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Europa-Spiel der Woche: Kühnhackls Erfahrung

Am Samstag um 18 Uhr MEZ gastieren die NY Islanders in Philadelphia live auf Sport1+ (Österreich / Deutschland)

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Am kommenden Samstag, den 23. März bestreiten die New York Islanders im Wells Fargo Center gegen die gastgebenden Philadelphia Flyers das NHL Europa-Spiel der Woche. Die Partie beginnt um 18:00 Uhr MEZ und wird live auf Sport1+ in Deutschland und Österreich übertragen.

Mit Linksaußen Michael Raffl wird ein Österreicher auf Seiten der Flyers mit von der Partie sein und bei den Islanders stehen mit Schlussmann Thomas Greiss und Rechtsaußen Tom Kühnhackl zwei deutsche NHL-Cracks im Kader. Seine besondere Brisanz bezieht das Spiel jedoch nicht aus dem Nationen-Aufeinandertreffen, sondern daraus, dass die zwei Teams, bei dann noch acht ausstehenden Saisonspielen, auf jeden zu vergebenden Punkt angewiesen sind.

 

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Die Flyers rangieren außerhalb der Plätze, die zur Teilnahme an den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference berechtigen und die Islanders, die sich ziemlich sicher sein können, zum ersten Mal seit 2016 wieder in die Runde der Besten 16 einzuziehen, würden sich gerne als Tabellen-Erster der Metropolitan Division auf die Jagd nach dem Stanley Cup machen.

Sollte es ihnen gelingen zwei Zähler aus Philadelphia zu entführen, würden sie den Kontakt zu den erstplatzierten Washington Capitals nicht abreißen lassen.

Kühnhackl könnte den Islanders in den Playoffs gute und wertvolle Dienste leisten. Der 27-jährige Landshuter kam zwar während der laufenden regulären Saison nicht regelmäßig zu Einsätzen, dürfte aber mit seinem Erfahrungsschatz ein für die Islanders unverzichtbarer Faktor in der Postseason werden.

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In den vergangenen drei Jahren bestritt Kühnhackl 47 Playoff-Partien (3 Tore, 4 Assists) für die Pittsburgh Penguins und er gewann mit ihnen zweimal den Stanley Cup (2016 und 2017). Nur vier Spieler im Kader der Islanders können auf mehr Playoff-Praxis verweisen als der Landshuter: Center Valtteri Filppula (158 Spiele, SC Champion 2008 Detroit Red Wings), die Verteidiger Johnny Boychuk (97 Spiele, SC Champion 2011 Boston Bruins) und Nick Leddy (72 Spiele, SC Champion 2013 Chicago Blackhawks) sowie Linksaußen Andrew Ladd (64 Spiele) verfügen über ausreichend Erfahrung in KO-Spielen. Jeder von ihnen gewann auch schon einmal die begehrte Trophäe, doch nur Ladd - Stanley Cup Champion 2006 mit den Carolina Hurricanes und 2010 mit den Chicago Blackhawks - durfte sie wie Kühnhackl gleich zweimal in die Höhe stemmen.

Bevor es jedoch erneut so weit wäre, gilt es erst einmal sich eine gute Ausgangsposition für die Playoffs zu verschaffen und hierbei könnte sich ihr kommender Gastgeber als Stolperstein erweisen. In diesem Monat unterlagen die Islanders bereits zweimal den Flyers. Am 3. März verloren sie im heimischen Nassau Coliseum gegen Philadelphia mit 1:4, und am 9. März setzte es mit 2:5-Toren eine ebenso deutliche Schlappe.

Video: EGOTW: Greiss spricht über Islanders' Erfolg

Die Islanders möchten nun gerne Revanche für diese zwei Pleiten vor eigener Kulisse nehmen und Kühnhackl hätte sogar einen persönlichen Grund zur Widergutmachung. Bei der jüngsten Niederlage gegen Philadelphia stand er mit auf dem Eis als zwei Gegentreffer fielen, und er beendete die Partie mit einem +/-Wert von -2, was ihm in dieser Saison bei seinen 31 Auftritten nur einmal zuvor (6. Dezember @ PIT) missglückt war.

Die Flyers zählen zu den sieben offensivstärksten Teams in der Eastern Conference. In ihren neun Partien im März erzielten sie sechsmal mindestens drei Tore pro Spiel und dreimal fünf oder mehr Treffer. Mit Kapitän Claude Giroux haben sie einen Top-20-Scorer und mit Center Sean Couturier sowie mit Linksaußen James van Riemsdyk zwei Torjäger in ihren Reihen, die in der Lage sind, in jeder Saison die 30-Tore-Marke zu durchbrechen.

 

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Umso wichtiger ist es, dass die Islanders hinten kompakt stehen. Hierbei könnten ihnen die zwei Deutschen, ihrer Position im Team entsprechend, durchaus behilflich sein. Mit 168 Gegentoren verfügen die Islanders sowieso über die beste Abwehr der Liga.

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