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Laine gelingt Hattrick gegen Landsmann Barkov

Erstes Duell der beiden finnischen Stars in Helsinki endet mit Sieg für Winnipegs Angreifer

von Axel Jeroma @nhlde / NHL.com/de Autor

Als der Stadionsprecher die Namen von Patrik Laine und Aleksander Barkov verkündete, gab es in der mit 13.490 Zuschauern ausverkauften Hartwall Arena in Helsinki kein Halten mehr. Die finnischen Zuschauer begrüßten die beiden Lokalmatadoren mit frenetischem Applaus. Sowohl Laine von den Winnipeg Jets als auch Barkov von den Florida Panthers standen am Donnerstag beim ersten von zwei Duellen beider Teams im Rahmen der NHL Global Series 2018 in der Startaufstellung. Am Ende stahl Laine seinem Landsmann im persönlichen Duell die Show. Der Außenstürmer erzielte beim 4:2-Sieg der Jets einen Hattrick, Barkov brachte es auf einen Assist.

Die Panthers erwischten den besseren Start. Bereits in den ersten drei Minuten hatten sie eine Reihe guter Einschussmöglichkeiten, doch Jets-Schlussmann Connor Hellebuyck war auf dem Posten. Im weiteren Verlauf befreite sich Winnipeg aus der Umklammerung, kam jedoch zunächst nicht zu nennenswerten Chancen. In der 15. Minute hatten die Jets zudem das nötige Quäntchen Glück, als Panthers-Angreifer Denis Malgin nur den Pfosten traf. Kurz vor Ende des ersten Abschnitts wendete sich das Blatt schlagartig. In der 18. Minute hatte Linksaußen Adam Lowry die Führung für die Jets auf dem Schläger, doch der nach seinem Rückhandschlenzer herumflatternde Puck fand nicht den Weg ins Tor. Wenige Sekunden später war es dann soweit. Mathieu Perreault traf mit einem Rebound nach einem Schuss von Center Bryan Little zum schmeichelhaften 1:0 (19.).

 

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Zum zweiten Durchgang kamen die Panthers erneut beherzter aus der Kabine als ihr Kontrahent. Diesmal belohnten sie sich für ihre Angriffsbemühungen. Winnipegs Jacob Trouba hatte sich eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellens gegen Malgin eingehandelt. Bereits 15 Sekunden nach der Hinausstellung klingelte es im Kasten der Jets. Auf Zuspiel von Barkov jagte Verteidiger Keith Yandle die Scheibe aus dem Slot in die Maschen - 1:1 (25.). Rund zehn Minuten später drehten die Jets den Spieß um. Als Alexander Petrovic eine Zeitstrafe wegen Beistellens abbrummte, schlug Laine das erste Mal zu. Mit einem Handgelenkschuss aus dem Bullykreis überwand er Panthers-Torwart James Reimer zum 2:1 (36.). Die Freude bei den Jets und ihrem Anhang währte allerdings nicht lange. Evgenii Dadonov nutzte eine Vorlage von Mike Matheson und stellte die Partie auf 2:2 (38.).

Video: WPG@FLA: Laine gelingt Hattrick in Finnland

Zu Beginn des letzten Drittels saßen zwei Panthers-Spieler gleichzeitig auf der Strafbank. Laine nutzte die 5-gegen-3-Überzahl zu seinem zweiten Powerplaytor an diesem Abend. Wieder beförderte er den Puck von der linken Seite ins Netz, diesmal allerdings mit mehr Schmackes als beim ersten Treffer (44.). Per Empty-Net-Goal in der 60. Minute besorgte er den 4:2-Endstand und machte damit seinen Hattrick perfekt.

Winnipegs Angreifer Nicolaj Ehlers freute sich über den gelungenen Auftritt seines Teamkollegen: "Ich habe Patrik gewünscht, dass er ein paar Tore an diesen beiden Tagen schießt und heute sind es gleich drei geworden. Das ist toll für ihn und für uns, denn wir haben die zwei Punkte aus dieser Partie gebraucht. Ich hoffe, er kann das Ganze morgen wiederholen."

Die Begegnung in Helsinki mit dem Dreifachtorschützen Laine zeigte einmal mehr, welch wichtige Rolle europäische Spieler mittlerweile in der NHL einnehmen. Das bestätigt Jets-Coach Paul Maurice. "Viele von ihnen haben große Bedeutung in ihren Klubs. Vor einigen Jahren war das noch anders. Da zählten sie eher zu den Exoten in der Umkleidekabine und strahlten oft nur wenig Selbstbewusstsein aus. Doch diese Zeiten sind längst vorbei", sagte er.

 

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Nach Ansicht von Floridas Angreifer Jonathan Huberdeau ist es gut für die Entwicklung der NHL, dass nicht nur Akteure aus den USA oder Kanada in den Mannschaften dominieren. "Je internationaler die Liga von den Spielern her aufgestellt ist, desto interessanter wird sie für die Fans weltweit. Wichtig ist, dass es aus einzelnen Ländern herausragende Leute wie Laine, Barkov oder Draisaitl gibt, für die sich die Anhänger besonders interessieren", sagte er.

Am Freitag kommt es in der Hartwall Arena zur Revanche zwischen den Jets und den Panthers. Die Begegnung beginnt um 20 Uhr Ortszeit (19 Uhr MEZ) in der Hartwall Arena.

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