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Grubauer und MacKinnon versprühen Hoffnung

Avalanche sehen sich nach Sieg in Spiel 4 gegen Sharks zurück in der Serie und gehen weitere Aufgaben optimistisch an

von Stefan Herget @NHLde / NHL.com/de Chefautor

Die Serie der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs zwischen den Colorado Avalanche und den San Jose Sharks ist durch den 3:0-Erfolg der Avalanche im Heimspiel von Spiel 4 am Donnerstag auf 2:2 ausgeglichen. Doch nicht nur der Stand steht unentschieden, die komplette Serie verdeutlichte bisher, wie ebenbürtig sich beide Teams sind.

Erneut entschieden nur Nuancen über Sieg und Niederlage. Ein glänzend aufgelegter Philipp Grubauer feierte den ersten Shutout seiner Karriere in den Playoffs mit 32 Saves und hielt die Sharks erstmals seit Spiel 4 der ersten Runde gegen die Vegas Golden Knights ohne Torerfolg, während Nathan MacKinnon, Colin Wilson und Erik Johnson für die Hausherren trafen.

"Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass derjenige, der das erste Tor schießen, gewinnen würde", sagte Sharks-Trainer Peter DeBoer. "Sie haben das Tor gemacht."

Anders als in Spiel 3, ebenfalls im Pepsi Center, das die Sharks am Dienstag mit 4:2 für sich entschieden, konnten die Avalanche dieses Mal besser ihre Schnelligkeit in Tormöglichkeiten umsetzen und gaben den Sharks weniger einfache Puckverluste, die diese wiederum in Chancen oder gar Tore ummünzen hätten können.

Video: SJS@COL, Sp4: Grubauer grätscht und wehrt Nyquist ab

"Ich denke wir waren von Beginn an präsenter und haben ihnen weniger Möglichkeiten gegeben, uns zu überraschen", analysierte MacKinnon folgerichtig. "Wir waren auch in der Lage, entsprechend Druck auf ihre Verteidigung auszuüben und so mehr Zeit in ihrer Zone zu verbringen."

MacKinnon war es, der eine dieser Sequenzen zum 1:0 in der 31. Minute nutzte. Avalanche-Verteidiger Cale Makar schoss den Puck von über dem rechten Bullykreis aus Richtung Tor, Stürmer Mikko Rantanen fälschte diesen ab, doch Sharks-Torhüter Martin Jones zeigte den Save, wobei die Scheibe nach vorne und oben abprallte und MacKinnon goldrichtig stand, um im zweiten Versuch aus der Luft einzunetzen.

MacKinnon machte es in dieser Szene Center Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins nach, der aus derselben Stadt Cole Harbour in Nova Scotia stammt, gut mit ihm befreundet ist und häufiger Tore in dieser Art markiert. "Das war wie Sid?", überlegte MacKinnon. "Ich weiß es nicht. Das bin nicht ich. Es war eines der ersten Male, das ich das gemacht habe. Es fühlte sich gut an."

Video: SJS@COL, Sp4: MacKinnon aus der Luft zur Führung

Normalerweise ist McKinnon keiner, der solche Tore schießt, sondern eher mit Geschwindigkeit ins gegnerische Drittel eindringt und dann mit einem strammen Schuss abschließt oder von den Mitspielern angespielt wird und direkt abzieht. Das Wühlen vor dem Tor gehört nicht zu seinen Stärken und das überlässt er gerne anderen.

"Danke Gott, dass er in unserer Mannschaft ist, weil er viele von uns alt aussehen lässt, so viel ist sicher", schwärmte Johnson. "Aber was für ein Spieler! Er ist klar auf einem anderen Level gerade und lässt sich davon einfach nur tragen. Er will uns so weit bringen, wie nur irgendwie möglich."

MacKinnon führt die NHL-Scorerwertung in den Playoffs mit 13 Punkten (sechs Tore, sieben Assists) an. Er kann außerdem die längste durchschnittliche Eiszeit (23:33 Minuten) aller Avalanche-Spieler, für einen Stürmer sehr ungewöhnlich, weil normalerweise Verteidiger länger auf dem Eis stehen, vorweisen.

 

[Hier findest du alles über die SJS-COL Serie]

 

Die Nummer 29 von Colorado verkörpert genau das Spiel der gesamten Avalanche-Mannschaft, welches entscheidend in der Serie sein wird, wenn sie es konsequent betreiben können. Die Sharks müssen durch Schnelligkeit und Hartnäckigkeit unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden. Attribute, die Avalanche-Trainer Jared Bednar in Spiel 3 zu sehr vermisst und daran die Niederlage festgemacht hat.

Es scheint so, als ob San Jose die Kräfte zehrende Serie gegen Vegas über die vollen sieben Spiele bis in die Verlängerung hinein, Körner gekostet haben und die Avalanche durch ihre einwöchige Pause weniger müde Beine verspüren. Ein Vorteil, den sie nutzen sollten, wollen sie noch einmal wie in Spiel 2 im SAP Center von San Jose die kommende Aufgabe gewinnen und in der Serie erstmals in Führung gehen, um dann Spiel 6 zu Hause mit einem Matchball zu bestreiten.

Zum ersten Mal seit dem Jahr 2004 hat Colorado wieder sechs Spiele in den Playoffs gewinnen können und sie haben sicher Appetit auf mehr. Die Best-of-7-Serie wird am Samstag (10 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS; So. 4 Uhr MESZ) mit Spiel 5 in San Jose fortgesetzt. 

Insbesondere Grubauer und MacKinnon werden dann wieder gefordert sein. Sie scheinen Spaß daran gefunden zu haben.

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