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Coaching Clinic im Rahmen der Global Series Challenge

In Bern trafen sich New Jersey Devils Trainer John Hynes und Mark Streit mit Schweizer Nachwuchstrainern

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Im Rahmen der Global Series Challenge 2018 in Bern geht es nicht ausschließlich um das Hauptevent, das Spiel der New Jersey Devils gegen den SC Bern am Montag um 19 Uhr. Es geht auch um den Austausch der NHL mit europäischen Verbänden, Teams, Spielern und Trainern. Es geht darum gemeinsam für das Eishockey zu arbeiten und voneinander zu lernen. Deshalb wird in Bern derzeit die sogenannte Coaching Clinic abgehalten. Dabei handelt es sich um eine jährliche Veranstaltung in der Schweiz, zu der hochrangige Trainer aus dem Nachwuchsbereich aus der ganzen Schweiz anreisen. Dieses Jahr findet das Projekt in Zusammenarbeit mit der NHL statt.

Durchgeführt wird die Coaching Clinic von Curt Fraser und Darryl Williams, die beide Erfahrung als Assistenztrainer in der NHL vorweisen können und im Auftrag der NHL Coaching Association vor Ort sind. In einem dreitägigen Lehrgang tauschen sich die beiden Experten und weitere Gastredner in Vorträgen Gesprächsrunden und Einheiten auf dem Eis mit denjenigen aus, die die Jugendlichen im Schweizer Eishockey betreuen. Auch John Hynes, Trainer der Devils, ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen, sein Wissen weiterzugeben und sich mit den Kollegen aus der Alpenrepublik auszutauschen.

"Es war klasse, wir haben zunächst einfach mit den Trainern geredet", zeigte sich Hynes sichtlich begeistert von der Aktion. "Wir hatten zwei Trainer aus der NHL, Curt Fraser und Darryl Williams hier, die sich um die Coaching Clinic kümmern. Sie machen gute Arbeit. Wir sind mit ihnen und den Trainern durchgegangen, an welchen Konzepten wir heute arbeiten wollen, wie wir mit den einzelnen Spielern umgehen, wie wir sie fördern, welche Systeme wir spielen."

 

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Es war nur ein kurzer Auftritt von Hynes, jedoch einer, der auf beiden Seiten einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat und einen weiteren Schritt in der Kooperation zwischen NHL und europäischem Eishockey darstellt.

"Solche Sachen machen immer Spaß, weil man als Trainer immer weiter lernen und sich verbessern will", erklärte der Cheftrainer der Devils weiter. "Hier haben wir auch die Gelegenheit etwas zurückzugeben und unsere Ideen zu erklären. Im Sommer würde ich sofort mitmachen und versuchen mich in die anderen Trainer hineinzuversetzen. Wenn man die Chance hat sich auszutauschen, ist das immer gut und wichtig."

Später ging es dann von der Postfinance-Arena in das Haus des Sports, wo als besonderer Gast ein ehemaliger Spieler zu einem kurzen Vortrag auf der Bühne stand, der selbst noch keine Erfahrungen als Trainer hat, aber aus Sicht eines Spielers mehr über Eishockey erzählen kann als vielleicht jeder andere in der Schweiz. Mark Streit sprach über den Weg eines jungen Spielers in die NHL, was besonders wichtig ist, um das große Ziel zu erreichen und wie man die Nachwuchstalente dabei unterstützen kann. Für die Zukunft der Nachwuchsarbeit in der Schweiz und ganz Europa, hält er die Coaching Clinic und den Austausch mit Nordamerika dabei für eine Maßnahme von unschätzbarem Wert.

"Die Coaching Clinic hat denke ich eine sehr große Bedeutung", betonte der Schweizer Pionier gegenüber NHL.com/de. "Ich finde es immer gut, wenn es Gedankenaustausch gibt. Vor allem auf dieser Plattform, wo man die Möglichkeit hat, auch mit Coaches aus der NHL zu diskutieren und Sachen aufzuschnappen und sich auszutauschen. Diese Diskussionen sind sehr wichtig für die Entwicklung, man kann sehr viel lernen."

Für die Entwicklung der jungen Spieler spielen viele Faktoren eine Rolle. Ob Familie Freunde, Schule, Ernährung, persönliche Einstellung und Charakter, von den großen Dingen bis zu den Kleinigkeiten hat alles im Leben der Spieler einen Einfluss auf ihre Leistung und ihre Entwicklung. Das stellt die Trainer, die die Spieler zum Erfolg bringen sollen, vor eine knifflige Aufgabe.

"Die Trainer haben eine sehr schwere Aufgabe, aber es ist auch ein sehr interessantes Geschäft", zeigte auch Streit Respekt vor der Arbeit der Anwesenden. "Man hat 20 Spieler und jeder tickt anders. Da muss man einen Weg finden, das Potenzial eines jeden einzelnen auszuschöpfen und das auch im Team wiederzugeben."

 

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Einen gewissen Reiz scheint die Position aber dennoch auch auf ihn auszuüben. Nicht umsonst nahm er sich mit Freude die Zeit, vor den Anwesenden über dieses Thema zu dozieren, das in der Schweiz einen besonderen Stellenwert hat.

"Ich kann mir das grundsätzlich sehr gut vorstellen, als Trainer einzusteigen", gab Streit vorsichtig zu. "Ich bin mit dem Eishockey-Virus infiziert und das werde ich auch nicht mehr so schnell los. Im Moment sammle ich meine Erfahrungen im Verband, aber man weiß nicht, wo der Weg hinführt."

Die Bedeutung die der Nachwuchsarbeit beigemessen wird, sieht man auch an der Qualität und Anzahl der Schweizer, die in den letzten Jahren im NHL-Draft gewählt wurden. Die Coaching Clinic ist ein weiterer Schritt, um sicherzustellen, dass das auch in Zukunft so bleibt.

"Das ist kein Selbstläufer. Es gibt einige Ausnahmekönner wie Nico Hischier, oder Nino Niederreiter. Aber das ist sicherlich nicht selbstverständlich, es braucht harte Arbeit von allen, vom Verband, von all den Trainern und vor allem Zusammenarbeit", erklärte Streit wie wichtig es ist sich niemals zurückzulehnen. "Das Ziel ist in der Schweiz eine hohe Qualität, das fängt natürlich beim Nachwuchs an, da wird die Grundlage für den späteren Erfolg gelegt. Aber wir sind auf einem guten Weg."

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