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Predators erzwingen in Verlängerung Spiel 7

von Shawn Roarke / NHL.com

NASHVILLE -- Es ist leicht über Charakter zu reden, aber viel schwieriger ihn zu beweisen.

Die Nashville Predators bewiesen am Montag ihre mentale Stärke.

Spiel sechs war der letzte Test des Durchhaltevermögens der Predators, für die in einem in einem weiteren entscheidenden Spiel nichts richtig lief, im ersten entscheidenden Spiel des Western Conference Halbfinales gegen die San Jose Sharks, das dritte Mal das sie in diesen Playoffs mit dem Rücken zur Wand standen.

Nashville – die "nervtötenden Predators", wie Linksaußen Colin Wilson sein Team gerne nennt – kämpfte sich durch das Loch am Anfang und den dadurch entstandenen 2-0 Rückstand und andere Probleme, zu einem 4-3 Sieg in Verlängerung und erzwang Spiel 7 am Donnerstag in San Jose.

Die Wende in Spiel sechs zeigt was die Predators die ganze Saison bestimmte.

Sie gaben nicht auf, als die Saison schwächer losging als erwartet. Sie wollten nicht klein beigeben, als die Anaheim Ducks in Runde eins drei Spiele in Folge gewannen und Nashville zum ersten Mal an den Rand des Ausscheidens brachten. Sie zögerten auch nicht, als sie in Anaheim in Spiel sieben antreten mussten, ein spannender 2-1 Sieg.

Aufgeben liegt nicht in der Natur dieser Predators.

"Das ist unser Leben und unsere Saison und man weiß nie, wann man die letzte Chance hat", sagte Nashville Torwart Pekka Rinne, der einen abenteuerlichen Abend hinter sich hatte und zwei Tore kassierte, nachdem er bereits am Boden lag.

Das zweite, das San Jose 3-2 in Führung brachte, fiel durch Logan Couture nach 10:04 im dritten Drittel.

Aber Rinne blieb standhaft.

Er machte einen wichtigen Save gegen Joonas Donskoi in der ersten Minute der Nachspielzeit, 66 Sekunden bevor sein Teamkollege Viktor Arvidsson nach 2:03 den Siegtreffer machte.

"Keiner wünscht sich mehr zu diesem dritten Tor zurück als er", sagte Predators Trainer Peter Laviolette. "Ihm wurde das Bein gestellt und sie konnten dieses wichtige Tor schießen. Ich denke unsere Reaktion mit Wilsons Ausgleich wenig später war wirklich gut. Aber im Ernst, Rinne war herausragend in dieser Serie und wenn wir gewinnen, ist er einer der Gründe dafür."

Arvidsson blieb auch standhaft.

Er war während der ganzen Serie gegen die Sharks auffällig, nutzte seine Schnelligkeit um die Abwehr der Sharks zu terrorisieren, konnte aber nichts verwerten. Er hatte während der dreifachen Verlängerung beim Sieg in Spiel vier einige der besten Chancen, wurde aber immer von Sharks Torwart Martin Jones gestoppt.

Am Montag wurde Arvidsson in die erste Reihe versetzt, um der mehr Schwung zu verleihen.

Er hat seinen Job das ganze Spiel lang gut gemacht und lieferte dann einen der eindrucksvollsten Momente der bisherigen Playoffs.

"Natürlich fühlt sich das gut an", sagte Arvidsson über sein erstes NHL Playofftor. "Ich hatte viele Chancen, konnte aber keine nutzen."

"Ich habe die Scheibe Richtung Tor geschickt und versucht sie voll zu erwischen und sie ging über seine Schulter. Es war schön zu sehen wie er rein ging."

Die Predators erwarten mittlerweile so eine hartnäckige Einstellung voneinander. Sie wurden zusammengeschweißt, von diesem längsten März in der Vereinsgeschichte.

Daher war das desaströse erste Drittel kein großes Ding für sie. Sie ließen die Probleme in der Offensive und die zwei Tore von San Joses Stürmer Chris Tierney hinter sich und fragten einander, was sie besser machen könnten.

Das waren nicht wir im ersten Drittel. Wir haben unser Potential nicht ausgeschöpft", sagte Wilson.

Das machten sie für den Rest des Spiels und dominierten das Spiel.

"Das ist unser Charakter", sagte Verteidiger Roman Josi, der das erste Tor für Nashville spät im ersten Drittel erzielte. "Wir sind die ganze Saison über durch harte Zeiten gegangen und haben nie aufgegeben. Wir arbeiten immer hart und heute wurden wir dafür belohnt."

"Man weiß nie wie ein Spiel laufen wird und wenn man damit nicht zufrieden ist, muss man seine Spielweise ändern."

Nur Teams mit einem starken Charakter können diese Veränderungen mitten im Spiel gegen andere Topteams durchführen. Das ist nicht leicht und erfordert viel Vertrauen und Glauben an das Team. Deswegen gibt es zu dieser Jahreszeit so wenige Comebacks.

Die Predators schafften es am Montag. Damit haben sie sich eine weitere Chance in Spiel sieben verdient. Und die nehmen sie gerne an.

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