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Fünf Fragen mit Mike Sullivan

Penguins Coach spricht über seine Torhüter und das Aufkommen von Verteidiger Justin Schultz

von Dan Rosen @drosennhl / NHL.com Senior Writer

NHL.com's Interviewreihe namens "fünf Fragen mit..." läuft über die Saison hinweg. Wir sprechen mit Schlüsselfiguren des Sports und stellen ihnen Fragen um Einblick in ihr Leben, ihre Karriere und die neuesten Schlagzeilen zu erlangen.

Die jüngste Ausgabe mit Pittsburgh Penguins Coach Mike Sullivan:

Hier sind Fünf Fragen mit Mike Sullivan:

Als erstes werfen wir einen Blick auf das große Ganze. Nach dem Gewinn des Stanley Cups standen die Herausforderungen des Sommers bevor. War es da schwer, in einer eigentlich ruhigen Zeit das Team wieder zusammenzustellen. Lief es so wie Sie es sich erwartet haben?

"Wir haben einige Herausforderungen erwartet. Vielleicht haben wir auch die mangelnde Konstanz zum Saisonstart vorhergesehen. Deshalb haben wir versucht, den Jungs eine positive und nach vorne gerichtete Einstellung einzutrichtern. Das ist eine neue Saison, eine neue Herausforderung. Wir sind ein neues Team auch wenn wir viele alte Spieler haben. Das war die Message die wir an unsere Truppe senden wollten. Wir brauchen eine nach vorne gerichtete Einstellung und dürfen nicht in den Rückspiegel schauen. Wir wollten unsere Lehren aus der Meisterschaft ziehen aber das bedeutet nicht, dass wir uns darauf ausruhen wollten. Sie soll uns voran bringen und den Blick auf die neue Herausforderung eröffnen.

"Ich denke, unsere größte Herausforderung ist und war es, so viel zu investieren, wie es benötigt, diese Liga zu gewinnen. Es ist eine sehr umkämpfte Liga. Es zählt nicht, wo ein Team in der Tabelle steht, wenn dein Team mit der falschen Einstellung und einer fehlenden Hingabe in das Spiel geht. Dann riskierst du es, geschlagen zu werden, egal gegen wen du spielst. Man muss immer wieder neu investieren. Tag für Tag. Spiel für Spiel. Das fordert unsere Jungs wirklich heraus."

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Und das was Sie sagen, spiegelte sich am Samstag wieder. Marc-Andre Fleury musste 41 Saves machen und dennoch habt ihr 2-1 nach Verlängerung verloren. Ist es nicht überraschend, dass ein Team mit dem Stammbaum der Penguins seine Lehren auf so schmerzliche Weise ziehen muss? Oder ist das einfach Teil des Geschäfts?

"Ich denke, dass es in diesem Geschäft einfach so ist. Es liegt in der menschlichen Natur. Das macht den Spaß des Trainerseins aus. Es ist eine ganze Gruppe mit ihrer eigenen Dynamik. Man versucht das Beste aus der Truppe rauszuholen und man macht in einer Saison Ebben und Fluten durch. Es ist unausweichlich, dass die Liga einen immer wieder aufs Neue herausfordert. Man nimmt diese Herausforderungen an, zieht seine Lehren daraus und versucht als Team besser zu werden. Dieser Prozess ist einfach unvermeidbar, egal was in der Vergangenheit war. In unserer Gruppe gibt es diese Einstellung, dass wenn wir auf eine gewisse Art und Weise spielen, wir auch jedes Team der Liga schlagen können und wir ein sehr wettbewerbsfähiges Team sind. Wir haben gezeigt, dass wir in Spielen zurückkommen können. Wir haben gezeigt, dass wir das Spiel richtig spielen können und sehr wettbewerbsfähig sind. Also glaube ich, dass es diesen Glauben im Raum gibt, der uns sagt, dass wir eine sehr leistungsfähige Truppe sind. Dennoch weiß ich, dass wir Abend für Abend sicherstellen müssen, dass wir gewissenhaft sein müssen und mit der richtigen Einstellung und mit der korrekten Hingabe auftreten müssen, damit wir gewinnen. Das ist die Herausforderung in dieser Liga. Wir müssen alle mit einem engen Spielplan umgehen. Es hängt von den Abenden ab. Manchmal gibt es diese Back to Back Spiele. Wir hatten erst vier Spiele an sechs Abenden. Dieser Spielplan fordert dich immer wieder aufs Neue heraus. Wir suchen als Team keine Entschuldigungen. Wir glauben an das nicht. Wir glauben an Lösungen und Antworten und wir suchen nach Spielern, die den Unterschied machen. Das ist die Sprache, die wir mit unseren Spielern sprechen. Im Übrigen hat das Team im Dezember noch nicht in der regulären Spielzeit verloren. Es ist immer noch sehr erfolgreich in dieser Saison. Finden Sie es richtig, immer auf einigen kleinen Dingen herumzumäkeln, obwohl das große Ganze zeigt, dass die Penguins sehr erfolgreich waren und auch heute sehr gut dastehen?

"Wir versuchen uns einfach auf den Prozess zu fokussieren. Du kannst die Ergebnisse auf kurzer Sicht nicht immer kontrollieren. Du kannst auch mal auf einen heißen Torhüter treffen. Es gibt äußere Umstände, die hast du einfach nicht in deiner Hand. Diese beeinflussen auch das Ergebnis. Was du aber beeinflussen kannst, ist der Prozess. Es ist deine Einstellung, deine Hingabe, deine Anstrengung. Es geht um deine Umsetzung. Es geht darum, ob wir die richtigen Dinge tun. Denken wir richtig, spielen wir mit der nötigen Energie und der Hingabe um Erfolg zu haben? Darauf müssen wir uns Tag für Tag konzentrieren. Werden wir besser? Entwickeln wir uns als Team und als Individuum richtig weiter) Es gibt Ebben und Fluten, die das Team durchmachen muss. Zu Beginn hatten wir ein dynamisches Powerplay, 16 bis 17 Spiele lang. Wir waren in den Top-Vier der Liga mit ungefähr 20 Prozent. Wir haben Spiele gewonnen. Dann waren wir bei 5-gegen-5 verwundbar. Wir fühlten, dass uns die Konstanz fehlt, aber wir haben angefangen, als Team besser zu werden, und unser Powerplay ist schlechter geworden. Also stehst du vor der Herausforderung, dein Powerplay wieder zurück zu bringen. Ich denke, das ist ein Prozess, den jedes Team in der Liga durchmacht. Diese Liga fordert dein Team in jeglicher Hinsicht heraus. Die Teams, die die Fähigkeit haben, richtig zu antworten und diese Rückschläge wegstecken, haben langfristig Erfolg. Das versuchen wir Tag für Tag mit den Jungs. Werden wir als Team besser? Wir haben einen hohen Standard und eine hohe Erwartungshaltung gesetzt, also versuchen wir die Jungs jeden Tag herauszufordern. Unvermeidlich geben dir die Spiele ein sofortiges Feedback darüber, wie die Dinge stehen und ob du als Team besser wirst. Es ist dieser kontinuierliche Prozess, sich auf Details zu konzentrieren. Wenn wir die Dinge richtig machen, über die wir die Kontrolle haben, werden wir mit der Zeit hoffentlich ein besseres Team.

Wie ist es so, dass zwei Torhüter System mit Marc-Andre Fleury und Matt Murray durchzuziehen? Nach welchen Kriterien legen Sie fest, wer wann spielt?

"Nun, das ist ohne Frage eine Herausforderung, doch ich geh davon aus, dass die meisten Trainer in dieser Liga diese Art der Herausforderung mögen. Wir haben zwei sehr verlässliche Jungs. Wir haben zwei Nummer 1 Torhüter, die beide gezeigt haben, dass sie legitimierte Nr. 1 NHL Torhüter sind. Wir haben versucht, sie beide zu involvieren aber das auf einer Weise, die unserem Team jeden Abend die besten Siegchancen gewährleistet. Ich denke, weshalb es so gut klappt ist, dass Marc und Matt so großartige Menschen sind. Sie unterstützen sich gegenseitig. Ich denke, sie erkennen die Umstände und es ist von niemandem der Fehler. Es ist einfach so, dass sich unser Team und die Liga so entwickelt haben. Matt ist ein junger Torhüter, der in der letzten Saison aufgekommen ist, als Marc verletzt war. Er hatte großen Erfolg. Ich denke, das ist eine Herausforderung für unser Team im positiven Sinne. Wir haben zwei wirklich verlässliche Jungs und versuchen genug Eiszeit für beide zu bekommen, damit sie beide auf ihrem besten Leistungsniveau bleiben. Wir wollen unseren Erfolg aufrechterhalten.

Ich sehe mir gerade Justin Schultz an und es wirkt so, als ob es bei ihm endlich Klick gemacht hat. Vielleicht hat ihm der Tapetenwechsel aus Edmonton nach Pittsburgh gut getan. Vielleicht sind es die Siege. Warum hat sich der Junge Ihrer Meinung nach so entwickelt, dass er 27 Minuten spielen kann, so wie letztens gegen die Los Angeles Kings?

"Ich denke, dass Justing viel Zuspruch für seine Bemühungen benötigt. Er hat viel Engagement gezeigt und sich auf beiden Seiten des Eises verbessert. Wir wussten als wir ihn verpflichteten, dass wir einen Jungen bekommen, der offensiv viel zu bieten hat. Er hat gute Instinkte. Er ist sehr beweglich. Er kann sehr gut mit der Scheibe umgehen. Er ist gut im Powerplay Wir wussten, dass das seine Stärken sind und dass er unserem Team auf diesen Gebieten helfen wird. Ich denke, Justin hat sehr viel Anerkennung dafür verdient, dass er sich so reinhängt und sich in seinem Spiel ohne Puck sehr verbessert hat. Sein Verteidigungsspiel, sein Positionsspiel, sein Stickhandling, er ist nun ein effektiver Verteidiger auch abseits des Pucks. Er hat hier große Fortschritte gemacht. Unser Trainerteam versuchte Zeit mit Justin zu verbringen und ihm auf diesen Gebieten zu helfen. Jacques Martin und Sergei Gonchar haben viel Zeit mit ihm verbracht. Sie haben Videos angesehen und versucht ihm beim Training zu helfen. Aber letztendlich ist der Spieler selbst dafür verantwortlich ob es klappt. Ich schätze es sehr, dass Justin die Herausforderung angenommen hat, die wir ihm entgegengebracht haben. Ich denke sein Selbstbewusstsein ist auf einem Allzeithoch. So wie ich das beurteilen kann, verdientermaßen. Er hat sehr gut für uns gespielt. Nun mit Kris Letang und Trevor Daley haben wir ihn gebeten, eine noch wichtigere Rolle zu übernehmen. Er bekommt deutlich mehr Eiszeit und er nutzt diese Chance. Wir brauchen ihn zurzeit wirklich."

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