Skip to main content

Pittsburgh Penguins gelingt der Serienausgleich

Der Titelverteidiger setzt sich nach hartem Kampf mit 1:0 gegen die Ottawa Senators in Spiel Zwei knapp durch

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Es war die erwartete Geduldsprobe für die Pittsburgh Penguins in Spiel Zwei des Eastern Conference Finales zwischen dem Titelverteidiger aus der Stahlstadt und dem vermeintlichen Underdog, den Ottawa Senators. Am Ende sollte ein einziger Treffer von Phill Kessel im Schlussdrittel den Unterschied zu Gunsten der Pinguine ausmachen.

Knapp sieben Minute vor dem Ende gelang es Kessel, der zuvor bereits sichtbare Zeichen der Frustration zeigte, immer wieder laut fluchend und mit dem Kopf schüttelnd auf der Bank der Pens zu sehen war, da er zusammen mit seinen Stürmerkollegen einfach kein Mittel gegen die kompakte Abwehr der Gäste zu finden schien, der alles entscheidende Torerfolg.

Die Geduld der anrennenden Gastgeber sollte damit am Ende dann doch noch belohnt werden. Sehr zu deren Erleichterung natürlich. Denn damit konnten die Jungs aus Pittsburgh die Serie nun zum 1:1 ausgleichen und gehen optimistisch in die nächsten beiden Begegnungen der Serie in Ottawa.

Nach zunächst erneut ungewöhnlich aggressivem und engagierten Start in das Spiel zogen sich die Gäste aus der kanadischen Hauptstadt im Laufe der 60 Minuten immer weiter zurück, waren gegen Ende der Begegnung fast ein komplettes Spieldrittel lang ohne eigenen Torschuss.

Der Siegtreffer durch Kessel, übrigens wunderschön vorbereitet von Evgeni Malkin, zeichnete sich also ab. Lediglich Anderson hatten es die Senators zu verdanken, dass man nicht schon eher ins Hintertreffen geriet.

Zwar lockerte man dann in den Schlussminuten noch einmal den Abwehrriegel, nahm auch den Torhüter noch vom Eis um in den letzten Sequenzen des Spiels dann auch noch Marc-Andre Fleury ein paar Mal zu prüfen, doch war der Erfolg der Gastgeber dadurch nicht mehr wirklich zu gefährden.

Dion Phaneuf überzeugte durch einige spektakuläre Hits, verletzte bei einem davon jedoch auch Bryan Rust. Auch Justin Schultz wurde durch eine Attacke von Mike Hoffman offenkundig aus dem Spiel genommen.

Insgesamt war es eine sehr umkämpfte und körperliche Begegnung in der PP Paints Arena zu Pittsburgh.

Nach insgesamt 23 Rettungstaten konnte sich so Marc-Andre Fleury am Ende über seinen insgesamt 10. Playoff-Shutout freuen. Wirklich gefährdet wurde dieser aber auch nur im ersten Spieldrittel und in der Schlussphase des Spiels.

Siegtorschütze Kessel gab sich nach dem Heimerfolg sehr erleichtert: "Ich bin so froh, dass wir am Ende einen Weg gefunden haben dieses Spiel zu gewinnen. Beim Tor war natürlich auch etwas Glück mit dabei, aber wir hatten ein großes Übergewicht an Chancen." Angesprochen auf seine deutlich sichtbare Frustration vor dem Siegtreffer lächelte der Matchwinner nur: "Das ist eben ein emotionales Spiel."

Mitspieler Chris Kunitz lobte den Siegtorschützen auf Seiten des Titelverteidigers auch entsprechend: "Phil ist immer gefährlich, wenn er auf dem Eis ist. Er gibt nie auf. Und wenn wir am Ende gewinnen, dann ist natürlich alles gut, dann darf er auch ansonsten gerne machen was er will" lächelte er mit Hinblick auf die auffälligen Frustrationszeichen seines Teamkollegen an diesem Abend vor dem Tor. "Ich weiß auch nicht was er da dann immer erzählt, wenn er mit sich selber auf der Bank spricht."

Und auch Marc-Andre Fleury blickte mit einem Lächeln in Richtung des Siegtorschützen: "So ist er eben. Er ist emotional und ist immer voll dabei."

Deutlich schlechtere Laune nach dem Spiel naturgemäß bei Ottawas Trainer Guy Boucher: "Das erste Drittel war gut, das Zweite ganz ok, doch im dritten Drittel war es dann einfach deutlich zu wenig von uns." Und weiter analysierte er nach dem Spiel: "Wir haben heute leider insgesamt nicht den Einsatz gezeigt den ich mir gewünscht hätte. Daher hatten wir am Ende nicht so viele Torchancen. Der puckführende Spieler hätte unsererseits deutlich mehr unterstützt werden müssen, wenn man gegen einen so guten Gegner am Ende dann auch wirklich Erfolg haben will."

Weiter geht es in der Serie mit Spiel Drei am Mittwoch in der kanadischen Hauptstadt.

Video: Kessel, Fleury führen Pens zu Spiel 2 Shutout-Sieg

Mehr anzeigen