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Schweizer Stürmer will 30 Tore knacken

Serie 31 in 31 von NHL.com/de: Nino Niederreiter will in Diensten der Minnesota Wild auf neues Niveau

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Der Startschuss zur NHL-Saison 2017-18 steht zwar noch nicht unmittelbar vor der Türe, doch die Nachwuchs-Camps sind geschafft und die Trainingscamps in Sichtweite. Wir denken, dass es das Beste ist, die Sommerhitze im August mit Analysen Eurer Lieblingsteams zu bekämpfen.

Jeden Tag wird Euch NHL.com/de im Rahmen der 31 in 31 Serie mit fundierten Einschätzungen der Mannschaften versorgen.

Wo wird die Reise für den Liganeuling Vegas Golden Knights hingehen? Können die Pittsburgh Penguins ihre dritte Meisterschaft in Folge feiern? Welche Teams könnten uns alle überraschen?

Alle diese Fragen werden in den täglichen Artikeln beantwortet.

Heute analysieren wir die Minnesota Wild.

Mit 263 Toren stellten die Minnesota Wild vergangene Saison die zweitbeste Offensive der NHL, lediglich die Pittsburgh Penguins, der Stanley Cup Champion um die Superstars Sidney Crosby und Evgeny Malkin, erzielte 15 Tore mehr.

Ein wichtiger Teil dieser Tormaschinerie war auch ein Schweizer, Nino Niederreiter. Der 24-jährige aus Chur erzielte 25 Tore und 57 Punkte. Damit war er nach Toren auf Platz drei seines Teams, nach Assists auf Platz sechs und nach Punkten auf Rang vier. In allen drei Bereichen stellte er persönliche Rekorde auf.

Seit er 2013 von den New York Islanders kam, bestritt er 325 Spiele für das Team, mehr als jeder andere Spieler, selbst Kapitän Mikko Koivu und Abwehrveteran Ryan Suter. In dieser Zeit erzielte er auch die zweitmeisten Tore des Teams (83) und die fünftmeisten Punkte (173). Er gehört damit längst zum Kern des Teams, konnte sich von Saison zu Saison kontinuierlich verbessern und zählt mittlerweile auch als Führungsspieler. Nach der Einigung, in den sich schwierig gestaltenden Verhandlungen über die Vertragsverlängerung, erklärte General Manager Chuck Fletcher kürzlich:

Video: MIN@COL: Niederreiter schließt Staals Querpass ab

"Nino hat einen großen Einfluss auf unser Team gehabt in den vergangenen Jahren... Er ist zuletzt immer mehr in eine Führungsrolle unserer Offensivkräfte hineingewachsen. Seine Schusstechnik und seine Präsenz vor dem Tor sind so herausragend geworden, dass er auch zukünftig sicherlich eine Führungsrolle in unserem Team einnehmen können wird, den Erfolg der Mannschaft damit weiterhin sichern kann. Nino hat eine tolle Einstellung zu seinem Sport und verfügt über eine herausragende Persönlichkeit. Unsere Fans werden sich sicherlich sehr freuen über diese Nachrichten."

Nach solch hohem Lob herrscht natürlich ein hoher Druck noch einen Gang hochzuschalten, was der Graubündner sich aber ohnehin jede Saison vornimmt und woran er hart arbeitet. Auch an Selbstvertrauen scheint es ihm nicht zu mangeln. "Ich möchte in Zukunft unbedingt die 30-Tore-Marke angehen," zeigt sich Niederreiter hoch motiviert. "Das ist mein großes Ziel. Ich muss noch so einige kleine Dinge in meinem Spiel verbessern, jetzt kann ich hier mit Grundvertrauen daran arbeiten."

Mit Spielern wie Mikko Koivu, Eric Staal, Zach Parise, Mikael Granlund, Charlie Coyle, Jason Zucker und Tyler Ennis ist der Konkurrenzkampf um einen Platz in den ersten beiden Angriffsreihen groß, doch Niederreiter muss sich mit seinen Leistungen sicherlich nicht verstecken, sondern kann durchaus auf einen Platz unter den besten sechs Stürmern der Mannschaft hoffen.

Video: CAR@MIN: Niederreiter fälscht perfekt ab

Das Niederreiter auch in Zukunft zu den Stützen des Teams zählen wird und wichtigen Anteil am Erfolg der Franchise haben wird, steht wohl kaum in Frage. Es gibt allerdings noch einen weiteren Eidgenossen in Diensten der Organisation, dessen Name noch nicht so bekannt ist wie Niederreiters.

Der 23-jährige Chritoph Bertschy steht seit 2015 bei den Wild unter Vertrag. Seitdem kam der Center aus Le Mouret hauptsächlich in der AHL zu Einsätzen, durfte aber auch schon NHL-Luft schnuppern. 2015-16 kam er zu drei Einsätzen, in der vergangenen Saison zu fünf Auftritten, wobei er mit einem Assist seinen ersten Punkt auf der großen Bühne machte. In der AHL kam er für die Iowa Wild vergangene Saison auf 11 Tore und 24 Punkte in 67 Spielen, in der Vorsaison auf 11 Tore und 35 Assists in 72 Spielen. Will er zu regelmäßigen Einsätzen in der NHL kommen, müsste er diesen Sommer einen gewaltigen Sprung machen.

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