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Penguins feiern Stanley-Cup-Gewinn mit den Fans

650.000 Zuschauer säumen die Straßen von Pittsburgh bei der Siegesparade des alten und neuen Champions

von Wes Crosby / NHL.com Korrespondent

PITTSBURGH - Geschätzte 650.000 Personen haben am Mittwoch die Siegesparade des alten und neuen Stanley-Cup-Champions Pittsburgh Penguins durch die Straßen der Stadt verfolgt. Das waren gut 250.000 mehr als nach dem Titelgewinn vor einem Jahr. Die Penguins fuhren wieder in Trucks die Grant Street entlang, bevor sie nach links auf den Boulevard of the Allies abbogen. Im Gegensatz zum letzten Jahr zogen die Spieler anschließend weiter zum Point State Park, wo zusätzlich tausende Fans Platz fanden.

Im Namen der gesamten Mannschaft möchte ich mich bei euch allen bedanken", rief Coach Mike Sullivan in die Menge. "Wir haben eine einzigartige Anhängerschaft", fügte er hinzu.

Einzigartig war das richtige Stichwort. Leo Miller, der um 17.30 Uhr aus Maryland in Pittsburgh eingetroffen war, wartete mit einem großen Baguette am Straßenrand. Er hoffte, dass Phil Kessel dadurch auf ihn aufmerksam würde. "Ich wünsche mir, dass sich Phil einen Teil des Brotes schnappt. Deswegen bin ich hier. Wenn er es macht, dann ist das der beste Tag in meinem Leben."

Zack Brickner fuhr sieben Stunden von Hampton, Virginia nach Pittsburgh. Brickner hatte sich als schwarzer Stanley Cup mit gelber Hose verkleidet und lief in dieser Aufmachung die Grant Street entlang. "Letztes Jahr hatte ich einen Stanley Cup auf dem Kopf. Als dann Patric Hornqvist vorbeifuhr, habe ich ihm den Pokal zugeworfen. Prompt hat er ihn in die Höhe gestemmt", erzählte er stolz.

Viele Anhänger standen dicht an der Absperrung oder versuchten aus Fenstern umliegender Gebäude einen Blick auf die vorbeifahrende Mannschaft zu erhaschen. Vom Rathaus hingen Banner, auf denen Glückwünsche für den zweifachen Champion zu lesen waren. Kanonen ließen einen gelb-schwarzen Konfetti-Regen niedergehen.

Diana Lowell aus der Nähe von Wheeling in West Virginia war begeistert von der gesamten Atmosphäre. "Das ist ein außergewöhnliches Event. Jeder feiert mit", sagte sie.

Kapitän Sidney Crosby reckte ab und an den Stanley Cup in die Höhe. An manchen Stellen stieg er vom Truck herunter und rannte mit dem Pokal in der Hand auf die Anhänger zu, so dass sie ihn selbst anfassen konnten. "Die Titelverteidigung ist das Ergebnis einer Kraftanstrengung des gesamten Teams", so Crosby. "Wenn man bedenkt, wie viele Verletzungen wir kompensieren mussten. Ich glaube, wir hatten am Ende über die gesamte Saison 34 Spieler im Einsatz. Ich bin so stolz auf die Mannschaft. Es ist wirklich etwas Besonderes, den Cup zweimal in Folge zu gewinnen."

Torhüter Marc-Andre Fleury war für viele der Star der Show, obwohl er kein Wort redete. Mit einem strahlenden Dauer-Lächeln fuhr er durch die Stadt. Immer wieder skandierten die Fans seinen Namen auf eine Weise, wie sie es in den vergangenen 13 Spielzeiten nicht getan hatten. Möglicherweise sehen ihn die Anhänger nicht mehr im Trikot der Penguins wieder. Fleury zog seine No-Movement-Klausel zurück und steht somit beim Expansion Draft 2017 für einen Transfer zu den Vegas Golden Knights zur Verfügung.

Der Beifall für Fleury brandete noch einmal stark auf, als er die Bühne betrat. Begleitet wurde er von Matt Murray, der ihn als Stammtorhüter abgelöst hatte. Beide nahmen den Stanley Cup in die Hände und stießen ihn gemeinsam empor

- Fleury auf der rechten, Murray auf der linken Seite.

Zuschauer Scott Goodwill outete sich als großer Bewunderer von Fleury in Pittsburgh. "Ich schätze sehr, was er für den Verein und die Stadt geleistet hat", betonte er. "Fleury war immer ein guter Teamplayer. Ich hoffe, dass er in den Playoffs nach Pittsburgh zurückkehrt, falls er zu einem Verein im Westen wechselt."

Die Spieler der Penguins schätzen ihr Publikum mindestens genauso wie die Fans ihre Idole. "Es ist toll, das alles mit euch zu teilen. Ich danke euch allen", rief Kapitän Crosby der jubelnden Menschenmenge zu.

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