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Niederreiter hofft auf Teilnahme beim World Cup

von Jon Lane / NHL.com

Die meiste Zeit seiner Karriere verbrachte Minnesota Wild Stürmer Nino Niederreiter damit eine große Rolle bei den Underdogs zu spielen.

In der Spielzeit 2009-10 erzielte er als Rookie in der Western Hockey League 36 Tore für Portland und verhalf seinen Winterhawks damit zu 48 Punkten, die eine Teilnahme an den Halbfinals der Western Conference bedeuteten. Im Viertelfinale der 2010 IIHF Junioren Weltmeisterschaft verblüffte er Russland, als er erst 33 Sekunden vor Spielende den Ausgleich schoss und in der folgenden Verlängerung das Spielentscheidende Tor erzielte. Bei der IIHF Weltmeisterschaft 2013 trug er die Farben seines Nationalteams und gewann die Silber Medaille. Die erste Medaille seit der bronzenen 1953.

Für viele stellt jedoch das siebte Spiel in der ersten Runde der Western Conference gegen den Central Division Meister Colorado Avalanche seinen Karrierehöhepunkt dar. In diesem Spiel schlug er gleich doppelt zu, unter anderem entscheidend in der Verlängerung.

Am liebsten würde er dieses Kunststück für das Team Europa bei beim World Cup of Hockey 2016 wiederholen. Vertreteter aus der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Deutschland und Dänemark werden ab dem 17. September in der Gruppe A gegen die Teams aus Kanada, der Tschechischen Republik und USA im Air Canada Centre in Toronto antreten.

Teammanager Miroslav Satan, der mit der Aufgabe betraut ist, den Kader des Team Europa auszuwählen besuchte am 2. Februar das Spiel der Wild gegen die New York Islanders im Barclays Center. Bei der 5:3 Niederlage der Wild erzielte Niederreiter ein Tor, eine Vorlage und schoss acht Mal. Damit darf er sich zu Recht Hoffnungen darauf machen, einen bleibenden Eindruck hinterlassen zu haben.

„Bisher habe ich noch nicht mit dem Trainerstab oder dem Teammanager gesprochen aber ich weiß, dass sie bereits einige Spiele von uns gesehen habe. Es wäre großartig ein Teil des Teams zu sein,“ so Niederreiter.

Fünf seiner Landsmänner könnten ebenfalls eine Einladung für das Team Europa erhalten: Die Verteidiger Mark Streit (Philadelphia Flyers), Roman Josi (Nashville Predators) und Luca Sbisa (Vancouver Canucks), die Torhüter Reto Berra (Colorado Avalanche) und Jonas Hiller (Calgary Flames). Niederreiter könnte neben den Centern Anze Kopitar (Slovenia, Los Angeles Kings), Leon Draisaitl (Germany, Edmonton Oilers), Lars Eller (Denmark, Montreal Canadiens) oder Zemgus Girgensons (Latvia, Buffalo Sabres) auf Punktejagd gehen.

„Das sind alles super Center“ sagt Niederreiter. „Wenn man sich die potenziellen Kandidaten für das Team so ansieht, scheint es als ob es eine richtig starke Truppe wird. Ich würde mich riesig freuen, Teil dieses Teams zu sein und hätte bestimmt eine Menge Spaß mit den Jungs. Auch wenn ich schon oft gegen sie gespielt habe, würde ich mich sehr darauf freuen sie noch besser kennenzulernen.“

Der im NHL Draft 2010 von den Islanders mit dem fünften Zug ausgewählte Niederreiter konnte in 64 Spielen für New York zwei Treffer markieren. Am 30. Juni 2013 wurde er im Austausch mit Angreifer Cal Clutterbuck und einem Draft Pick nach Minnesota transferiert. In 215 Spiele für die Wild erzielte er 47 Tore, 97 Punkte und schaffte es bereits zwei Mal auf das schweizerische Cover des EA Sports NHL Konsolenspiel. Eine große Auszeichnung für den Nationalhelden, der die Schweiz 2010 ohne Josi (gebrochener Finger) und Sbisa (Hüftschmerzen) zum Sieg über Russland führte.

„Das ganze Turnier lief für mich ausgesprochen gut“ so Niederreiter. „Wir hatten immer eine Chance weiterzukommen und haben einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das größte war jedoch, dass wir, uns selbst gezeigt haben, dass in einem solchen Turnier alles möglich ist.“

Am 1. März werden von jedem Team 16 Teilnehmer veröffentlicht. Die restlichen Kaderplätze werden bis zum 1. Juni vergeben. Bis dahin wird Niederreiter alles dafür geben, sich ins Team zu spielen und Satan von seinen Qualitäten zu überzeugen.

„Sicherlich ist es ein großes Ziel von mir dort Teilzunehmen“ so Niederreiter. „Aber es gibt noch einige andere großartigen Spieler, die da zur Auswahl stehen. Ich werde alles dafür geben ein Teil vom Team Europa zu werden.“

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