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Price ist aktuell bester Torwart in der NHL

von Bernd Roesch / NHL.com

Wer sind die besten Akteure in der NHL. NHL.com/de blickt in den kommenden fünf Tagen auf die zehn besten Spieler auf jeder Position. Entscheidend ist hierbei auf welcher Position die Spieler bei der NHL offiziell gelistet ist, nicht auf welcher Position er in der vergangenen Spielzeit hauptsächlich aktiv war. Ein gelisteter Center, der häufiger als Flügelstürmer eingesetzt wurde, findet sich dennoch unter den besten Center wieder.

Heute die Top 10 Torhüter:


1. Carey Price, Montreal Canadiens

Der Vezina Trophy Gewinner bei der Awardverleihung 2015 konnte in der vergangenen Saison verletzungsbedingt nur 12 Spiele bestreiten. Mit ihm im Tor gewannen die Canadiens zum Saisonauftakt sieben Partien in Folge. Nach seiner ersten Verletzungspause kam Price Ende November noch dreimal zum Einsatz und erneut hieß der Sieger Montreal. Im zweiten Drittel der Begegnung gegen die New York Rangers verletzte sich Price erneut und fiel für die gesamte Spielzeit 2015/16 aus, mit der Folge, dass das frankokanadische Traditionsteam die Playoffs verpasste. Der 28-jährige Schlussmann ist wieder fit und steht auch Team Canada beim World Cup of Hockey 2016 zur Verfügung. Seine Statistiken aus den letzten drei Spielzeiten sind beeindruckend und konnten nicht annähernd in dieser Konstanz von einem anderen Torhüter in der NHL getoppt werden. In den 137 Spielen seit der Saison 2013/14 konnte Price 17 Shutouts feiern und kam insgesamt auf eine Rettungsquote von 93,1 Prozent. Auch sein Gegentrefferschnitt von 2,12 in den 8141 Minuten, die er in diesem Zeitraum auf dem Eis stand ist Spitzenklasse.

NHL-Karriere: 447 Spiele, 233-155-50, 92,0%, GAA 2,43

2. Ben Bishop, Tampa Bay Lightning

An Bishop gibt es bei den Lightning, nicht nur aufgrund seiner Körpergröße von 2,01m, kein vorbeikommen. Bishop hat seine NHL-Karriere 2008/09 bei den St. Louis Blues begonnen. Den Durchbruch schaffte er aber erst, nach einem Zwischenaufenthalt bei den Ottawa Senators (2011-13), in seiner zweiten Spielzeit bei den Lightning in der Saison 2013/14, als ihm der Posten des ersten Torwarts übertragen wurde. Der 29-Jährige ist der zurzeit wohl beste US-amerikanische Torhüter, dementsprechend sollten wir seine Fangkünste auch kommenden September im US-Nationalteam bewundern dürfen. Vergangene Spielzeit kam Bishop in 61 Partien auf eine Fangquote von 92,6 Prozent und auf einen Gegentrefferschnitt von 2,06 (persönliche Bestleistungen). In sechs Partien hielt er seinen Kasten sauber.

NHL-Karriere: 231 Spiele, 130-65-20, 92,0%, GAA 2,29

3. Braden Holtby, Washington Capitals

In der Liga sind Price und Holtby Konkurrenten, beim World Cup of Hockey 2016 stehen sie gemeinsam im Kader der favorisierten Kanadier. Die Nummer 1 der Capitals hatte bei den Capitals eine überragende Saison 2015/16, für die er mit dem Gewinn der Vezina Trophy belohnt wurde. 66 Mal stand er von Spielbeginn an im Tor der 'Hauptstädter' und verhalf seinem Team zu 48 Siegen. Der beim NHL Draft 2008 von Washington in der vierten Runde (Nummer 93) Ausgewählte konnte in den letzten drei Spielzeiten seinen Gegentrefferschnitt von 2,85 über 2,22 auf 2,20 verbessern. In der vergangenen Saison kam der 26-Jährige auf eine Fangquote von 92,2 Prozent und zu drei Shutouts.

NHL-Karriere: 244 Spiele, 149-60-25, 92,1%, GAA 2,37

4. Jonathan Quick, Los Angeles Kings

Für den zweifachen Stanley Cup Champion Quick endete die vergangene Saison alles andere als zufriedenstellend. In der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2016 war für ihn, mit nur einem Sieg in fünf Partien, der Traum von einer erfolgreichen Titelverteidigung bereits ausgeträumt. In der regulären Saison konnte der erfahrene Schlussmann der Kings durchaus überzeugen und mit 40 Siegen die meisten eines Torwarts in der Western Conference und die zweitmeisten aller Torhüter in der NHL feiern. Nur Holtby war noch etwas besser. Der 30-Jährige brachte es 2015/16 bei einer Fangquote von 91,8 Prozent zu einem Gegentrefferschnitt von 2,22. Bei den olympischen Winterspielen 2010 gewann er mit den USA die Silbermedaille.

NHL-Karriere: 475 Spiele, 252-162-51, 91,6%, GAA 2,27

5. Cory Crawford, Chicago Blackhawks

Mit Crawford ist auch der dritte kanadische Torhüter, der auch für den World Cup of Hockey nominiert wurde, unter den Top 5 dieser Bestenliste. Auch wenn sich der 31-Jährige immer wieder einmal einen Patzer leistet, die Konstanz, mit der er schon seit Jahren den Kasten der Blackhawks hütet, ist beeindruckend. Zweimal, 2013 und 2015, gewann er mit Chicago den Stanley Cup und in jenen Jahren wurde er auch mit der William M. Jennings Trophy ausgezeichnet. Lange Zeit hatte es man Crawford nicht zugetraut, dass er den Nummer 1 Posten über eine gesamte Saison hindurch ausfüllen könne. In den vergangenen zwei Spielzeiten widerlegte er diese Mutmaßung mit einer Rettungsquote von jeweils 92,4 Prozent. Letzte Saison führte er alle Torhüter mit sieben Shutouts an.

NHL-Karriere: 326 Spiele, 182-97-39, 91,8%, GAA 2,34

6. Henrik Lundqvist, New York Rangers

Vor zwei Jahren wäre der schwedische Ausnahmeschlussmann in einem solchen Ranking ganz sicher noch unter den ersten Drei gelandet, doch der 34-Jährige muss so langsam seinem Alter Tribut zollen. In den vergangenen zwei Spielzeiten plagten ihn doch immer wieder kleinere und größere Verletzungssorgen, so dass die unbestrittene Nummer 1 der New York Rangers in der Saison 2014/15 nur zu 46 Einsätzen kam. 2015/16 stand Lundqvist wieder 65 Mal im Kasten der Blueshirts und erreichte bei einer Fangquote von 92,0 Prozent einen Gegentrefferschnitt von 2,48. Beide Werte liegen unter dem Durchschnitt seiner NHL-Karriere, die 2005/06 bei den Rangers begann. Lundqvist wird auch das Tor der Tre Kronor beim World Cup of Hockey 2016 hüten.

NHL-Karriere: 685 Spiele, 374-229-72, 92,1%, GAA 2,28

7. Roberto Luongo, Florida Panthers

Dass die Panthers in der vergangenen Saison so positiv überraschen konnten, war auch der Verdienst ihres Schlussmanns. In Sunrise, Florida fühlt sich Luongo halt doch am wohlsten. Mit einer Rettungsquote von 92,2 Prozent in 62 Partien kam der mittlerweile 37-Jährige schon nahe an seinen Karrierebestwert von 93,1 Prozent aus der Saison 2003/04. An Luongo lag es auch nicht, dass Florida in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2016 ausschied. In den sechs Partien konnte er 93,4 Prozent der Schüsse, die auf seinen Kasten kamen, abwehren. Seine größten internationalen Erfolge feierte Luongo mit Team Kanada bei den Olympischen Winterspielen 2010 und 2014, bei denen er jeweils Gold holte.

NHL-Karriere: 926 Spiele, 436-350-33-78, 91,9%, GAA 2,49

8. Tuukka Rask, Boston Bruins

An Rask lag es nicht unbedingt, dass die Bruins in der letzten Saison die Playoffs verpassten. Der finnische Torhüter blieb zwar ebenfalls hinter den in den Vorjahren gezeigten Leistungen, war aber eine Konstante im Spiel der Bruins und ist weiterhin ein Meister seines Fachs. Das hat auch das Management von Team Finnland erkannt und ihn in den Kader für den World Cup of Hockey 2016 aufgenommen. In den 64 Partien, die der 29-Jährige 2015/16 bei Boston zum Einsatz kam, wehrte er 91,5 Prozent aller Schüsse ab. Auch wenn es der schlechteste Wert in den letzten acht Jahren war, der Vezina Trophy Gewinner von 2014 ist immer noch ein brillanter beweglicher Torhüter mit sagenhaften Reflexen.

NHL-Karriere: 330 Spiele, 167-103-43, 92,4%, GAA 2,24

9. Petr Mrazek, Detroit Red Wings

Dem tschechischen Torhüter, den die Red Wings beim NHL Draft 2010 in der fünften Runde an 141. Stelle gezogen haben, steht eine große Zukunft noch bevor. In der vergangenen Saison konnte Mrazek des Öfteren beweisen, dass sich seine Vorderleute auf ihn verlassen können. Mit ihn als Nummer 1 dürften die Red Wings auch in die kommende Saison starten. Es wäre keine schlechte Wahl. Mrazek, der für Team Tschechien am World Cup of Hockey 2016 teilnehmen wird, parierte 2015/16 92,1 Prozent der Schüsse und kam auf einen Gegentrefferschnitt von 2,33. Trotz seiner erst 24 Jahre strahlt Mrazek eine ungeheure Ruhe auf seine Vorderleute aus und gibt niemals auf, auch wenn man glaubt er sei längst geschlagen.

NHL-Karriere: 94 Spiele, 46-30-8, 92,0%, GAA 2,29

10. Marc-Andre Fleury, Pittsburgh Penguins

Viele denken, wenn sie den Namen Fleury hören, an die vergangenen Playoffs als der 31-Jährige Torhüter, auf dem Weg zum Titelgewinn seiner Penguins, nach seiner Verletzungspause nur zu einem vollen Einsatz kam und in Spiel 5 des Eastern Conference Finales gegen die Tampa Bay Lightning vier Tore einstecken musste. Man tut ihm aber unrecht, wenn man sein Ausnahmekönnen nur an dieser Partie messen würde. Der zweifache Stanley Cup Champion lieferte zuvor in der regulären Saison 2015/16 herausragende Vorstellungen ab. Er egalisierte mit einer Fangquote von 92,1 Prozent seinen persönlichen Bestwert aus der Spielzeit 2007/08 und stellte mit einem Gegentrefferschnitt von 2,29 eine persönliche Bestmarke auf. Zweifelsfrei zählt der Frankokanadier, den die Penguins beim NHL Draft 2003 an Nummer 1 gezogen haben, immer noch zu den besten Torhütern in der Liga und er ist eine echte Nummer 1.

NHL-Karriere: 653 Spiele, 357-206-2-59, 91,2%, GAA 2,56

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