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Penguins haben Anderson nicht genug getestet

Trotz viel Zeit in der offensiven Zone in Spiel 1 machte Pittsburgh zu wenig Druck auf gegnerischen Torhüter

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

PITTSBURGH - Die Niederlage der Pittsburgh Penguins in Spiel 1 des Eastern Conference Finales gegen die Ottawa Senators spiegelte ein anderes Bild wider, als wir zuletzt vom Titelverteidiger in der Serie der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Washington Capitals sahen.

Bei der 2-1 Niederlage nach Verlängerung am Samstag hatten die Penguins zwar wie so häufig zuvor in diesen Playoffs weniger Torschüsse zu verzeichnen als ihre Gäste, doch eine deutliche Änderung in der Spielentwicklung fiel auf.

Pittsburgh hatte weniger Probleme als erwartet, die neutrale Zone zu überbrücken, was normal als Spezialität der Senators gilt, dieses ihren Gegner besonders schwer zu machen. Die Penguins hatten viel Zeit in der gegnerischen Zone verbracht, doch ihnen gelang nicht den entsprechenden Ertrag daraus zu ziehen, geschweige denn genügend Torschüsse zu produzieren.

"Ich denke wir haben das wirklich gut gemacht", sagte Penguins Trainer Mike Sullivan. "Aus unserer Wahrnehmung hatten wir ausreichend genug Vorstöße. Wenn wir es nicht schafften, dann spielten wir den Puck tief. Ich denke nicht, dass das das Problem war. Wir hatten viel Zeit in der offensiven Zone."

Von Interesse in diesem Zusammenhang war auch, dass die Penguins 26 von 43 Bullies in den ersten vierzig Minuten verloren, doch 17 von 23 Anspiele im dritten Drittel gewannen. Dafür gab es einen Grund.

"Sie haben sehr viel ihre Beine genutzt", sagte Penguins Center Evgeni Malkin. "Turris, Pageau, sie setzten ihr linkes Bein ein und das macht es schwierig, aber wir müssen daraus lernen. Wir müssen das etwas trainieren, Videos anschauen. Es sind nicht nur die Center gefragt, wir müssen uns gegenseitig unterstützen."

Video: OTT@PIT, Sp1: Malkin gleicht per Tip-in aus

Gewonnene Bullies sind schließlich in der offensiven Zone wichtig, um Druck aufzubauen und in der defensiven Zone, um gegnerischen Druck zu verhindern und sich befreien zu können.

Sie waren mit ein Grund, warum Pittsburgh bei gleicher Mannschaftsstärke nur ein Torschussverhältnis von 17 zu 32 erreichte, aber nicht ausschließlich, denn im dritten Drittel lag das Verhältnis bei 6 zu 14 trotz der Tatsache, dass die Penguins sieben von acht in der offensiven Zone und fünf von sieben Anspielen in der eigenen Zone gewannen.

Fairerweise muss angemerkt werden, dass Pittsburgh durch Verteidiger Ron Hainsey und Stürmer Phil Kessel jeweils mit einem Schuss die Latte, sowie Stürmer Patric Hornqvist den linken Pfosten trafen, die in der Statistik nicht gezählt werden.

"Wir müssen Tore erzielen", entgegnete Malkin. "Latte und Pfosten sind keine Tore. Ein Tor ist nicht gut genug für unsere Mannschaft." Erst recht nicht mit fünf Überzahlspielen im Spielverlauf, vier davon im ersten Drittel und 45 Sekunden sogar in doppelter Überzahl.

"Das müssen wir uns merken, dass wir nicht zwangsläufig jedes Mal auf den nächsten Pass schauen", sagte Sullivan. "Ottawa verteidigt den Bereich, von wo Tore erzielt werden können, sehr gut und manchmal ist der beste Weg ein Schuss auf das Tor und auf den Nachschuss zu hoffen. Wir müssen also nach Möglichkeiten suchen, den Puck mehr zum Tor zu bringen."

Die Penguins werden daraus ihre Lehren für Spiel 2 am Montag (8 p.m. ET; NBCSN, CBC, TVA Sports) erneut in der PPG Paints Arena von Pittsburgh ziehen müssen. "Wir müssen vollstrecken", sagte Stürmer Chris Kunitz. "Wir müssen besser sein. Wir hatten Phasen, wo wir richtig gut in ihrer Zone waren, aber wir müssen mehr Pucks auf das Tor bringen. Ich denke wir wissen, dass wir genug Jungs haben, die dazu in der Lage sind. Sie werden sich das anschauen, sie werden bereit sein und sie werden für Spiel 2 bereit sein."

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