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Islanders mit Abschlussproblemen gegen Hurricanes

New York muss sich nach zwei Niederlagen gegen Carolina fragen, wo die Leistungen der ersten Runde bleiben

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die New York Islanders verloren gegen die Carolina Hurricanes auch Spiel 2 der Zweitrundenserie in den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference und liegen damit in der Serie mit 0:2 im Rückstand. Die Islanders zogen, nach der 0:1-Overtime Niederlage in Spiel 1, im zweiten Heimmatch mit 1:2 den Kürzeren und konnten trotz optischer Überlegenheit den Serienausgleich nicht realisieren.

New York dominierte in der Erstrundenserie die favorisierten Pittsburgh Penguins fast nach Belieben und zog ohne Niederlage in die zweite Runde ein. Durch herausragendes Defensivspiel und sehr strukturierte Auftritte rupften die Isles den Penguins die Federn und trieben Pittsburgh in unerwartete Fehler. Besonders das Forechecking der Islanders bereitete den Pens Probleme und sorgte für viele Fehlpässe, die New Yorks Angreifer eiskalt ausnutzten.

In den beiden absolvierten Zweitrunden-Partien gegen Carolina, konnten sich die Islanders zwar Chancen herausspielen, doch fehlte ihnen die Kaltschnäuzigkeit und das Scheibenglück diese zu verwandeln. Gegen Pittsburgh waren die Islanders mit harter Arbeit Schmied ihres eigenen Glücks, doch gegen die Hurricanes scheinen sie nicht auf dem Level zu sein, ihre Chancen eiskalt auszunutzen.

Video: CAR@NYI, Sp2: McElhinney mit Saves in Folge

Besonders deutlich wird New Yorks Problem bei einem Blick auf die Schussstatistik. 27-Islanders Schüssen stehen nur 18-Hurricanes-Abschlüsse gegenüber. Dennoch gelang es New York nicht öfters als einmal Carolinas Netz zappeln zu lassen. Auch nach der Verletzung von Petr Mrazek konnten die Isles-Angreifer nicht treffen. Curtis McElhinney ersetzte den Stammgoalie der Hurricanes und parierte alle 17 auf ihn abgegebenen Schüsse. Auf der anderen Seite zeigten sich McEhlinneys Vorderleute treffsicher. Aus den insgesamt 18 Abschlüssen landeten jene von Warren Foegele und Nino Niederreiter binnen 48 Sekunden zu Beginn des dritten Abschnitts im Kasten der Hausherren.

Isles-Coach Barry Trotz trauerte den verpassten Gelegenheiten nach: "Wir hatten viele Chancen, um in diesem Spiel davonzuziehen, aber sie sind drangeblieben." Dennoch war er an sich mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Abgesehen von den zwei Wechseln zu Beginn des dritten Drittels hatten sie nicht viel zu bieten. Ich glaube wir haben ein ziemlich gutes Spiel abgeliefert."

 

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"Die grausame Wahrheit ist, dass du manchmal sehr gut spielst," resümierte Trotz, "aber nicht das gewünschte Resultat bekommst. Wir müssen dranbleiben, das tun, was wir das ganze Jahr getan haben und unser Spiel durchziehen." Beim Trainier schwingt auch die Erkenntnis mit, dass Kleinigkeiten den Unterschied ausmachen können. Die mangelhafte Chancenverwertung und der möglicherweise fehlende letzte Quäntchen Wille, das Scheibenglück zu erzwingen, können entscheidende Faktoren sein.

Die gute Leistung und das unerfreuliche Ergebnis könnten das Selbstvertrauen der Islanders schwächen und deren Frustrationslevel erhöhen.

Matt Martin lässt sich jedoch nicht demotivieren: "Wir müssen weiterkämpfen und dürfen nicht frustriert werden oder unsere Spielweise ändern. Wir müssen einfach treffen und dann ist alles gut." Auch Trotz geht davon aus, dass die Mannschaft die richtigen Lehren aus der Niederlage ziehen wird: "Deine erste Emotion nach einem Spiel, indem du eigentlich gut gespielt hast und verlierst, ist für einige Minuten Enttäuschung und dann übernimmt das Selbstvertrauen."

Video: CAR@NYI, Sp2: Barzals Pass im Powerplay geht rein

Die Zielstellung für New York in Spiel 3 ist klar. Nur ein Sieg hilft den Islanders auf dem Weg zurück in die Serie. Mit einer weiteren Niederlage wäre ihre Situation nahezu aussichtslos. Nun heißt es die letzten Kräfte mobilisieren und damit das verlorene Scheibenglück möglicherweise zurückzubringen. Notwendig wäre es, trafen die Islanders doch in Spiel 2 mehrfach das Torgestänge.

 

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Josh Bailey erinnerte nach der Partie daran, dass mit etwas Fortune das Match auch anders hätte enden können: "Wir hatten einige Chancen und Pfostentreffer im dritten Drittel. Es hätte ein anders Spiel sein können, aber so ist Eishockey manchmal. Wir müssen einen Weg finden, um für Spiel 3 bereit zu sein und das wird uns gelingen." Trotz war mit der Reaktion seiner Mannschaft auf den unglücklichen Rückstand zufrieden: "Wir wissen, dass solche Dinge passieren können und wir darauf antworten müssen. Ich denke, dass wir das getan haben. Wir hatten einige Chancen. Wir haben ein paar Mal den Pfosten getroffen."

Für Spiel 3 in der PNC Arena von Raleigh (7 p.m. ET; NBCSN, CBC, SN, TVAS) gibt Isles-Stürmer Martin die Marschrichtung vor: "Wir hatten die Gelegenheiten, eine entscheidende Führung zu bekommen, waren aber nicht in der Lage diese Chancen zu nutzen. Wir müssen das in Carolina ändern."

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