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Rangers müssen sich in der Offensive steigern

New York im Vorwärtsgang zu langsam und im Powerplay zu harmlos

von Christian Rupp @IamCR1 / NHL.com/de Freier Autor

Die New York Rangers haben am Samstagmittag (Ortszeit) nicht nur ihr Auftaktspiel gegen die Carolina Hurricanes mit 2:3 verloren, sondern mit Jesper Fast auch einen wichtigen Stürmer. Der Ausfall des Flügelspielers wog schwer, kostete wohl ein frühes Gegentor und lässt die Offensive und das Powerplay als größte Baustelle zurück.

Zwei Statistiken stechen gleich beim ersten Blick auf die Zahlen von Spiel 1 heraus: 26:37 Torschüsse und kein einziges Powerplay-Tor bei sieben Versuchen (0/7). Oder anders gesagt: New York bekam seine Offensive nicht zum Laufen und blieb auch im Powerplay zu harmlos. Ein abgefälschter Schuss von Mika Zibanejad (35.) sowie ein wuchtiger Schlagschuss von Marc Staal in Unterzahl (59.) blieben die einzigen beiden Erfolgserlebnisse in dieser Partie.

Quinn: "Wir waren zu langsam"

"In den ersten 30 Minuten waren wir zu langsam", analysierte Rangers-Coach Davin Quinn hinterher. "Sie haben das Spiel und das Tempo bestimmt. Wir haben zu lange gebraucht, um darauf zu reagieren. Mit fortschreitender Spieldauer kamen wir dann besser rein. Wir müssen aber öfter in die Gefahrenbereiche vorstoßen." Den Coach konnte auch die hohe Anzahl an Checks (40:28 Hits) nicht trösten: "Hart spielen heißt nicht nur, den Gegner laufen zu lassen oder ihn zu checken. Es heißt, zum Tor zu ziehen, den Spielern unter die Haut zu gehen. Wir haben heute gekämpft, aber es war nicht genug."

Angesichts von insgesamt 42 Strafminuten (21:21) war die Partie in gewisser Weise auch ein wenig zerfahren. "Im Fünf-gegen-Fünf war es sehr ausgeglichen, aber die Special Teams haben eine entscheidende Rolle gespielt", sagte New Yorks Torwart Henrik Lundqvist, der auch andere Faktoren für die Anlaufschwierigkeiten ausgemacht hatte: "Wir haben lange nicht gespielt. Da draußen war auch kein Publikum, das uns hätte unterstützen können."

Video: Spiel 1 Zusammenfassung: Hurricanes 3, Rangers 2

Schwaches Powerplay

Der Tempo-Unterschied war sogar beim Überzahlspiel nicht zu übersehen. "Wir waren zu langsam", wiederholte Quinn. "Wir hätten auch besser Pässe spielen und ein Spieler hier oder dahin laufen müssen. Aber wir waren einfach zu langsam. Ihr Penalty Killing ist aggressiv, das wissen wir. Aber heute waren wir nicht bereit, um Schritt zu halten. Unser Powerplay muss schneller werden."

Auch Stürmer Mika Zibanejad haderte mit dem Auftritt in Überzahl: "Sie haben uns alles abverlangt. Wir haben es nicht aufs Eis bekommen. Wir hatten ein paar Chancen, die okay waren, aber wir haben es nicht geschafft, unser Powerplay zu etablieren und Momentum daraus zu schöpfen. Wir müssen uns Videos anschauen und das analysieren."

Fast verletzt sich in der 1. Minute

Ein weiterer Grund für die fehlende Produktivität dürfte auch die frühe Verletzung von Jesper Fast gespielt haben, der nach einem harten Hit von Ex-Mitspieler Brady Skjei in die Kabine musste und nicht wieder zurückkehrte (1.).

"Im ersten oder zweiten Wechsel der Partie verlieren wir einen unserer besten Spieler. Das war auch der Grund, warum wir ein Gegentor bekommen haben", so Quinn, der damit auf das 0:1 nach 61 Sekunden anspielte, als Carolinas Jaccob Slavin am zweiten Pfosten freistehend einschießen konnte. "Sie machen das Tor, weil er nicht da war. Slavin schleicht sich von hinten an und da wäre normalerweise 'Quickie' gewesen. Er war aber mental nicht in der Verfassung, da zu sein, weil er verletzt ist. Es ist nicht nur, dass wir einen unserer besten Spieler verlieren, sondern auch noch ein Gegentor kassieren. Das hatte auch emotionale Auswirkungen auf die Mannschaft."

Und logischerweise insbesondere auf die Offensive: Mit Fast fiel der Zweitreihen-Rechtsaußen aus. Diese Lücke schloss im weiteren Verlauf Kaapo Kakko. Kakkos Stelle in der dritten Reihe übernahm Brett Howden. "Sie haben es gut gemacht. Auch (Julien) Gauthier hat mir heute gut gefallen. Die Jungs könnten jetzt mehr Eiszeit bekommen. Wir brauchen jeden", stellte Quinn klar.

Video: NYR@CAR, Sp1: Slavins klasse Schuss zum Ersten

Shesterkin fällt aus - Lundqvist springt ein

Doch damit nicht genug der Nackenschläge: Mit Igor Shesterkin meldete sich am Abend vor dem Spiel auch noch der eigentliche Starter ab. "Er wurde als 'unfit to play' bezeichnet, also sind wir nicht sicher, ob er in Spiel 2 spielen kann", sagte Quinn, der Lundqvist (34 Saves, 91,9 Prozent Fangquote) eine gute Leistung attestierte: "Hank hatte einen guten Abend."

King Henrik gab den Rangers Ruhe und Sicherheit. Auf den 38-jährigen Routinier war voll Verlass. "Ich habe gestern Abend erfahren, dass ich spielen würde. Das tut mir für Igor leid. Wir werden sehen, was in den nächsten Tagen passiert und bin froh, dass ich die Chance bekommen habe, zu spielen und da draußen kämpfen zu dürfen. Was auch immer von mir verlangt wird, ich werde bereit sein", so Lundvist. "Ich habe mich gut gefühlt. Ich genieße den Moment. Ich nehme jeden Start als Chance, das Spiel zu genießen und dem Team zu helfen. Es hat sich gut angefühlt, aber es gibt noch ein paar Dinge, die ich für das nächste Spiel anpassen muss."

 

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Spiel 2 am Montag

Das nächste Spiel ist am Montag um 18 Uhr (MESZ, live bei DAZN, Sport1 und NHL.TV) erneut in der Scotiabank Arena in Toronto. Bis dahin muss New York vor allem an der Offensive und am Powerplay arbeiten.

"Wir müssen uns ein paar Dinge in der Video-Analyse anschauen und daraus lernen", blickte Lundqvist voraus. "Wir müssen uns Videos anschauen und das analysieren", pflichtete Zibanejad bei. "Wir müssen unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen und es besser machen", stimmte auch Quinn mit ein. "Wir müssen uns steigern!"

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