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Predators mit positiver Bilanz gegen Chicago

Die Blackhawks entwickeln sich langsam zu einem Lieblingsgegner der Predators

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Rückblende: Am 25. Oktober 1998 traten die Nashville Predators als neugegründetes NHL-Franchise zum ersten Mal gegen die Chicago Blackhawks an, die zu diesem Zeitpunkt, 71 Jahre nach ihrer Gründung, bereits eine feste Institution in der NHL waren.

Die Predators leisteten im United Center mehr Widerstand als den favorisierten Hausherren lieb gewesen war. Sie gingen in der ersten Viertelstunde durch einen Shorthander von Scott Walker, einen Treffer von Patric Kjellberg sowie ein Überzahltor von Sergei Krivokrasov mit 3:0 in Führung, mussten sich dann aber, nachdem Christian Laflamme sowie Chad Kilger die Blackhawks herangebracht und Blair Atcheynum zu Beginn des Schlussabschnitts den alten 2-Tore-Vorsprung wieder hergestellt hatte, doch noch den Blackhawks geschlagen geben. Ein Doppelschlag von Tony Amonte und Kilgers zweiter Treffer innerhalb der letzten fünf Spielminuten dieser furiosen Partie bescherte Chicago einen 5:4-Heimerfolg.

Von den ersten acht Begegnungen der neuen Rivalen in der Central Division verloren die Predators deren sechs, eine Partie endete mit einem Remis (1-6-1-0). Es sollte bis zur Spielzeit 2005/06 dauern, bevor das Team aus der 'Music City' erstmals am Saisonende eine positive Bilanz (19-18-4-0) gegen die, von Ende der 90er bis in das erste Jahrzehnt der 2000er Jahre hinein, ansonsten wenig erfolgreichen Blackhawks vorweisen konnte.

Chicago entwickelte sich in den 2010er Jahren zu einer Macht in der Western Conference, qualifizierte sich achtmal hintereinander für die Stanley Cup Playoffs und gewann dreimal den Stanley Cup (2010, 2013, 2015). Auf ihrem Weg zu ihren Triumphen von 2010 und 2015 kamen den Blackhawks zweimal die Predators in die Quere. Sie sollten sich aber nicht als Stolperstein für die Überflieger aus der 'Windy City' herausstellen. Mit 4:2 Siegen entschied Chicago die Serien klar für sich.

Als Wendepunkt des Kräfteverhältnisses zwischen den Kontrahenten könnten die Playoffs im vergangenen Frühling herhalten. Während der regulären Saison hatten sich die Predators mit einem Torverhältnis von 13:20 noch viermal geschlagen geben müssen (1-4-0), doch in der Playoff-Erstrundenserie schickten sie die Blackhawks mit einem 'Sweep' (4:0 Siege) vorzeitig in die Sommerpause und drangen bis in das Stanley Cup Finale vor.

Aus dem David ist ein Goliath geworden!

29.11.2017: In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch untermauerten die Predators ihre neue Rolle mit einem 3:2-Erfolg in der heimischen Bridgestone Arena gegen keinen Geringeren als den sechsfachen Stanley Cup Champion. Unter Hinzunahme der vier Playoffpartien hat Nashville fünf der letzten sechs Begegnungen mit den Blackhawks für sich entscheiden können und hatte nur einmal, bei der Overtime-Niederlage in Chicago am 15. Oktober 2015, das glücklichere Ende nicht für sich.

Video: CHI@NSH: Josi trifft im Powerplay gegen Forsberg

Cheftrainer Peter Laviolette schafft es immer wieder seine Mannschaft taktisch perfekt auf die Partien gegen die Blackhawks einzustellen - vor allem hinten sollen sie kompakt stehen. Nur fünf Gegentreffer ließ die Hintermannschaft der Predators in den drei Saisonauftritten gegen Chicago zu. Auch Nashvilles Gesamtbilanz von 48-47-4-9 aus den 108 Begegnungen mit den Hawks in der regulären Saison kann sich mittlerweile durchaus sehen lassen.

Nashvilles Schweizer Teamkapitän Roman Josi kennt das Erfolgsrezept. "Wir treten zurzeit mit richtig viel Selbstvertrauen auf und ich glaube, dass wir einen enorm tiefen Kader haben. Wir haben vier starke Angriffsreihen, drei gute Verteidigerpaare und großartige Torhüter", ließ Josi NHL.com wissen.

Nach zehn doppelten Punktgewinn aus den vergangenen zwölf Spielen (10-1-1) liegen die Predators punktgleich mit den zweitplatzierten Winnipeg Jets auf dem dritten Tabellenrang in der Central Division, und ihr Abstand auf die St. Louis Blues als Tabellenführer beträgt nur noch zwei Zähler, während der Vorsprung gegenüber dem ewigen Rivalen aus Chicago auf sechs Punkte angewachsen ist.

Josi drückt jedoch, ganz Profisportler, auf die Euphoriebremse: "Es ist wahr, dass dieser Monat für uns richtig gut verlaufen ist und wir möchten das auch fortsetzen. Wir wissen aber ebenso, wie schwer das sein wird. Es gibt noch einiges, was wir verbessern können und daran müssen wir arbeiten."

Sollten die Predators Josis Worte umsetzen, dann sind die Aussichten ihrer kommenden Gegner auf einen 'Zweier' nicht rosig. Am Donnerstagabend werden sich die Vancouver Canucks in Nashville die Ehre geben.

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