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NHL Draft 2016: Besondere Momente in Buffalo

von Stefan Herget / NHL.com

Die Nummer 1 eines NHL Drafts ist immer etwas Besonderes. Doch neben Ruhm und Ehre in den Geschichtsbüchern der NHL verewigt worden zu sein, ohne ein einziges Spiel in der stärksten Liga absolviert zu haben, lastet ein enormer Erwartungsdruck auf dieser Position.

Nicht alle wurden dem in der Vergangenheit gerecht. Von Center Auston Matthews zum Beispiel wird ausgegangen, dass er einen großen Einfluss auf die weitere Entwicklung der Toronto Maple Leafs haben soll und diese kanadischen Traditionsmannschaft, die im nächsten Jahr 50 Jahre ohne Stanley Cup Gewinn sein würde, zu neuen Erfolgen führt.

Besondere Momente gab es auch außerhalb der von den vielen Blitzlichtern erhellten Augenblicke, die insbesondere bei der Vergabe der vorderen Plätze in der ersten Runde zu verzeichnen waren. Es sind die kleinen Geschichten am Rande und Spieler gerade aus den späteren Runden, die sich manchmal über ihre Auswahl mehr freuen, als diejenigen, die es bereits selbstsicher erwartet hatten.

Dazu zählten sicher der Deutsche Manuel Wiederer, der sich jetzt anschicken wird, in die Fußstapfen seiner ebenfalls aus Niederbayern stammenden NHL-Spieler Tobias Rieder von den Arizona Coyotes und Stanley Cup Gewinner Tom Kuhnhackl von den Pittsburgh Penguins zu treten. Dass es für den aus Degendorf stammenden Center nicht leicht werden wird sich bei den San Jose Sharks, die ihn in der fünften Runde an 150. Stelle auswählten, durchzusetzen, dürfte klar sein. Ein Anfang ist jedoch gemacht.

Weniger leicht wird es der Schweizer Damien Riat, von den Washington Capitals in der vierten Runde an 117. Stelle genommen, in der US-amerikanischen Hauptstadt auch nicht haben. Der Kader ist qualitativ hochwertig besetzt und zahlreiche Talente stehen bereits Schlange. Der aus Genf kommende Linksaußen Riat gilt jedoch als ausgesprochen durchsetzungsfähig und zeigte entsprechenden Mut, als er bereits mit 15 Jahren für seine Ausbildung die Schweiz gen Kanada mit wenigen Englischkenntnissen verließ. Diese Eigenschaft wird er in Zukunft gut brauchen können.

Der zweite Schweizer Calvin Thurkauf landete in der siebten Runde an 185. Stelle mit den Columbus Blue Jackets bei einer milde gesagt, weniger starken Mannschaft. Trotzdem ist der Weg in einen NHL Kader generell kein Spaziergang und erst recht nicht für einen Draft der siebten Runde. Doch immerhin besser als überhaupt nicht zum Zuge gekommen zu sein.

Wie jedes Jahr gab es wieder eine größere Anzahl von ausgewählten Spielern, die in einem engeren Verwandtschaftsverhältnis zu Spielern, ehemaligen Spielern und Trainern aus der NHL stehen. 24 sind es in diesem Jahr 2016. Wir benennen ein paar davon, die wichtigsten, exemplarisch.

Die Ottawa Senators wählten an 42. Stelle Jonathan Dahlen aus. Sein Vater Ulf Dahlen wurde 1985 von den New York Rangers an siebter Stelle gedraftet und sammelte in 906 Spielen mit den Rangers, Minnesota North Stars/Dallas Stars, San Jose,

Chicago Blackhawks und Washington 655 Punkte.

An 74. Stelle ging Hudson Elynuik an die Carolina Hurricanes. Sein Vater Pat Elynuik war 1986 der achte Draft von den Winnipeg Jets und spielte in 506 NHL Spielen mit den Jets,

Capitals, Tampa Bay Lightning und Senators.

Casey Fitzgerald wurde an Nummer 86 von den Buffalo Sabres gezogen. Sein Vater Tom Fitzgerald ging 1986 als 17. an die New York Islanders und spielte 1.097 NHL Spiele bei den Islanders, Florida Panthers, Colorado Avalanche, Nashville Predators, Chicago,

Toronto und Boston Bruins.

Washington sicherte sich die Dienste von Garrett Pilon an 87. Stelle. Sein Vater Rich Pilon wurde 1986 als Nummer 143 von den Islanders gezogen und absolvierte 631 NHL Spiele bei den Islanders, Rangers und St. Louis Blues.

George McPhee spielte 115 Mal in der NHL mit den Rangers und New Jersey Devils, wurde aber eher durch seine Aufgabe als General Manager der Capitals von 1997 bis 2014 bekannt und ist heute als Berater für die Islanders tätig. Die Edmonton Oilers wählten seinen Sohn Graham McPhee an Position 149.

Ein besonderes Verwandtschaftsverhältnis hat auch Travis Barron (Nr. 191, Colorado) vorzuweisen. Sein Onkel Andrew Cassels wurde 1987 an Nummer 17 von den Montreal Canadiens gedraftet und kam auf 1.015 NHL Spiele mit den Canadiens, Hartford Whalers, Calgary Flames, Vancouver Canucks, Columbus und Washington.

Cliff Ronning ist vielen älteren NHL Fans ebenfalls noch ein Begriff. 1984 von den St. Louis Blues an 134. Stelle gedraftet, verbuchte er 869 Punkte in 1.137 NHL Spielen mit den Blues, Vancouver Canucks, Phoenix Coyotes, Nashville, Los Angeles Kings, Minnesota Wild und Islanders. Sein Sohn Ty Ronning ging nun an 201. Stelle an die Rangers.

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