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NHL diskutiert täglich über das Coronavirus-Protokoll

Laut Commissioner Gary Bettman liegt das Hauptaugenmerk auf der Sicherheit und dem Wohlbefinden von jedermann

von Nicholas J. Cotsonika @cotsonika / NHL.com Kolumnist

Am Ende geht es nicht ums Geschäft und nicht ums Spiel. Es geht um die Gesundheit.

Die NHL hat die Saison zu einer Zeit unterbrochen, in der Experten empfohlen haben, alle sozialen Kontakte zu minimieren, um die Coronavirus-Pandemie zu verlangsamen. Und die Liga wird mit dieser Situation weiter verantwortungsvoll umgehen.

NHL-Commissioner Gary Bettman sagte am Freitag, dass bislang weder ein Spieler noch ein Angestellter positiv auf das Virus getestet worden sei, so zumindest sein Kenntnisstand.

"Egal, wie die Sache letztlich ausgeht, sie wird den Geschäftsbereich grundlegend negativ beeinflussen", sagte Commissioner Bettman. "Aber das ist absolut zweitrangig hinsichtlich unseres obersten Zieles, das da lautet, die richtigen Entscheidungen für jedermanns Sicherheit und Wohlergehen zu treffen."

Die gesamte Lage ist ungewiss. Es gibt viele Fragen und wenig Antworten, vor allem, wie lange die Pause dauern könnte und wie sich das alles auf die Stanley Cup Playoffs und den NHL Salary Cap auswirken könnte.

"Vielleicht haben wir die Möglichkeit, die Saison und die Playoffs auf angemessene Weise zu Ende zu spielen. Aber zu diesem Zeitpunkt sollten wir uns mit Voraussagen zu bestimmten Optionen zurückhalten, zumal wir überhaupt noch nicht wissen, wie diese aussehen könnten", sagte Bettman.

Commissioner Bettman hat eine Taskforce an seiner Seite, die sich in der Regel zweimal am Tag trifft, um über alle denkbaren Angelegenheiten zu diskutieren, mit denen man konfrontiert sein könnte.

Die NHL ist in ständigem Austausch mit allen Beteiligten. Dazu gehören zuvorderst die Teams und NHL-Spielervereinigung. Commissioner Bettman sagte, dass er und der Executive Direktor der NHLPA, Don Fehr, regelmäßig miteinander sprechen. "Er ist der Letzte, dem ich gute Nacht sage und der Erste, dem ich einen guten Morgen wünsche."

Commissioner Bettman lehnte es ab, eine Mindestdauer für die Pause anzugeben oder eine Deadline für den etwaigen Abbruch der Saison festzulegen. Die NHL will bei allen weiteren Überlegungen dazu die Anordnungen der offiziellen Regierungsstellen berücksichtigen.

"Wir werden keine unabhängige Entscheidung treffen", sagte er. "Wir sind auf andere angewiesen, die uns sagen, wann es sicher ist zu spielen. Man kann zwar eifrig spekulieren, aber mit Gewissheit kann es niemand vorhersagen."

Die NHL wird verschiedene Szenarien durchspielen, um ihre Optionen festzulegen. Dabei handelt es sich um einen fortlaufenden Prozess.

"Wir sehen uns jede Alternative an", sagte Commissioner Bettman. "Dabei nehmen wir selbstverständlich den Kalender in den Blick und prüfen, was unserer Ansicht nach durchführbar ist und was nicht. Natürlich ist es absehbar, dass wir zeitlich über den Punkt hinauskommen werden, an dem alles bereits beendet sein sollte. Wie weit wir die Saison strecken können, müssen wir sehen. Wir reden aber nicht nur über den zeitlichen Faktor, sondern auch über Spielalternativen, die in das Zeitfenster hineinpassen, das uns letztlich zur Verfügung steht. Das alles ist eine Art Puzzle, bei dem das Problem besteht, dass man noch nicht alle Teile kennt. Wie gesagt: Wir spielen alle denkbaren Modelle durch und passen sie jeden Tag an die sich verändernden Gegebenheiten an."

Commissioner Bettman teilte mit, dass die NHL die Teams gebeten hat, ihre Leute die nächsten Tage zu Hause unter Quarantäne zu stellen. Die Liga arbeitet mit medizinischem Fachpersonal zusammen, um zu entscheiden, wie lange diese Maßnahme dauern soll. "Wenn wir wissen, ob jemand positiv getestet worden ist oder nicht, werden wir sehen, wie wir mit unseren Aktivitäten weitermachen", sagte er.

Schließlich wird die Liga über die NHL Awards reden müssen, die am 17. Juni in Las Vegas verliehen werden sollen. Gleiches gilt für den NHL Draft am 26. und 27. Juni in Montreal sowie die am 1. Juli beginnende Free Agency. Darüber hinaus gibt es finanzielle Angelegenheiten zwischen Spielern und Eignern zu klären.

Ein weiteres Thema ist jetzt schon die kommende Saison. Die Taskforce debattierte am Freitag darüber, wie es den Kalender der neuen Spielzeit beeinflussen würde, wenn die laufende Saison sehr spät zu Ende geht. Dadurch könnte der Beginn der Hauptrunde 2020/21 nach hinten verschoben werden. Eine Verkürzung ist nicht angedacht.

"Sofern die Pandemie nicht weitergeht, was Gott verhüten möge, stelle ich mir eine normale Saison 2020/21 vor", sagte Commissioner Bettman. "Ich sehe keinen Grund, bis auf den genannten Vorbehalt, warum dies anders sein sollte."

Commissioner Bettman äußerte sich optimistisch, dass sich die Welt schnell von der Pandemie erholt und das Leben abseits des Sports normal weitergeht. Die NHL wird bereit sein, wenn dieser Zeitpunkt gekommen ist.

"Ich weiß es zu schätzen, dass ihr mehr endgültige Antworten haben wollt", sagte er "Aber es ist, wie ich es bereits gesagt habe: Wenn ich mich mit meinem Team bespreche, haben wir es mit einer sich rasch verändernden Sachlage mit vielen Unbekannten zu tun. Wir müssen daher sicherstellen, dass wir die gesamten Auswirkungen verstehen und mit gesundem Menschenverstand die richtigen Dinge tun."
 

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