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NHL.com/de Spielerumfrage: Für welchen Spieler sich Eintritt lohnt

Connor McDavid steht bei den Kollegen ganz hoch im Kurs

von Christian Treptow @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

NHL.com/de hat bei den NHL European und North American Player Media Tours die Meinung von 24 Top-Spielern der Liga zu verschiedenen Themen eingeholt. In dieser Folge geht es darum, für welchen Spieler würden die Stars Geld bezahlen, um ihn spielen zu sehen.

Die Eishockeyfans bezahlen viel Geld, um ihre Stars auf dem Eis zu sehen. Doch wie ist das bei den Spielern selbst? Für wen würden sie Geld ausgeben, um ihn in Aktion zu erleben? Das Ergebnis ist eine Auflistung der weltbesten Cracks auf Kufen. 24 Spieler wurden befragt. Vier Spieler erhielten mehr als eine Stimme und zwei Akteure bekamen mehr als zwei Stimmen.

Der Sieger ist natürlich Connor McDavid. Der Stürmer der Edmonton Oilers und Teamkollege von Leon Draisaitl bringt nicht nur die Fans auf den Rängen der 31 NHL-Arenen in Verzückung. Auch die Spieler selbst erkennen seine Leistungen und seine spektakulären Moves an. Acht und damit genau ein Drittel der Stimmen entfielen auf den 22 Jahre alten Center.

Video: Top 10 Spielzüge aus 2018/19: Connor McDavid

Als Pick Nummer 1 beim Draft 2015 waren die Vorschusslorbeeren von vorneherein groß. Und McDavid erfüllte quasi vom ersten Wechsel an die in ihn gesetzten Erwartungen. Mittlerweile hat er schon zweimal die Art Ross Trophy, zweimal den Ted Lindsay Award und einmal die Hart Memorial Trophy gewonnen. "Er ist der beste Spieler in der Liga", begründet David Kampf (24, Chicago Blackhawks) seine Wahl. Er ist einer von acht Aktiven, die sich für den Center der Oilers entschieden haben. Das tat auch Sean Couturier (26, Philadelphia Flyers): "Alles, was er macht, ist in einer Geschwindigkeit, die schneller ist als bei allen anderen. Seine Hände sind genauso schnell wie seine Füße und sein Schuss. Alles, was er macht, geschieht auf einem anderen Level als bei allen anderen. Es ist spektakulär."

Auf Platz zwei mit fünf Stimmen: Sidney Crosby. Spektakulär ist auch seine Spielweise. Und bislang auch schon erfolgreicher als bei McDavid: je zweimal gab's für Crosby die Art Ross Trophy, die Maurice Richard Trophy, die Hart Memorial Trophy und die Conn Smythe Trophy. Dreimal gewann er den Ted Lindsay Award und - noch viel wichtiger - den Stanley Cup. Kein Wunder, dass da auch die Kollegen gerne dafür bezahlen würden, "Sid the Kid" spielen zu sehen.

Video: Top 10 Spielzüge aus 2018/19: Sidney Crosby

Wobei: Die Zeiten von "Sid the Kid" sind mit mittlerweile 32 Jahren vorbei. "The Kid" ist erwachsen geworden, gehört schon zur älteren Generation in der Liga. Weshalb Sam Bennett (23, Calgary Flames) auch schon behaupten kann: "Er war mein Lieblingsspieler, als ich groß geworden bin. Ich habe damals bezahlt, ihn zu sehen, also würde ich es wahrscheinlich wohl auch heute machen."

Bezahlen muss Patric Hornqvist nicht, um Sidney Crosby spielen zu sehen. Schließlich ist der 32 Jahre alte Schwede seit fünf Jahren Teamkamerad von Crosby bei den Pittsburgh Penguins. Aber er weiß, was den Kanadier ausmacht: "Er kann Spiele wie kein Zweiter an sich reißen. Es ist die Art, wie er den Puck bewegt. Es scheint immer so, als wären zwei Spieler an ihm dran und er macht trotzdem noch Aktionen. Er ist unglaublich."

Platz drei teilen sich die alte und die neue Generation. Immerhin noch jeweils zwei der befragten Spieler würden dafür bezahlen, Patrick Kane und Nathan MacKinnon in Aktion zu sehen. Kane (30, Chicago Blackhawks) kann seinen Namen schon dreimal auf dem Stanley Cup lesen. Seit er in der Saison 2007/08 in die NHL kam, hat er konstant mehr als 20 Tore geliefert, ein paar Mal kratzte er sogar an der 50-Tore-Marke. Es sind jedoch nicht alleine seine fantastischen Abschlüsse, die nicht nur die Fans, sondern auch die Kollegen begeistern. Er versteht es ebenso, seine Mitspieler gekonnt in Szene zu setzen. "Ich habe mit ihm ein paar Jahre lang zusammen gespielt. Er macht wirklich ein paar unglaubliche Dinge mit der Scheibe", sagt Teuvo Teravainen (25), der mittlerweile für die Carolina Hurricanes aufläuft

Von drei Stanley Cups ist Nathan MacKinnon noch ein bisschen entfernt. Obwohl dem Stürmer der Colorado Avalanche individuelle Trophäen und Teamauszeichnungen noch fehlen, besticht er doch durch sein Tempo und seine Fähigkeit, seine Nebenleute einzusetzen. So richtig aufgedreht hat MacKinnon in den vergangenen beiden Spielzeiten, als er jeweils nur knapp die Marke von 100 Scorerpunkten verfehlte.

Video: Top 10 Spielzüge aus 2018/19: Nathan MacKinnon

Auf Platz fünf herrscht dann ein echtes Gedränge. Sieben Spieler haben jeweils eine Stimme bekommen. Und das ist eine illustre Liste: Aleksander Barkov (24, Florida Panthers), Max Domi (24, Montreal Canadiens), Johnny Gaudreau (26, Calgary Flames), Nikita Kucherov (26, Tampa Bay Lightning), Auston Matthews (22, Toronto Maple Leafs), Alex Ovechkin (34, Washington Capitals) und David Pastrnak (23, Boston Bruins).

Auffällig: Alex Ovechkin ist dabei der einzige Spieler, der älter als 30 Jahre ist. Der Rest gehört zu der neuen Generation NHL-Spieler. Wobei der Russe keinen Vergleich scheuen muss. Im Gegenteil: Ovechkin, Stanley Cup-Sieger 2018 mit den Capitals, ist vielleicht der beste Scharfschütze in der Liga. Achtmal hat er schon die Maurice Richard Trophy gewonnen, achtmal hat er auch schon die Marke von 50 Toren geknackt. Seine Direktabnahmen aus dem Bullykreis sind alleine schon das Eintrittsgeld wert und haben fast eine eingebaute Torgarantie. Kein Wunder, dass dafür zumindest ein Kollege Eintritt bezahlen würde.

In der vergangenen Saison hätten wohl viele gerne Unsummen dafür gezahlt, Nikita Kucherov auf dem Eis zaubern zu sehen. Der Russe brach mit dem Tampa Bay Lightning fast sämtliche Rekorde und kam dabei auf unglaubliche 128 Scorerpunkte. 100 waren es in der Spielzeit 2017/18. Ob jetzt noch mal eine Steigerung folgt? Kucherov wird bestimmt alles dafür tun. Veredeln würde er seine persönliche Leistung mit dem Stanley Cup.

Video: Top-10-Spielzüge aus 2018/19: Nikita Kucherov

Aber auch die anderen sind das Eintrittsgeld auf jeden Fall wert. Auston Matthews steht bei den Toronto Maple Leafs erst am Anfang einer großen Karriere. Doch schon jetzt hat er mit seinen Fähigkeiten die Kollegen beeindruckt. "Ich liebe es, ihn spielen zu sehen, die Art, wie er das Spiel denkt, seine Fähigkeiten. Seine Hände sind einfach unfassbar", gesteht Torey Krug (28). Es mache aber auch Spaß, gegen ihn zu spielen, meint der Verteidiger der Boston Bruins. In Matthews' Trophäenschrank steht immerhin schon die Calder Trophy für den besten Rookie 2016/17.

Zu was er fähig ist, hat auch David Pastrnak in der vergangenen Saison gezeigt. Verletzungsbedingt absolvierte er nur 66 Spiele. Trotzdem hat er mit 81 Scorerpunkten seine bisherige Bestleistung aus der Spielzeit davor um einen Zähler gesteigert. Kann er eine Runde ohne Beeinträchtigung durchspielen, sind die 100 Scorerpunkte realistisch. Dafür könnte sich ebenso das Eintrittsgeld lohnen, wie für die Leistungen von Alexander Barkov in Florida, Johnny Gaudreau in Calgary und Max Domi in Montreal. Barkovs Leistung explodierte in der vergangenen Saison. 96 Scorerpunkte sammelte der in Finnland geborene Stürmer.

 

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Leistungsexplosion ist auch das Stichwort bei Max Domi. Seine Produktion kletterte in der vergangenen Saison von 45 auf 72 Punkte. Ob's mit dem Trade von Arizona nach Montreal zu tun hatte? Die Fans bei den Canadiens hoffen mit ihm auf bessere Zeiten.

Die sind in Calgary schon angebrochen. Die rosige Zukunft ist dort mit dem Namen Johnny Gaudreau verknüpft. Für die 100 Scorerpunkte hat es vergangene Saison um ein mickriges Zählerchen nicht ganz gereicht. Und auch die Playoffs waren nach der ersten Runde mit der Niederlage gegen Colorado schnell zu Ende. Trotzdem hat Gaudreau schon seine Spuren hinterlassen. "Er ist einfach begeisternd", sagt Kevin Hayes (27) von den Philadelphia Flyers. Gaudreau sei ein kleiner Junge, von dem man nicht viel erwarte. "Ich war ein Glückspilz, dass ich am Boston College sein Zimmerkumpel war, und jeder hat damals gesagt, dass er nie das nächste Level erreichen würde. Er hat das einfach durchbrochen und ist noch weiter gegangen." Wer würde nicht dafür bezahlen, das zu sehen?

Video: CGY@LAK: Gaudreau ins Tordreieck gegen Quick

Die Ergebnisse der Umfrage, für wen die Stars Geld bezahlen würden, um ihn spielen zu sehen, im Detail:
Connor McDavid 8 Stimmen (33,3 Prozent), Sidney Crosby 5 (20,8 Prozent), Patrick Kane 2 (8,3 Prozent), Nathan MacKinnon 2 (8,3 Prozent), Aleksander Barkov 1 (4,2 Prozent), Max Domi 1 (4,2 Prozent), Johnny Gaudreau 1 (4,2 Prozent), Nikita Kucherov 1 (4,2 Prozent), Auston Matthews 1 (4,2 Prozent), Alex Ovechkin 1 (4,2 Prozent), David Pastrnak 1 (4,2 Prozent).

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