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Nino Niederreiter muss geduldig bleiben

Nach einer weiteren verletzungsbedingten Zwangspause gilt es für den Schweizer den Optimismus nicht zu verlieren

von Robin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Es müssen derzeit wirklich frustrierende Tage für Nino Niederreiter von den Minnesota Wild sein. Da lief es doch zuletzt wieder so gut, nachdem die Wild endlich auf den vollen Kader zurückgreifen konnten und sich der Schweizer nach seiner Rückkehr in das Team sofort in toller Form präsentierte und dann das. Einmal mehr musste der linke Flügelstürmer aus gesundheitlichen Gründen passen und kann derzeit nur darauf hoffen, seine Form auch in dieser neuerlichen Zwangspause bestmöglich zu halten.

Nachdem sich das Franchise vor wenigen Tagen noch darüber freuen konnte, erstmals mit der ganzen Kapelle in der NHL aufspielen zu können, sahen sie sich am Dienstag vor dem Spiel gegen die Calgary Flames im Xcel Energy Center gezwungen bekanntzugeben, dass Niederreiter verletzt längerfristig nicht zur Verfügung stehen würde. Eine Unterkörperverletzung wurde einmal mehr bei ihm diagnostiziert. Diese zwingt ihn erneut rund zwei Wochen auszusetzen.

Dabei war der 25-Jährige erst am vergangenen Donnerstag beim triumphalen 6:2-Sieg von Minnesota über die Buffalo Sabres nach vier Spielen Verletzungspause in den Kader der Mannschaft zurückgekehrt. Mit dem erst zweiten Hattrick seiner NHL-Karriere feierte Niederreiter die perfekte Rückkehr. In der folgenden Begegnung gegen die Colorado Avalanche vom Wochenende, die sein Team mit 2:7 verloren geben musste, fiel er auf dem Eis nicht weiter auf und wurde von einigen Beobachtern sogar als eine Enttäuschung des Abends angesehen. Am Montag erfolgte der abermalige vorzeitige Abgang vom Teamtraining.

Der aktuelle Ausfall ist bereits sein dritter in der laufenden Hauptrunde. Seine unglückliche Serie scheint sich damit ungebremst fortzusetzen.

Video: BUF@MIN: Niederreiter erzielt Hattrick bei Rückkehr

Der linke Knöchel macht ihm aktuell Probleme. Schon am 12. Oktober zog sich Niederreiter eine Verletzung in diesem Bereich zu und fiel in der Folgezeit fast drei Wochen lang aus. Erst danach kehrte er in den Kader der Wild zurück. Nach 26 gespielten Begegnungen war wiederum Schicht im Schacht. Am 22. Dezember musste sich Niederreiter ein weiteres Mal verletzt abmelden und ließ sein Team notgedrungen geschwächt in die nächsten Aufgaben über die Feiertage gehen.

Jetzt der weitere gesundheitliche Rückschlag. Nach der demnächst anstehenden Bye Week seiner Mannschaft soll es für Niederreiter ab dem 19. Januar einen neuen Anlauf im Team geben. Sein erneuter Ausfall wiegt für Minnesota umso schwerer, nachdem sich der Stürmer mit immerhin bereits 13 Toren und 19 Punkten aus seinen 31 Saisonspielen zum drittbesten Torschützen seines Teams gemausert hat.

"Er ist ein wirklich guter Spieler. Er wird zuletzt mit viel Adrenalin im Körper gespielt haben", stellte sein Coach Bruce Boudreau kürzlich gegenüber den versammelten Journalisten klar. "Er wird den Rest der Woche verpassen und hoffentlich dann nach unserer fünftägigen Pause wieder zum Team zurückkehren und spielen können."

Zumindest am Mittwoch lief es auch ohne Niederreiter für die Wild ganz gut, konnte sich die Truppe mit 2:1 Toren bei den Chicago Blackhawks durchsetzen. Mit aktuell 50 Punkten haben die Wild den zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference inne. Die zwei Zähler hinter ihnen platzierten Flames haben jedoch zwei Spiele in der Hinterhand. In den wichtigen Partien gegen die Winnipeg Jets am Samstag und die Vancouver Canucks am Sonntag, jeweils vor eigenem Publikum, wird Niederreiter seinen Kollegen mindestens noch fehlen.

Psychisch ist es keine einfache Situation für den sympathischen Stürmer. Sich laufend in der notwendigen Topform auf dem Eis zu präsentieren ist keine Selbstverständlichkeit, wenn ein Sportler dermaßen häufig aus dem Rhythmus gerissen wird.

In Minnesota hoffen sie, dass dieses unsägliche Verletzungspech mit dem jüngsten Kapitel des Buches endgültig zu Ende gehen wird und er mit den Wild im Frühjahr bei bester Gesundheit um die Krönung einer vielversprechenden Saison kämpfen kann.

Die sportliche Qualität ist vorhanden, nun muss Niederreiter zeigen, dass er die zuletzt wiederkehrenden körperlichen Probleme auch im Kopf gut bewältigen kann. Bisher war das eine seiner Stärken.

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