Skip to main content

Penguins Weg zum Cup im Finale über Sharks

von Stefan Herget / NHL.com
Die Pittsburgh Penguins haben nach einem 3-1 Erfolg in Spiel 6 des Stanley Cup Finales gegen die San Jose Sharks die Serie mit 4-2 und damit zum vierten Mal in ihrer Franchisegeschichte nach 1991, 1992 und 2009 den Stanley Cup gewonnen.

Diese Serie war unglaublich hart umkämpft und die einzelnen Spiele äußerst knapp. Drei von den sechs Partien wurden nur durch ein To Unterschied entschieden, zwei davon in der Verlängerung. Das 3-1 der Penguins in Spiel 4 und Spiel 6 fiel jeweils erst knapp zwei Minuten vor dem Ende, ebenso das 4-2 der Sharks in Spiel 5 durch Joe Pavelski.

Wir geben noch einmal einen Rückblick auf die Serie bis zur Stanley Cup Verleihung und fassen die einzelnen Ereignisse zusammen.

30. MAI: SPIEL 1 IN PITTSBURGH, PIT 3, SJS 2

Die Serie begann mit Spiel 1 am Montag, den 30. Mai im Consol Energy Center von Pittsburgh. Die Hausherren wollten von Beginn an zeigen, wer hier heimisch ist und markierten gleich im ersten Drittel durch die Youngster Bryan Rust und Connor Sheary einen Doppelpack in der 13. und 14. Minute zu einer 2-0 Führung nach dem ersten Drittel.

Die Sharks hatten wohl eine gute Kabinenansprache, denn sie kamen wie verwandelt heraus. Zudem half ihnen, dass Tomas Hertl in der 24. Minute das erste Powerplay der Gäste zum 1-2 Anschlusstreffer verwerten konnte. Patrick Marleau sorgte in der 39. Minute für weitere Ernüchterung in der prall gefüllten Arena, indem er den nicht unverdienten Ausgleich erzielte.

Pittsburgh indes merkte nun, dass es an der Zeit war, wieder mehr zu tun und sie kamen im dritten Drittel wieder besser ins Spiel. Obwohl die Sharks ihrerseits auch Möglichkeiten hatten, in Führung zu gehen, erzielte diese Nick Bonino auf der anderen Seite 2:33 Minuten vor dem Ende. Die Penguins führten in der Serie mit 1-0.

1. JUNI: SPIEL 2 IN PITTSBURGH, PIT 2, SJS 1 (OT)

Zwei Tage nach dem Spiel 1 trafen sich beide Kontrahenten erneut in Pittsburgh. Wieder übernahmen die Penguins die Initiative und waren agiler als ihre Gäste. Kapital daraus konnten sie jedoch nur in der 29. Minute durch einen Treffer von Phil Kessel unter der Vorarbeit von Bonino und Carl Hagelin.

Ansonsten stand Pittsburgh gut in der Defensive und ließ nicht viel zu. Trotzdem gelang den Sharks durch einen Schuss von Justin Braun gut vier Minuten vor dem Ende durch Freund und Feind hindurch der Ausgleich und die Partie ging in die Verlängerung.

Dort dauerte es nicht lange bis zur Entscheidung. Vor einem Bully in der gegnerischen Zone besprach sich Sidney Crosby mit Kris Letang und Sheary, gewann das Anspiel zu Letang, dieser passte zu Sheary, der mit einem verdeckten Schuss Martin Jones im Tor der Sharks zum Sieg überwand.

Fatal für die Sharks nicht nur die Niederlage zum 2-0 Rückstand in der Serie, sondern auch, dass sich in dem Spiel Hertl, ihr bester Spieler in der Serie soweit verletzte und nicht mehr auflaufen konnte.

4. JUNI: SPIEL 3 IN SAN JOSE, SJS 3, PIT 2 (OT)

Die Serie wechselte vom Bundesstaat Pennsylvania in das gut 4200 Kilometer entfernte Kalifornien. Das SAP Center war nicht nur durch eine intensive Lichtshow elektrifiziert. Mit Spannung wurde das erste Stanley Cup Final-Heimspiel der Sharks von den Fans erwartet.

Wieder gingen die Penguins durch Ben Lovejoy in der 6. Minute mit 1-0 und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Braun in der 10. Minute, in der 40. Minute durch Patric Hornqvist mit 2-1 in Führung.

Doch San Jose kämpfte sich erneut zurück und konnte durch Joel Ward kurz nach Ende einer abgelaufenen vier Minuten Strafe wegen hohen Stocks mit einem Verzweiflungsschuss, der für Pens Torhüter Matt Murray wohl haltbar war, den Gleichstand herstellen, der bis zum Ablauf der 60 Minuten Bestand hatte.

In der Verlängerung hatten die Penguins die besseren Möglichkeiten, aber Joonas Donskoi wurde nach 12:18 Minuten schließlich der Held für die Sharks, indem er das Tor umkurvte und vorne angekommen von links hoch im kurzen Eck perfekt abschloss.

6. JUNI: SPIEL 4 IN SAN JOSE, PIT 3, SJS 1

San Jose war heiß darauf nachzulegen und die Serie auszugleichen, doch Pittsburgh spielte sehr clever sein taktisches Konzept, gefördert durch die abermalige Führung von Ian Cole in der 8. Minute, die von Evgeni Malkin in der 23. Minute in Überzahl sogar auf 2-0 ausgebaut wurde. Eine Bürde, die sich für die Hausherren als zu hoch erwies.

Die Sharks warfen zwar im dritten Drittel noch einmal alles in die Waagschale und hatten nun die größeren Spielanteile. Mehr als der Anschlusstreffer durch Melker Karlsson in der 49. Minute sprang jedoch nicht heraus. Torhüter Murray machte mehrere gute Chancen von San Jose zu Nichte und rehabilitierte sich für seine weniger gute Leistung zwei Tage zuvor. Eric Fehr machte zwei Minuten vor dem Ende mit dem 3-1 alles klar.

Damit konnte bereits in Spiel 5 in Pittsburgh drei Tage später die Serie entschieden werden.

9. JUNI: SPIEL 5 IN PITTSBURGH, SJS 4, PIT 2

Spiel 5 begann spektakulär mit vier Toren in den ersten 5:06 Minuten. Noch nie gab es so etwas in einem Stanley Cup Finale. Die Sharks gingen durch Burns und Logan Couture nach nicht einmal drei gespielten Minuten mit 2-0 in Führung, doch die Penguins schlugen innerhalb von 22 Sekunden durch Malkin und Carl Hagelin zurück. Trotz dieses Fiaskos konnte San Jose erneut in Führung gehen. Karlsson markierte in der 16. Minute für die Gäste das 3-2.

Im zweiten und dritten Drittel erzeugten die Penguins viel Druck, aber der Ausgleich wollte nicht gelingen. Jones stand häufig im Mittelpunkt des Geschehens und machte seine Sache hervorragend. Er ließ am Ende keinen weiteren Gegentreffer zu und verbuchte 44 Saves.

1:20 Minute vor dem Ende konnte Joe Pavelski durch seinen Schuss ins, für einen weiteren Feldspieler von Murray verlassene, Gehäuse seinen ersten Treffer der Serie und 14. der Playoffs und somit das entscheidende 4-2 erzielen. Die geplanten Feierlichkeiten in Pittsburgh wurden gesprengt und stattdessen ging es zurück nach San Jose.

12. JUNI: SPIEL 6 IN SAN JOSE, PIT 3, SJS 1

Die Stimmung im SAP Center brodelte als die Mannschaften auf das Eis kamen. Das Kommando im ersten Drittel übernahmen aber trotzdem die Penguins, die insgesamt in den ersten 20 Minuten mehr hochkarätige Chancen hatten und in der 9. Minute durch Brian Dumoulin im Powerplay mit 1-0 in Führung gingen.

Im Mittelabschnitt drückten die Sharks auf den Ausgleich, der in der 27. Minute durch Couture fiel. Allerdings schlugen die Penguins prompt zurück und gingen nur etwas mehr als eine Minute später durch Kris Letang erneut in Führung. Weitere Möglichkeiten auf beiden Seiten blieben ungenutzt.

Die Penguins verließen sich zu Beginn nicht auf ihre Defensive und legten selbst den Vorwärtsgang ein. San Jose tat sich schwer selbst Akzente zu setzen, was sie eigentlich hätten tun müssen. Sie schafften nur einen Torschuss im Schlussabschnitt, was zu wenig war, um die Penguins noch einmal in Gefahr zu bringen. Patric Hornqvist machte 62 Sekunden vor dem Ende alles klar. Der Stanley Cup war zurück in Pittsburgh.

Statistik der Serie:

Penguins Sharks
Siege 4 2
Erzielte Tore 15 12
Torschüsse 206 139
Powerplay 3/13 1/12
Powerplay % 23,1 8,3
Unterzahl % 91,7 76,9
Strafminuten 28 30
Checks 173 245
Mehr anzeigen