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Pittsburgh siegt an symbolträchtigem Datum

Die Penguins wiederholen ihren Sieg von 2015 am gleichen Tag und wollen sich wie damals wieder nach oben kämpfen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Das Ende des Jahres, rund um die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel, ist für viele eine Zeit der Wunder und des Neuanfangs. Einen solchen Neuanfang erhoffen sich momentan auch die Pittsburgh Penguins, die ihren eigenen Ansprüchen in der aktuellen Saison bisher nicht gerecht werden konnten. Nach 36 Partien stehen erst 39 Punkte auf dem Konto (18-15-3) und die Tordifferenz lautet -10 (104:114).

Am Donnerstag konnten sie aber einen wichtigen Sieg gegen die Columbus Blues Jackets einfahren, einem direkten Konkurrenten in der starken Metropolitan Division. Sie mussten zwar über die volle Distanz, bis in das Penaltyschießen gehen, doch am Ende gewannen sie das Heimspiel verdient mit 3:2. Von diesem Sieg erhoffen sich die Penguins, dass er die Wende einleitet.

"Wir müssen einen Weg finden, ein paar Siege zu holen", erklärte Penguins Kapitän Sidney Crosby vor dem Duell. "Wenn man sich die Division ansieht, wie eng alles ist, da sind das natürlich wichtige Spiele. Wir brauchen die Punkte und wir wollen vor der Weihnachtspause einen starken Endspurt hinlegen."

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Zumindest die erste der beiden Partien, die vor den Feiertagen noch anstanden, haben sie für sich entschieden, und das ausgerechnet an einem Datum, dass für zwei wichtige Teammitglieder eine besondere Bedeutung hat. Genau zwei Jahre zuvor, am 21. Dezember 2015, sah es auch nicht wirklich rosig aus für das Team aus Pennsylvania. In 32 Begegnungen hatte man 35 von 64 möglichen Punkten geholt, eine Ausbeute von 54,7% (15-14-3). Eine solche Quote reicht im Normalfall nicht für einen Playoffplatz. Besonders die erste Dezemberhälfte fiel katastrophal aus. Von neun Auftritten konnten die Penguins nur zwei gewinnen (2-6-1), was die Entlassung von Trainer Mike Johnston zur Folge hatte.

Mike Sullivan, der jetzige Coach der Penguins, beerbte Johnston am 12. Dezember, musste aber zunächst vier Niederlagen hinnehmen. Bei dem damals letzten Misserfolg stand erstmals auch ein junger Mann im Tor, der noch von sich reden machen sollte. Matt Murray hatte am 19. Dezember Anteil am Schlusskapitel der Niederlagenserie, doch dann kam der 21. Dezember. Der Gegner: Die Columbus Blue Jackets. Murray sicherte sich mit 22 Saves seinen ersten NHL-Sieg und half Coach Sullivan und Pittsburgh die Negativserie zu beenden.

Die Formkurve stieg stetig an und am Ende der regulären Saison belegten die Penguins schließlich den zweiten Platz im Osten. Murray spielte auch da wieder eine entscheidende Rolle. Er musste kurz vor Saisonende für den verletzten Marc-Andre Fleury einspringen, am Schluss standen neun Siege in 13 Partien für Murray zu Buche. Auch in den Playoffs, während denen er seinen 22. Geburtstag feierte, glänzte er wieder mit 15 Siegen in 21 Spielen und führte die Penguins zum Stanley Cup Sieg.

Solch eine Verbesserung soll auch in dieser Saison wieder stattfinden und die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Die bisherige Bilanz ist ähnlich wie 2015 vor dem Sieg am 21. Dezember. Nach 35 Spielen betrug die Punktausbeute 52,9% (17-15-3) und erneut ging es gegen die Columbus Blue Jackets. Vor dem Duell brachte am Dienstag außerdem General Manager Jim Rutherford die Penguins in Bewegung, indem er Torhüter Michael Leighton und Verteidiger Jamie Oleksiak durch Transfers erstand. Das sorgte nicht nur für etwas mehr Tiefe im Kader, sondern war auch ein Zeichen zum Aufbruch, zur Veränderung. Die Partie am Donnerstag ging erneut an Pittsburgh, wenn auch dieses Mal erst im Penaltyschießen.

 

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Die späte Entscheidung täuscht jedoch über den Spielverlauf. Die Penguins waren das klar bessere Team und ihre Gegner aus Ohio hatten es lediglich den erneut überragenden Leistungen ihres Startorhüters Sergei Bobrovsky zu verdanken, dass sie die reguläre Spielzeit mit einem Remis überstanden. 39 Saves gelangen dem Russen, womit er die Stürmer der Penguins zum Verzweifeln brachte. Die ließen sich aber nicht entmutigen und konnten ihn am Ende doch noch überwinden.

Dieser erste Sieg gegen einen direkten Konkurrenten könnte nun ein wichtiger Schritt zu einer erneuten Erfolgsphase sein.

"Wenn man gegen die Rivalen aus der eigenen Division spielt, haben die Teams meist eine gemeinsame Geschichte, Rivalitäten entstehen und es werden emotionale Spiele", erklärte Trainer Mike Sullivan. "Ich denke, wir spielen am besten, wenn wir leidenschaftlich sind, wenn wir mit Enthusiasmus antrteten. Wenn wir die Gelegenheit haben, gegen einen Konkurrenten aus der Division anzutreten, können wir diese Emotionen vielleicht nutzen, um uns als Team zu verbessern."

Nun gilt es am Samstag nachzulegen, wenn die Anaheim Ducks in Pittsburgh zu Gast sind, den von Kapitän Crosby geforderten Endspurt vor den Feiertagen zu zeigen und sich die Grundlage für die Rückkehr zur gewohnten Form der letzten Saisons zu erkämpfen.

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