So auch am 29. September 2009, als in Zürich die ZSC Lions als Sieger der Champions Hockey League gegen die Chicago Blackhawks im Rahmen des Victoria Cup antraten. Vor 9.477 Zuschauern im Hallenstadion entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der sich beide Seiten wenig schenkten. Die in Bestbesetzung angetretenen Blackhawks hatten am Tag zuvor ein Spiel gegen den HC Davos mit 9:2 gewonnen, welches sie möglicherweise etwas überheblich in das Spiel gegen die von Trainer Sean Simpson betreuten Lions gingen ließ.
Diese Einstellung befeuerte die frühe Führung für Chicago bei 6:13 Minuten durch Cam Barker noch. Doch bereits im ersten Drittel schlugen die stets gefährlichen Schweizer zurück und glichen bei 12:25 Minuten durch Patrik Bärtschi aus. Noch besser wurde es für die Fans und Spieler, als Lukas Grauwiler bei 34:44 Minuten die Lions mit 2:1 in Führung brachte.
Die Dramatik des Spiels gipfelte schließlich darin, dass Bärtschi bei 56:46 Minuten einen von Brent Seabrook verursachten Penalty zur Vorentscheidung vergab. Doch alles weitere Anrennen der Blackhawks auf den Ausgleich half nichts mehr und Lions-Torhüter Ari Sulander, der insgesamt 35 Saves verbuchte, war nicht mehr zu überwinden. Erstmals konnte ein Schweizer Team gegen eine prominente NHL-Mannschaft gewinnen.
Am 3. Oktober 2011 hatte der EV Zug im Rahmen der NHL Premiere 2011 die New York Rangers in der mit 7.015 Zuschauer ausverkauften Bossard Arena zu Gast. Ob es am harten Programm, das die Rangers die Tage zuvor mit Spielen in Prag, Göteborg und Bratislava absolvieren mussten, lag oder nicht, sei dahingestellt, der EVZ setzte mit einem unerwarteten 8:4-Sieg ein Ausrufezeichen, das in den Eishockeykreisen in ganz Europa und Nordamerika Beachtung fand.