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Nico Hischier ist besser als gedacht

Die Bilanz des Schweizer im Vergleich zur Vorsaison ist besser als es vielleicht der Tabellenstand der Devils vermuten lässt

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

Mit dem Schweizer Nico Hischier wurde beim NHL Draft 2017 von den New Jersey Devils zum ersten Mal in der Geschichte ein deutschsprachiger Spieler an der Nummer 1 ausgewählt. NHL.com/de wird auch in seiner zweiten NHL-Saison 2018/19 im vierzehntägigen Rhythmus in der Rubrik "Tracking Hischier" verschiedene Bereiche der beginnenden Karriere des jungen Centers besonders unter die Lupe nehmen.

Am Donnerstag um 10:30 p.m. ET (MEZ: Freitagmorgen 4:30 Uhr) kommt es zum Duell der beiden Letzten in der Eastern und Western Conference. Dass mit einer solchen Tabellenplatzierung zum Dezember-Anfang die New Jersey Devils und die Los Angeles Kings aufeinandertreffen würden, war nicht vorhersehbar.

Schuld an der Misere der Devils sind vornehmlich ihre Auftritte in fremden Hallen. Sie konnten aus 13 Auswärtsspielen lediglich zwei Siege und fünf Punkte (2-10-1) einfahren und weisen damit die schlechteste Bilanz aller 31 NHL-Teams aus.

 

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Jetzt geht es für die Devils mit drei Spielen in Kalifornien weiter. Nach der Partie bei den Kings, kommt es zum Aufeinandertreffen mit den Anaheim Ducks am Sonntag und den San Jose Sharks am Montag. Kein leichtes Programm, erst recht unter diesen Voraussetzungen.

Dabei sind die Devils dringend darauf angewiesen, gerade abseits ihrer Heimat zu punkten, wenn sie nach oben aufschließen und wieder in die Reichweite der Stanley Cup Playoffs kommen möchten. Zumal sie zuletzt selbst im Prudential Center drei Mal in Folge verloren und sich diese fehlenden Punkte zusätzlich holen müssten.

 

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Ein Sieg im Staples Center und eine erfolgreiche Reise durch Kalifornien könnte also eine Initialzündung für die Mannschaft zur richtigen Zeit sein. Im anderen Fall wird es von Spiel zu Spiel schwieriger, die entstandene und dann vermutlich größer werdende Lücke zu schließen, auch wenn noch zwei Drittel der regulären Saison vor ihnen liegen.

Mittendrin in dieser schwierigen Phase versucht Nico Hischier seinen Beitrag beizutragen, dass New Jersey wieder erfolgreicher spielt. Es scheint, dass auf das ereignisreiche erste NHL-Jahr in der abgelaufenen Saison, eine Ernüchterung folgt.

Video: NJD@WSH: Hischier nutzt Halls Einsatz zum Tor

Rückblickend lief die vergangene Spielzeit für ihn gut. Er absolvierte alle 82 Spiele der regulären Saison, trotz einer später bekannt gewordenen Handverletzung, die ihn zum Saisonende hin einschränkte. Die Mannschaft qualifizierte sich für die Playoffs über den zweiten Wildcard-Platz. Hischier verbuchte mit 20 Toren und 32 Assists 52 Punkte und ihm ein weiterer Treffer in den Playoffs, in denen die Devils den Tampa Bay Lightning nach fünf Spielen in der ersten Runde unterlagen.

Dementsprechend waren die Erwartungen vor der Saison hoch, dass sowohl Hischier wie auch die Devils in 2018/19 einen Schritt nach vorne machen würden. Es begann zunächst erfolgsversprechend. Nach dem überzeugenden Sieg mit 5:2 bei der NHL Global Series 2018 in Göteborg gegen die Edmonton Oilers zum Saisonauftakt, folgten drei weitere doppelte Punktgewinne, ehe es steil bergab ging. Nur fünf weitere Siege stehen 22 Partien später zu Buche. In allen fünf Begegnungen, die nach der regulären Spielzeit unentschieden standen, konnte New Jersey keinen Zusatzpunkt generieren.

Doch wie sieht es bei Hischier aus? Im Vergleich von dieser zur vergangenen Saison fällt auf, dass er nach den ersten 22 Spielen mit 16 Scorerpunkten in beiden Jahren die gleiche Ausbeute vorzuweisen hat. Von daher ist zu resultieren, dass trotz der stagnierenden Leistungen der Mannschaft, die Nummer 13 seinen Mann steht und auf gleichem, wenn nicht sogar, wegen der bescheidenden Bilanz des Teams, auf höherem Niveau punktet.

Video: MTL@NJD: Hischier per Onetimer nach Halls Vorlage

Trainer John Hynes griff im letzten Heimspiel gegen die Lightning (1:5) zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, als er Stürmer und Reihenkollegen von Hischier, Taylor Hall in den letzten 7:21 Minuten des zweiten Drittels nicht einsetzte. "Es gab schon Spiele, wo Hall viel Eiszeit bekam, aber heute dachten wir, dass andere Spieler besser waren", rechtfertigte der Coach seine Entscheidung.

Dass der Bannstrahl den älteren und erfahrenen Hall traf, ist ein weiteres Indiz dafür, dass die Probleme in der Mannschaft keiner der Verantwortlichen an dem 19-jährigen Schweizer festmacht. Es wäre auch sicher nicht gerecht, denn er tut alles in seiner Macht Stehende, um das Team zum Erfolg zu führen. Alleine kann er es nicht richten, schon gar nicht in seinem erst zweiten NHL-Jahr.

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