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Die Rolle körperbetonter Spieler in den vorderen Reihen

Patrick Maroon hofft auf einen Platz an der Seite von Draisaitl und McDavid, auch dank seiner physischen Präsenz

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

In der NHL gibt es viele Spieler, Verteidigerpaare und Angriffsreihen, die Beachtung finden und über die viel gesprochen, oft auch geschwärmt wird. Eines der Duos, die seit der vergangenen Saison am meisten Aufsehen erregen, ist aber definitiv die Offensivmacht Connor McDavid und Leon Draisaitl. Die beiden jungen Stürmer sind maßgeblich am Erfolg der Edmonton Oilers in der vergangenen Saison beteiligt. Beide sind schnelle, technisch versierte Angreifer, mit einem starken Torinstinkt.

Doch eine Reihe besteht aus drei Spielern und der dritte im Bunde, Patrick Maroon, hatte ebenfalls die beste Saison seiner Karriere. Er spielte die meiste Zeit über mit den beiden Stars in einer Formation und erzielte 27 Tore und 42 Punkte in 81 Partien, beides persönliche Bestwerte. Sicherlich ist ein großer Teil dieser Ausbeute der Tatsache geschuldet, dass er diese Partner an seiner Seite hatte und dessen ist sich Maroon auch bewusst.

"Natürlich hätte ich ohne diese beiden keinen solchen Erfolg gehabt, aber man muss auch stolz auf seine eigene Leistung sein", erklärte Maroon und gibt die Bedeutung seiner Mitspieler zu. "Sie sind unglaubliche Spieler und ich muss einfach so weiter machen, um weiterhin mit ihnen auflaufen zu können."

Video: EDM@BOS: Maroon, McDavid im Zusammenspiel

Wer tatsächlich in der ersten Reihe der Oilers stehen wird, bleibt zu sehen. McDavid und Draisaitl scheinen gesetzt, man kann einfach nicht ignorieren, wie sehr die beiden harmonieren und welch beängstigende Gefahr sie für jeden gegnerischen Torwart und Verteidiger darstellen. Für den dritten Platz gibt es mehrere Kandidaten, doch Maroon ist fest entschlossen sich zu empfehlen.

Er unterscheidet sich deutlich von den beiden Top-Scorern, doch vielleicht ist er gerade deshalb eine gute Ergänzung, um wieder ein schlagkräftiges Trio aufs Eis zu schicken. Mit seinen 29 Jahren ist der Amerikaner aus St. Louis deutlich älter, als seine Kollegen. Er ist 1,91 Meter groß und 104 Kg schwer und nutzt diese Maße im Spiel effektiv. Damit kann er nicht nur Pucks erobern und seinen Spielern Platz verschaffen, er kann damit auch vor dem Tor parken. Vor dem gegnerischen Tor, beißen sich Verteidiger an Maroon die Zähne aus. Damit nimmt er nicht nur den Keepern die Sicht und zieht Abwehrspieler auf sich, er steht auch stets bereit, um die Versuche seiner Teamkollegen abzufälschen, oder den Nachschuss zu verwandeln.

Dieser Rolle ist sich Maroon auch bewusst: "Mit den beiden zu Spielen, hat mir vergangene Saison wirklich geholfen. Sie sehen Dinge, die andere Spieler nicht sehen. Ich habe einfach versucht, meinen Beitrag zu leisten, meine Größe und Kraft einzusetzen, mich vor dem Tor zu positionieren und habe gehofft, dass sie den Puck zu mir bringen, oder ich einen Abstauber landen kann, wenn sie schießen."

Video: BOS@EDM: McDavid und Maroon zusammen zum Tor

Gepaart mit Maroons durchaus beachtlichen Fähigkeiten mit dem Puck und seinem nicht zu unterschätzenden Torinstinkt, kann er auch in Zukunft durchaus eine sinnvolle und wertvolle Kombination mit Draisaitl und McDavid sein.

Diese Kombination, aus echten Scorern und einem harten Spieler, der stets zum Tor zieht, führt immer wieder zum Erfolg. Eines der besten Beispiele dafür, ist wohl Tomas Holmstrom, der für die Detroit Red Wings 15 Spielzeiten lang mit Größen wie Henrik Zetterberg, Pavel Datsyuk, Nicklas Lidstrom, Sergei Fedorov, Brendan Shanahan und Steve Yzerman auf dem Eis stand.

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