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Pittsburgh holt ersten Sieg im Finale gegen Nashville

Obwohl sie nur auf 12 Torschüsse im gesmaten Spiel kamen, gewannen die Pens 5-3 gegen die Preds

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Das erste Spiel des Stanley Cup Finales ist vorbei, die Pittsburgh Penguins gehen mit einem 5-3 Sieg gegen die Nashville Predators in Führung. Damit ist der erste Schritt der Mission Titelverteidigung getan, Siegtorschütze war Toptorjäger Jake Guentzel.

Es war ein verrücktes Spiel in der PPG Paints Arena. Der sonst kaum überwindbare Pekka Rinne im Tor der Predators kassierte allein im ersten Drittel drei Tore bei acht Schüssen. Dabei sah es zunächst nach einer Führung für die Predators aus. P.K. Subbans Schuss hatte Torhüter Matt Murray bereits geschlagen, doch die Pens forderten den Videobeweis und das Tor wurde wegen Abseits aberkannt.

Nach 15:32 Minuten ging es dann los, Evgeni Malkin eröffnete für die Penguins zum 1-0. Der Russe bekam von Trevor Daley in doppelter Überzahl den Puck an der blauen Linie und jagte einen Schlagschuss ins Tor. Rinne war zwar noch dran, der Puck trudelte dennoch ins Netz.

65 Sekunden später erhöhte Conor Sheary auf 2-0. Sidney Crosby legte von hinter dem Tor in den linken Bullykreis zum aufrückenden Chris Kunitz, der direkt auf die rechte Seite zu Sheary weiterleitete, beim Direktschuss hatte Rinne dann keine Chance.

Nur Sekunden vor Ende des Drittels sorgte Nick Bonino für ein kurioses 3-0. Er wurde beim Vorstoß nach außen abgedrängt, schickte den Puck mit einer Hand Richtung Rinne, der wehrte ab und der Puck sprang vom eigenen Verteidiger ins Tor.

"Wir müssen uns mehr reinhängen", sagte Sheary. "Bis auf die fünf Minuten, in denen wir die drei Tore machten, hatten wir nicht viel Zeit in Offensive. Wir werden uns die Videos ansehen, und sehen, was wir lernen können."

Im zweiten Drittel drehten die Predators dann richtig auf, sie wollten sich das nicht gefallen lassen. Sie sorgten im Mittelabschnitt für ein sensationelles Torschussverhältnis von 9-0. Es war das erste Mal in den diesjährigen Playoffs, dass ein Team in einem kompletten Drittel keinen Torschuss kassierte.

"Wir haben denke ich gut gespielt", sagte Roman Josi. "Wir haben einen guten Forecheck gebracht, viel Druck gemacht, den Puck erobert, viele Schüsse und gute Szenen gehabt. Wir sind natürlich nicht zufrieden mit dem Ergebniss, aber mit unserer Leistung."

Belohnt wurden sie mit ihrem ersten Treffer. Ryan Ellis bekam im Powerplay auf der linken Seite den Puck von P.K. Subban und jagte ihn an Murray vorbei ins Netz. Es ist das erste Tor, dass die Predators in ihrer Vereinsgeschichte in einem Playofffinale erzielen.

Im Schlussabschnitt gab es weiterhin wenig Torschüsse und die Preds waren weiterhin das aktivere Team. Colton Sisson tippte im Powerplay einen Schuss von Roman Josi ins Tor zum Anschluss, Frederick Gaudreau machte mit seinem ersten Playofftor den Ausgleich.

Erst 3:17 vor der Schlusssirene gelang Jake Guentzel mit einem verdeckten Schuss die erneute Führung und Nick Bonino traf 62 Sekunden vor Spielende ins leere Tor.

Im gesamten Spiel schossen die Penguins nur 12 Mal aufs Tor der Predators, Nashville kam auf 26 Schüsse. Zwischndurch mussten die Pens 37 Minuten auf ihren nächsten Torschuss warten.

"Das war kein Bilderbuchsieg", erkannte auch Penguins Kapitän Sidney Crosby. "Wir müssen einiges verbessern. Was die Schüsse angeht, wir hatten Chancen, geblockte Schüsse, welche die vorbei gingen, es fühlte sich nicht so lange an, aber die Statistik lügt nicht."Eine Chance zur

Wiedergutmachung bekommen die Predators am Mittwoch in Spiel zwei, ebenfalls in Pittsburgh.

Video: Guentzel, Bonino führen Pens zu 5-3 Sieg in Spiel 1

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