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Torgefährliches Toronto mit Playoff-Einzug-Trippel

Die Offensive ist Torontos Prunkstück und Tavares der Goalgetter, der sie zur dritten Playoff-Teilnahme in Serie führte

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die Toronto Maple Leafs sicherten sich mit dem 2:1-Sieg gegen die New York Islanders am Montag das Playoff-Ticket. Für die Leafs ist es die dritte Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs in Serie. Das spielentscheidende Tor erzielte mit Jonathan Tavares der offensivstärkste Akteur der Maple Leafs gegen seinen Ex-Club. Für Tavares war es gleichzeitig der Treffer zu seinem persönlichen Saison-Punkterekord. Mit 87 Zählern hat der Ex-Islanders-Kapitän seine Bestmarke aus der Spielzeit 2014/15, mit 86 Punkten (38 Tore, 48 Assists) übertroffen.

Tavares steht sinnbildlich für die Stärke Torontos. Die Kanadier stellen die drittbeste Offensive der Liga. Mit 279 Treffern liegen die Leafs gleichauf mit den San Jose Sharks. Lediglich die beiden Conference-Sieger, die Calgary Flames (287) und die Tampa Bay Lightning (314) trafen häufiger. Die Angreifer Torontos treffen im Schnitt 3,53 Mal pro Partie. Mit Mitchell Marner, Tavares, Auston Matthews und Morgan Rielly haben die Leafs vier Akteure mit über 70 Punkten im Kader. Auch in der zweiten Garde kann sich die Offensive noch sehen lassen. Fünf weitere Spieler sammelten 37 oder mehr Zähler.

Video: TOR@NYI: Tavares' erstes Tor gegen die Islanders

Herausragend ist jedoch der vor der Saison von den Islanders nach Toronto gewechselte Tavares. Hinter Marner (92 Punkte, 25 Tore, 67 Assists) belegt der Center den zweiten Rang in der teaminternen Scorer-Wertung. 46 Tore sind wie auch die 87 Punkte Karrierebestwert. Zuvor traf Tavares in keiner Saison 40 Mal oder öfter. Tavares verleiht den Leafs eine Dimension, die sie seit langer Zeit nicht hatten. Seit 1993/94 konnte kein Akteur im Toronto-Dress mehr als 45 Treffer erzielen. Zuletzt gelang es vor 25 Jahren Dave Andeychuck (53) und Wendel Clark (46).

Mit dem sicheren Playoff-Ticket in der Tasche richtet sich der Blick in Toronto auf die Schlussrunde und den Kampf um den Titel. Die Offensive funktioniert herausragend, doch auch Coach Mike Babcock weiß, dass der defensive Part nicht vernachlässigt werden darf: "Wir haben eine gute Mannschaft und wir werden besser. Ich denke wir haben uns durch das letzte Stück gekämpft. Obwohl wir defensiv immer stärker werden, haben wir nicht jedes Match gewonnen. Ich denke, dass das für unsere Gruppe richtig gut ist." Die Defensive war lange Zeit das Manko der Maple Leafs. 238 Mal mussten die Toronto-Goalies hinter sich greifen. Mit den San Jose Sharks und den Washington Capitals waren in dieser Disziplin lediglich zwei Playoff-Teams schwächer. Ein deutliches Warnsignal, das die Leafs auch in den vergangenen Partien kaum verringern konnten. Die besseren Leistungen in der Verteidigung, die Babcock gesehen hat, schlugen sich auf dem Scoreboard nicht nieder. 39 Gegentreffern in den vergangenen zehn Partien sind der Beweis.

 

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Babcock ist trotz der Hausaufgaben zufrieden und blickt erwartungsvoll in Richtung Playoffs: "Natürlich ist es das erste Ziel die Playoffs zu erreichen. Wir haben das drei Jahre hintereinander geschafft. Es gibt immer Erwartungen, aber in der Realität ist es hart, in der NHL in die Playoffs zu kommen." Den Leafs gelang der Playoff-Hattrick erstmals seit 15 Jahren und mit der Offensive um Tavares sind die Aussichten in einer durch starke Angriffsformationen dominierten Liga nicht schlecht. Tavares zeigte sich nach dem Sieg gegen die Islanders erleichtert, den Playoff-Platz ergattert zu haben: "Du arbeitest so hart für diese Gelegenheit. Die Saison ist so lang und es ist einfach großartig jetzt offiziell das Playoff-Ticket gelöst zu haben. Du willst den Fuß nie vom Gas nehmen, ungeachtet der Situation. Es ist gut, es so schnell wie möglich zu erledigen."

Für Tavares war der Wechsel von New York nach Toronto im Rückblick der richtige Schritt. Mit Matthews konnte der Center sich die Last des Punktens teilen und fand mit Marner einen kongenialen Reihenkollegen. Die Schmähungen im Nassau Coliseum am Montag konnten dem Ex-Islander nichts mehr anhaben: "Wenn du da einmal durch bist, dann kommst du eher in deine Komfortzone, weil du weißt, was dich erwartet. Ich habe mich nur auf mein Spiel konzentriert. Alles andere um mich herum kann ich nicht kontrollieren. Ich versuche mir darüber keine Gedanken zu machen. Ich gehe da raus und spiele mein Spiel."

Video: CHI@TOR: Tavares verkürzt den Rückstand spät im Spiel

Sein Spiel brachte die Maple Leafs in die Playoffs und bescherte den Fans in Toronto eine torreiche Saison. Im Kampf um den Titel gilt es jetzt die letzten Schwachstellen zu schließen und den Fokus auf das zu richten, was Tavares für wichtig erachtet: "Wir dürfen ein Teil (der Playoffs) sein und um den Stanley Cup kämpfen. Das ist alles was zählt."

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