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NHL trifft auf europäische Traditionsklubs

Der HC Lausanne und die Eisbären Berlin verstärken mit der NHL Global Series 2019 ihre Verbindung zur nordamerikanischen Eliteliga

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Willkommen bei Outside the NHL. Während der Saison 2018/19 wird euch NHL.com/de jeden Samstag mit Einblicken und Stories über die Eishockey-Welt außerhalb der NHL versorgen. In dieser Ausgabe geht es um die NHL Global Series 2019 und die Verbindung vom HC Lausanne und den Eisbären Berlin zur NHL.

Am Donnerstag ließ die NHL die Katze aus dem Sack. Was NHL Commissioner Gary Bettman schon im vergangenen Herbst im Rahmen der NHL Global Series 2018 durchklingen ließ, machte sie spruchreif. Sie bestätigte, dass die NHL auch in diesem Jahr nach Europa kommen wird und gab die Spielorte und teilnehmenden Teams der NHL Global Series 2019 bekannt. 

Die Fans in Schweden, Tschechien, Deutschland und der Schweiz dürfen sich auf die Chicago Blackhawks, die Philadelphia Flyers, die Buffalo Sabres und die Tampa Bay Lightning freuen. Die Sabres und Lightning werden im November zwei Hauptrundenspiele in Stockholm austragen, Chicago und Philadelphia werden die NHL-Saison 2019/20 in der O2 Arena in Prag eröffnen.

Doch bevor die Blackhawks und Flyers in der tschechischen Hauptstadt den Startschuss zur neuen Spielzeit geben, werden sie ihre abschließende Vorbereitung in Lausanne bzw. Berlin abhalten. Hierfür treten die Flyers am 30. September für ein Freundschaftsspiel beim HC Lausanne an und die Blackhawks geben am 29. September in Berlin ein Gastspiel bei den Eisbären Berlin.

Mit Lausanne und Berlin wählte die NHL zwei eishockeybegeisterte Städte für ihren nächsten Stopp in Übersee aus. Sowohl die Olympia-Hauptstadt Lausanne als auch die Weltmetropole Berlin können mit einer großen Verbindung zum Eishockey aufwarten. Für NHL.com/de ist die Bekanntmachung vom Donnerstag also der ideale Anlass, um einen Blick auf die Eishockeytradition dieser beiden großartigen Städte und ihre Verbindung zur NHL zu werfen.

Schon allein durch den amtierenden Cheftrainer besteht ein großes Band zwischen dem HC Lausanne und der nordamerikanischen Profiliga. Ville Peltonen, der zur laufenden Saison das Traineramt übernahm, spielte acht Saisons in Übersee. Zwar stürmte der 45-jährige Finne nie für die Flyers, die seiner Mannschaft beim Gastspiel in der neugebauten Vaudoise Aréna allerhand abverlangen werden, doch kennt er die NHL aus dem Effeff. 

Sein Name als technisch versierter und torgefährlicher Außenstürmer eilte ihm stets voraus. Dank seiner 382 Spiele umfassenden NHL-Karriere (52 Tore, 96 Assists) für die San Jose Sharks, Nashville Predators und Florida Panthers kann Peltonen auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz bauen. Einen blauäugigen Gegner dürfen die Flyers deshalb auf keinen Fall erwarten.

 

[Ähnliches: NHL.com/de über die NHL Global Series 2019]

 

Der fast 100 Jahre alte Klub aus Lausanne hat den Kurs eingeschlagen, ein Spitzenteam zu werden. Unter dem Defensiv-Strategen Peltonen machte der LHC einen gewaltigen Satz nach vorne. Die Mannschaft, die auf NHL-Erfahrene Kräfte wie Petteri Lindbohm, Torrey Mitchell oder Christoph Bertschy bauen kann, zog als drittplatzierte in die NLA-Playoffs ein und sieht die Flyers als echten Prüfstein.

Einen echten Prüfstein vor ihrer Brust haben auch die Eisbären Berlin. Wenn sie in der Mercedes-Benz Arena auf die Blackhawks treffen werden, wird das Publikum garantiert ausflippen. 

Dominik Kahun erzählte NHL.com/de erst kürzlich, wie sehr er sich auf die Partie vor seinen Freunden in Berlin freut. "An erster Stelle ist es natürlich eine coole Sache, dass die NHL wieder nach Deutschland kommt", sagte der Blackhawks-Stürmer. "Aber ich liebe auch die Stimmung in Berlin." Die Freude ist jedoch nicht nur bei den Spielern wie Kahun riesengroß. 

Garantiert werden die Fans die Vorverkaufsstellen stürmen. Schon als die Los Angeles Kings und die Buffalo Sabres am 8. Oktober 2011 das erste reguläre Saisonspiel in Deutschland überhaupt austrugen, platzte die Heimspielstätte der Eisbären aus allen Nähten. Gleiches Bild zeigte sich, als die Eisbären am 28. September 2008 in der damals taufrischen Multifunktionshalle gegen die Tampa Bay Lightning antraten.

Jetzt dürfen sich die Fans auf ein rassiges Match zwischen ihren Hometown-Heroes und einem Original-Six-Team freuen. "Das wird ein absolutes Highlight für unsere Fans, Partner und die Stadt Berlin", sagte Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. "Wir freuen uns darüber, Ende September ein Gründungsmitglied der besten Liga der Welt, mit einer fast 100-jährigen Geschichte in Berlin zu Gast zu haben. Es wird für unsere Spieler ein Erlebnis, gegen eines der erfolgreichsten NHL-Teams der letzten Jahre zu spielen."

Die Verbindung von Berlin zur nordamerikanischen Eliteliga ist schon viel älter als die Gastspiele von NHL-Teams. Im Jahr 1991 wurde Torsten Kienass, ein gebürtiger Berliner und waschechter Eisbär von den Boston Bruins gedraftet. Zwar bestritt der an 260. Stelle gezogene Defensivspezialist nie ein Spiel für die Bruins, die Verbindung der Eisbären zur NHL riss jedoch nicht mehr ab. 

 

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Nach Kienass fanden nicht nur Berliner Nachwuchsspieler wie Constantin Braun oder Sebastian Stefaniszin den Weg auf die Draftzettel der finanzkräftigen Clubs. Auch wurde NHL-Glanz während des Lockouts 2012/13 versprüht. Claude Giroux begeisterte die Fans des Rekordmeisters in neun Saisonspielen. Mit einer stolzen Ausbeute von 19 Punkten (vier Tore, 15 Assists) stellte Giroux damals nicht nur die Schlagkräftigkeit der NHL unter Beweis sondern steckte auch einige Berliner mit dem NHL-Fieber an.

Nicht zuletzt wirtschaftlich sind die Eisbären mit den Los Angeles Kings eng verbunden, nachdem sie mit Philip F. Anschutz bzw. der Anschutz Entertainment Group denselben Eigentümer haben. Beide Teams verbindet eine Kooperation, in der wichtige Personen aus der NHL, wie Kings-Präsident Luc Robitaille, den Berlinern beratend zur Seite stehen. Allerdings dürfte der zurzeit wegen des schlechten Abschneidens von L.A. auch zu Hause genug Arbeit haben. 

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