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NHL.com/de Spielerumfrage: Bester Trainer

Joel Quenneville erhält die meisten Stimmen in der Umfrage nach dem Top-Coach

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

NHL.com/de hat bei den NHL European und North American Player Media Tours die Meinung von 24 Top-Spielern der Liga zu verschiedenen Themen eingeholt. In dieser Folge geht es um die besten Trainer.

Wie versteinert steht er adrett gekleidet hinter der Mannschaftsbank und verfolgt das Geschehen auf dem Eis. Plötzlich gibt es eine Regung, die sich in hektisches Handeln verwandelt. Spieler werden zu sich gerufen und erhalten, wie es scheint eine Vielzahl an Weisungen. Für Außenstehende ist es nicht erkennbar, welche Aktion ihn zu dieser Gemütsveränderung bewegt hat. Doch die Maßnahme, dieses kleine Detail, das nur die besten Eishockeytrainer erkennen, die über jahrelange Erfahrung auf höchstem Niveau verfügen, führte zum Erfolg. Gute Trainer behalten eben den Überblick!

Joel Quenneville ist einer dieser Cheftrainer, die aufgrund ihrer Errungenschaften Anerkennung unter den Spielern genießen. Nachdem Quenneville bereits im Anschluss der Saison 1999/2000 in Diensten der St. Louis Blues den Jack Adams Award als bester Trainer überreicht bekommen hatte, führte Quenneville die Chicago Blackhawks zu drei Stanley-Cup-Gewinnen (2010, 2013, 2015). Mittlerweile wurde er von den Florida Panthers für die kommende Spielzeit engagiert.

Der Ruf des Erfolgstrainers eilt dem 61-Jährigen weit voraus. Insoweit verwundert es nicht, dass er auch Stimmen von Spielern bekam, die noch nie unter seiner Riege gespielt haben. Acht der 24 Befragten entschieden sich für Quenneville, der damit die unangefochtene Nummer 1 in der Umfrage ist.

"Er hat immer einen Weg gefunden, das Beste aus seinen Spielern herauszuholen. Ich habe gehört, dass Spieler wirklich gerne für ihn spielen und er findet immer einen Weg zum Erfolg", ist Ryan Nugent-Hopkins von den Edmonton Oilers vollends überzeugt von Quennevilles Fähigkeiten - rein vom Hörensagen. Unterstützung bekommt Nugent-Hopkins durch Verteidiger Torey Krug von den Boston Bruins. "Nach allem, was ich gehört habe, ist Quenneville der Trainer, für den die Jungs gerne spielen. Er wird wahrscheinlich ganz oben stehen", prophezeit Krug den richtigen Ausgang der Abstimmung.

 

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Die Urteilskraft von Teuvo Teravainen, der sich ebenfalls für Quenneville entschied, hat ein noch größeres Gewicht. Der 25-jährige Linksaußen kam 2013/14 bei den Blackhawks unter Quenneville zu seinen ersten drei NHL-Einsätzen und im Folgejahr gewann er den Stanley Cup.

"Ich durfte ein paar Jahre lang unter seinem Coaching spielen und ich mag seinen Stil. Ich weiß nicht, ob er mich so sehr mochte, aber er ist eine Art Old School Coach und ein wirklich guter Kerl. Etwas anders als (Hurricanes Trainer Rod) Brind'Amour, aber ich mag Brind'Amour jetzt wirklich. Er hat uns in seinem ersten (Trainer-) Jahr wirklich gutgetan, und ich denke, er wird noch besser werden, jetzt, wo er die Liga kennt, und er wird auch immer besser coachen", meint Teravainen, der seit 2016/17 für die Carolina Hurricanes auf Punktejagd geht.

Große Erfolge als Spieler, jedoch noch nicht als Übungsleiter, kann Rod Brind'Amour, der erwähnte Coach der Hurricanes, vorweisen. Doch er überzeugt durch den offenen, ehrlichen Umgang mit seinen Spielern. Und er beeindruckt als Vorbild.

"Er ist ein großartiger Mensch, er wird in der Umkleidekabine sehr respektiert, und ich denke, er hat sich diesen Respekt verdient, aufgrund seiner Karriere und wie er sich als Person verhält. Er gibt sich in der Kabine genauso wie auf der Bank, und er kümmert sich wirklich um Jeden im Raum. Er zeigt Intensität und Leidenschaft für das Spiel - er will immer noch selbst da rausgehen und sich jedes Mal die Schlittschuhe schnüren. Ich liebe Roddy", zeigt sich Jaccob Slavin voller Begeisterung für den 49-jährigen Coach, der noch am Anfang seiner NHL-Trainerkarriere steht, als Kapitän der Hurricanes aber bereits 2006 den Stanley Cup nach Raleigh entführen konnte.

Auf die Erfahrung von acht NHL-Spielzeiten und vier Trainerwechsel seit 2011/12 kann Stürmer Sean Couturier von den Philadelphia Flyers zurückgreifen. In seiner Rookie-Saison war noch Peter Laviolette Verantwortlicher an der Bande der Flyers. 

"Ich bin der Meinung, er war ein sehr guter Trainer. Viele Trainer sind eher defensiv veranlagt, er ist eher ein offensiver Trainer. Er übt gerne das Offensivspiel und lässt die Jungs sich auf ihre Offensivfähigkeiten konzentrieren. Das zollt mir Respekt ab", urteilt der 26-jährige Center über Laviolette, der seit Oktober 2014 mit sehenswertem Erfolg die Geschicke der Nashville Predators leitet.

In Erinnerung an seinen Karrierestart schwelgt ebenso Derek Stepan. Der Stürmer von den Arizona Coyotes stand von 2010 bis 2017 bei den New York Rangers unter Vertrag, wo er mit John Tortorella als Trainer Bekanntschaft machte. "Ich bin ein großer Tortorella-Fan. Er ist wie sein Ruf, aber ehrlich und ohne Filter: Das macht es aus", weiß Stepan an dem jetzigen Coach der Columbus Blue Jackets zu schätzen.

Stepan stand nicht alleine mit seiner Meinung da und somit belegte Tortorella zusammen mit Brind'Amour und Mike Babcock von den Toronto Maple Leafs Platz drei hinter Quenneville und Jon Cooper von den Tampa Bay Lightning.

 

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Die Ergebnisse der Umfrage nach den besten Trainern im Detail:

Joel Quenneville 8 von 24 Stimmen (33,3%), keine Angabe 4/24 (16,7%), Jon Cooper 3/24 (12,5%), John Tortorella 2/24 (8,3%), Mike Babcock 2/24 (8,3%), Rod Brind'Amour 2/24 (8,3%), Gerard Gallant 1/24 (4,2%), Peter Laviolette 1/24 (4,2%), Barry Trotz 1/24 (4,2%)

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