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Auf Kevin Fiala ist Verlass

Schweizer Stürmer der Predators holt die Kohlen aus dem Feuer und macht zwei Assists beim Sieg gegen Vegas

von Marc Rösch / NHL.com/de Autor

Womöglich hatte der gebürtige Schweizer Kevin Fiala einen etwas holprigen Start. In den ersten elf Spielen der neuen Spielzeit gelangen ihm lediglich drei Scorerpunkte (1 Tor, 2 Assists). Spätestens seit dem jüngsten 4:1-Erfolg gegen die Vegas Golden Knights, an dem er mit zwei Torvorlagen einen wesentlichen Anteil hatte, scheint er jedoch endgültig in der Saison 2018/19 angekommen zu sein.

Die Nashville Predators, eines der stärksten Teams der laufenden Spielzeit, lagen am Dienstagabend zur Mitte der Partie gegen die Vegas Golden Knights mit 0:1 im Hintertreffen, ehe die Minute von Fiala und Ryan Hartman schlug.  

Zwei Mal innerhalb von nur 57 Sekunden leistete Fiala die Vorarbeit zu Hartmans sehenswerten Treffern und leitete somit die Wende ein. In der 33. Spielminute bewies er an der gegnerischen blauen Linie ein gutes Auge und spielte die Scheibe quer zu Hartman. Dieser ließ seine Klasse aufblitzen, tankte sich mit einem tollen Move durch die Abwehr der Golden Knights und ließ nach einem Rückhandschuss in die Maschen die Torsirene aufheulen.

 

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Kurze Zeit später spielten die Predators-Angreifer einen 3-auf-1-Sturmlauf mustergültig aus. Fiala trieb die Scheibe an der rechten Bande in das Drittel der Golden Knights und bediente Hartman mit einem schönen Querpass. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und knallte das Spielgerät mit einem satten One-Timer in das Gehäuse von Vegas.

"Es fühlte sich großartig an", beschrieb der Torschütze Hartman seine Gefühlslage, nachdem er zuvor sieben Spiele in Folge keinen Schuss mehr versenkt hatte. "Es ist wirklich toll, mal wieder zu treffen."

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Dass die Spieler aus der Tiefe des Kaders wie Hartman oder Fiala zuletzt mit ein paar Ladehemmungen zu kämpfen hatten, tat dem Erfolg der Predators keinen Abbruch. Mit 18 Punkten stehen sie an der Spitze der Tabelle und als sich ihre ansonsten verlässlichen Punktelieferanten wie ein Filip Forsberg oder Ryan Johansen gegen Vegas einmal zurücknahmen, lieferten Hartman und Fiala ab.

"Heute wollte ich einfach richtig spielen, wollte die richtigen Entscheidungen treffen", erzählte Fiala. "Ich meine, es ist ein einfaches Spiel. Man sollte eben nicht zu viel nachdenken, über Tore oder was auch immer. Wir haben heute unsere Chancen bekommen. Wenn man aufhört über gewisse Dinge nachzudenken, dann läuft es. Und heute, da hat es offensichtlich geklappt."

Am Dienstag lieferten die Predators vor eigenem Publikum in der Bridgestone Arena zunächst eine äußerst dürftige Leistung ab. Im ersten Spielabschnitt bekamen sie keinen Zugriff aufs Spiel und gerieten folgerichtig gegen clever agierende Golden Knights ins Hintertreffen. Das Bild änderte sich jedoch ab dem Mitteldrittel schlagartig.

"Wir haben viel über unsere Starts und unsere Heimspiele im Allgemeinen gesprochen", sagte Hartman. "Wir waren mit unserem Spiel nicht wirklich zufrieden und das hat man nach dem ersten Drittel in der Kabine eindeutig gespürt. Ich denke, nach den ersten Wechseln haben wir das Heft etwas mehr in die Hand genommen. Wir haben Chancen kreiert und die Füße etwas mehr bewegt. Wir haben in der Offensive mehr herausgespielt. Wir haben im zweiten Drittel einen guten Job gemacht und das Momentum in das dritte Drittel mit reingenommen."

Weil auch noch Calle Jarnkrok in der 47. Spielminute nach einer 2-gegen-1-Situation und Viktor Arvidsson 2:18 Minuten vor dem Spielende per Empty-Netter trafen, fuhren die Predators letztendlich einen ergebnismäßig ungefährdeten Heimsieg ein und erkämpften sich ihren Sonnenplatz in der Tabelle zurück.

 

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Diesen gilt es für die Predators nun zu verteidigen. Und diese Mission startet am Donnerstag mit einer denkbar kniffligen Aufgabe. Dann gastieren sie bei den Tampa Bay Lightning, die ähnlich famos in die Saison gestartet sind und nur ein Pünktchen hinter ihnen auf dem zweiten Rang in der ligaweiten Tabelle lauern. Dank der Erkenntnis, dass, wenn es brenzlig wird, auch auf die hinteren Reihen um Fiala und Hartman Verlass ist, kann Nashville diese Herausforderung äußerst positiv angehen.

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