommen werden, den Stanley Cup zu gewinnen. Zu ihnen zählen unter anderem Torhüter Henrik Lundqvist (35) und der österreichische Stürmer Michael Grabner (30).

Beide präsentierten sich zuletzt in guter Verfassung. Grabner erzielte im Winter Classic gegen die Sabres seinen 18. Saisontreffer im 39. Einsatz. Wenn er weiter in dem Maße abschließt wie bisher, dürfte er in den Bereich seiner persönlichen NHL-Bestmarke kommen. Die steht bei 34 Toren aus der Saison 2010/11, als der Villacher noch für die New York Islanders auflief. Sowohl Lundqvist als auch Graber werden alles geben, dass der Sieger eines Winter Classic im gleichen Jahr erstmals auch den Stanley Cup in den Händen hält.

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