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Predators wollen im Winter Classic zu alter Stärke finden

Das Team aus Nashville ist von der bisherigen Saison enttäuscht, sieht das Spiel unter freiem Himmel aber als Chance zur Wende

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Die Nashville Predators stehen vor einem Ereignis, dass die beteiligten Spieler wohl nie vergessen werden. Am 1. Januar treten sie im Bridgestone NHL Winter Classic 2019 im Cotton Bowl Stadium in Dallas um 20 Uhr MEZ gegen die Dallas Stars an. Das Spiel wird unter freiem Himmel stattfinden und das erste Spiel seiner Art im Süden der USA sein.

"Es bedeutet uns natürlich viel, in so einem Spiel anzutreten. Nicht viele Spieler haben das Glück, an einem solchen Spiel teilzunehmen und vor einem solchen Publikum anzutreten", ist Nashvilles Stürmer Mikael Granlund begeistert. Der Finne hatte bereits drei Mal als Profi die Möglichkeit, ohne Dach über dem Kopf anzutreten, zwei Mal in Helsinki, ein Mal in der NHL mit den Minnesota Wild. "Das wird ein wichtiges Spiel und ein wichtiges Ereignis für uns."

Die Predators dürfen sich von der Atmosphäre und den besonderen Umständen allerdings nicht blenden lassen, denn es stehen zwei wichtige Punkte zu einem womöglich entscheidenden Zeitpunkt der Saison auf dem Spiel. Hinzu kommt, dass die Stars ein direkter Konkurrent in der Central Division sind und die beiden Teams durch das ständige Aufeinandertreffen eine gewisse Rivalität teilen.

"Das ist ein wichtiges Spiel", betonte Kapitän Roman Josi. "Wir sind in der Tabelle nicht da wo wir sein wollen. Dallas steht vor uns. Es ist wegen der Tabellensituation ein wichtiges Spiel, es ist auch ein wichtiges Spiel, weil wir in den vergangenen Playoffs gegen sie ausgeschieden sind und diese Saison haben wir das erste Spiel gegen sie verloren. Das ist ein wichtiges Spiel für uns und wir freuen uns auf diese Chance."

Die Predators sicherten sich in den vergangenen beiden Spielzeiten den Division-Titel und 2018 sogar die Presidents' Trophy. Ihr Anspruch ist der eines echten Favoriten, sie wollen um den Stanley Cup mitspielen. In der aktuellen Saison laufen die Dinge jedoch absolut nicht nach ihrer Vorstellung. Nach 38 Spielen bedeuten 42 Punkte (18-14-6) den elften Platz in der Western Conference und den sechsten Platz in der Central Division. Gerade in dieser Situation kann ein Spiel, das das Team aus dem Alltag der Liga reißt, ein Wendepunkt werden.

"Wir sind frustriert", gab Center Ryan Johansen zu. "In den letzten beiden Spielen wollten wir etwas Zählbares. Wir haben gekämpft und gebissen, um Punkte zu holen und in der Tabelle nach oben zu kommen. Dieses Spiel kann uns viel Selbstvertrauen bringen."

Die Predators traten nach den Weihnachtsfeiertagen in zwei Tagen zwei Mal gegen die Pittsburgh Penguins an und verloren das erste Spiel zu Hause mit 5:2, das zweite auswärts mit 6:4. Vier Punkte aus diesen Spielen hätten sie auf Platz vier in der Division und den ersten Wildcard-Platz der Conference gebracht. Umso wichtiger, dass in Dallas nun nach über einer Woche erstmals wieder Punkte auf ihr Konto wandern, denn mit einer Niederlage droht ein immer weiter wachsender Rückstand auf die Playoff-Plätze.

 

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"Das ist eine großartige Chance für uns", zeigte sich Granlund optimistisch und sieht die besonderen Bedingungen als Möglichkeit, den bisher holprigen Rhythmus des Teams zu brechen. "Nach der Pause über Weihnachten sind die beiden Spiele natürlich nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt hatten, da ist das natürlich eine gute Chance, das Ruder rumzureißen. Das ist ein wichtiges Spiel."

Trotz aller Enttäuschung ist die Saison für die Predators noch lange nicht gelaufen. Vergangene Saison befanden sich die St. Louis Blues zum gleichen Zeitpunkt am Tabellenende, kämpften sich in die Playoffs und gewannen den Stanley Cup. Die Predators sind bei weitem nicht in einer so schlechten Position, der Rückstand auf die Plätze an der Sonne ist gering und das Team hat das Potenzial zu einer starken zweiten Hälfte der Saison. Ein kleiner Funke, etwa ein Sieg in einem so viel beachteten Spiel, könnte ihnen die Initialzündung geben, um doch noch eine großartige Saison zu erleben. Ein gutes Zeichen ist, dass den Spielern das bewusst zu sein scheint.

"Ja, wir sind immer noch nah an einem Playoff-Platz", betonte Stürmer Viktor Arvidsson. "Daran müssen wir denken, wir sind noch im Rennen, alle kämpfen um die Wild Card und in unserer Division sind wir nah am dritten Platz. Jetzt müssen wir einfach weitermachen und kämpfen."

Ein Tor im richtigen Moment, zwei Punkte im richtigen Spiel, das kann den Ausschlag geben, zwischen einer Saison, die alle vergessen wollen und einer Saison, an die sich jeder ein Leben lang erinnern wird. Die Predators haben die Chance ihr eigenes Glück selbst in die Hand zu nehmen, nun liegt es an ihnen, was sie daraus machen.

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