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Grubauer befindet sich in bestechender Form

Torhüter der Capitals betreibt in den vergangenen Wochen erfolgreiche Eigenwerbung

von Axel Jeroma / NHL.com/de Autor

Torhüter Philipp Grubauer von den Washington Capitals befindet sich in bestechender Form. Beim 2:0-Auswärtssieg seines Teams am Samstag gelang dem 26-jährigen Rosenheimer der zweite Shutout in dieser Saison. Bei seinen jüngsten sechs Starts im Gehäuse der Hauptstädter gingen die Capitals fünfmal als Sieger vom Eis. Grubauer kassierte dabei lediglich 1,33 Gegentreffer im Schnitt und kam auf eine exzellente Fangquote von 95,4 Prozent. Mit 27 Partien hat er mehr Hauptrunden-Spiele bestritten, als jemals zuvor in einer Spielzeit. Sein bisheriger Spitzenwert stand bei 24 Begegnungen und resultierte aus der Saison 2016/17.

 

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Zwischen 15. und 19. Februar, 24. und 27. Februar sowie 6. und 10. März stand er jeweils bei drei Begegnungen hintereinander zwischen den Pfosten, wenngleich nicht immer von Beginn an. Dreimal löste er die etatmäßige Nummer eins der Capitals, Braden Holtby, ab. Der Kanadier, der seit Jahren zu den Besten seines Fachs zählt, schwächelte in dieser Saison mehrfach. Das lässt sich auch an seiner Bilanz von 1-5-2 aus den zurückliegenden acht Begegnungen ablesen, bei denen er in Washingtons Startformation stand.

Da trifft es sich gut, dass die Capitals mit Grubauer einen ausgezeichneten Backup in der Hinterhand haben. Im Match bei den Sharks stellte er einmal mehr seine Klasse unter Beweis. Insgesamt 24 Schüsse wehrte er an diesem Abend im SAP Center ab. Die größte Rettungstat vollbrachte er zu Beginn des letzten Abschnitts, als er einen Schuss des frei vor ihm aufgetauchten Sharks-Verteidiger Brenden Dillon aus der Luft pflückte und so den Ausgleich verhinderte. Dank Grubauers Reaktionsschnelligkeit nahm Washington beide Punkte aus San Jose mit und eroberte damit die Tabellenführung in der Metropolitan Division zurück.

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Die meiste Arbeit beim Gastspiel in Kalifornien musste der Oberbayer gleich im ersten Abschnitt verrichten, als er zwölf Chancen der Sharks mit seinen Paraden vereitelte. Ein Umstand, der Grubauer durchaus zupasskam. "Das hat mir geholfen, schnell ins Match hineinzufinden", sagte er im Anschluss an die Begegnung. Zugleich räumte er ein, dass es die Glücksgöttin Fortuna gut mit den Capitals meinte. "Das hätte heute auch andersherum laufen können, bei den vier oder fünf Pfostenschüssen der Sharks. Aber natürlich sind wir froh über die zwei Punkte."

Ein ähnliches Gefühl der Zufriedenheit dürfte sich bei Washingtons Coach Barry Trotz eingestellt haben. Er weiß, dass er sich jederzeit auf die Dienste des Deutschen verlassen kann. Gerade im Hinblick auf die im kommenden Monat beginnenden Playoffs sind das wichtige Erkenntnisse. Denn ohne ein funktionierendes Goalie-Tandem ist der Traum vom Gewinn des Stanley Cups nicht zu verwirklichen.

Und wer weiß: Vielleicht führen Grubauers erfolgreiche Darbietungen dazu, dass sein Engagement bei den Capitals über diese Saison hinaus andauert. Der laufende, mit 1,5 Millionen US-Dollar dotierte Kontrakt endet im Sommer. Obwohl der Rosenheimer mehrfach deutlich machte, dass er die Backup-Rolle so schnell wie möglich abstreifen will, hält er einen Verbleib in der US-Hauptstadt durchaus für denkbar. "Grundsätzlich bleibt es mein Ziel, die Nummer eins bei einem NHL-Klub zu werden. Dafür bin ich bereit, auch irgendwo anders hinzugehen. Ich könnte mir aber genauso gut vorstellen, noch ein Jahr bei den Capitals zu bleiben. Man wird sehen, wie sich die Dinge entwickeln", sagte er vor Kurzem im Gespräch mit NHL.com/de.

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