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Islanders gegen Hurricanes in der Torflaute

New York konnte in Spiel 1 gegen Carolina nicht treffen und verliert mit nur einem Gegentor, das muss sich ändern

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die New York Islanders unterlagen den Carolina Hurricanes in Spiel 1 der zweiten Runde in den Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference mit 0:1 nach Verlängerung. Den Stürmern der Islanders gelang es nicht, an die guten Leistungen der ersten Runde anzuknüpfen und so verbuchte Carolina-Goalie Petr Mrazek den entscheidenden Shutout in der ersten Partie der beiden Kontrahenten.

Beide Teams fokussierten sich in der ersten Partie auf die Defensive und versuchten den Gegner am Tore schießen zu hindern. Die Islanders waren bereits in der regulären Saison für ihre herausragende Arbeit im eigenen Drittel bekannt. Auch in der ersten Runden gegen die Pittsburgh Penguins kassierten Goalie Robin Lehner und seine Verteidiger nur sechs Gegentreffer in vier Partien. Der Unterschied zum Match am Freitag wird auf der anderen Seite des Eises deutlich. Gegen die Penguins konnte New York im Schnitt 3,5 Tore erzielen und so alle vier Begegnungen gewinnen. Gegen die Hurricanes gelang im ersten Match kein eigener Treffer.

Die Leistung von Mrazek war sehr stark. Der Goalie der Hurricanes parierte 31 Schüsse, darunter Top-Chancen, die sich die Islanders erspielten. Barry Trotz sah während der Partie "einige Dinge, die wir verbessern können und unserem Spiel hinzufügen können" und meinte damit sicher auch die Chancenverwertung. Der Coach der Islanders hatte mit seinem Trainerteam ausreichend Zeit, sich auf den Gegner vorzubereiten, eine gewisse Unsicherheit bleibt dennoch immer: "Du weißt in einer Serie nie, was du im ersten Drittel erwarten kannst. Ich glaube unser erster Abschnitt war gut." Besonders in den ersten 20 Minuten erspielte sich New York Chancen, die das Spiel in eine andere Richtung hätten lenken können. Die sehr ähnliche Spielweise beider Teams macht es aber für Stürmer wie Jordan Eberle schwer:

Video: CAR@NYI, Sp1: Mrazek fängt Baileys Schuss weg

"Sie stehen eng, genau wie wir. Es gibt da draußen nicht viel Platz. Wir hatten unsere Chancen. Ihr Torhüter hat gut gespielt."

Eberle steuerte gegen die Penguins noch sechs Punkte bei, blieb gegen die Hurricanes am Freitag jedoch blass. Mit 19:40 Minuten war Eberle der Stürmer mit der meisten Eiszeit beider Mannschaften. Seine Ausbeute war lediglich ein Schuss. Noch schwächer war Brock Nelsons Vorstellung, der keinen Abschluss auf Mrazek verbuchen konnte. Josh Bailey war immerhin der aktivste Schütze New Yorks und prüfte Mrazek fünf Mal. Trotz der durchwachsenen Leistung der Top-Spieler sieht Trotz noch keinen akuten Handlungsbedarf: "Ich denke nicht, dass wir viel ändern müssen. Wir werden es uns anschauen, ob wir kleine Anpassungen in den Reihen machen. Wenn wir unsere Chancen verwandelt hätten, wäre es vielleicht anders ausgegangen."

Die Islanders wirkten in der Anfangsphase, trotzt der langen Pause, nicht hüftsteif. Das bestätigte auch Stürmer Matt Martin nach der Partie: "Alles in allem habe ich mich nicht eingerostet gefühlt. Eigentlich war es sogar besser als erwartet." Eberle war auch klar, dass "es härter wird, je weiter du kommst." Besonders in engen und harten Serien, wie es die zwischen New York und Carolina zu werden verspricht, können die Special Teams den Unterschied ausmachen. 

 

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Die Islanders profitierten gegen Pittsburgh noch von, gerade zuhause, starken Überzahlspiel. 28,5% der Heim-Powerplays konnte New York in der ersten Runde nutzen. Gegen die Hurricanes blieben sie in fünf Situationen ohne Treffer. Die Unterzahlformationen beider Teams glänzten am Freitag, doch Trotz war mit seinen Powerplay-Spezialisten nicht unzufrieden: "Ich bin der Meinung, dass unser Powerplay den Puck, die meiste Zeit, sehr gut bewegt hat. Beide Unterzahlformationen hatten einige gute Blocks. Das Spiel wurde nicht in den Special Teams gewonnen oder verloren, sondern durch eine Chance, die genutzt wurde."

Die Stürmer der Islanders werden Albträume von Mrazeks Paraden haben. Auch sein Gegenüber, Robin Lehner, der selbst eine gute Partie zeigte, lobte den Hurricanes-Schlussmann: "Mrazek hat gut gespielt. Er hat einige großartige Saves zu Beginn der Partie gezeigt. Es war ein gutes, defensives Spiel beider Teams und hätte in beide Richtungen gehen können." Lehner hielt seinen Kasten bis auf den entscheidenden Overtime-Treffer durch Jordan Staal sauber. Islanders-Stürmer Martin hätte den eigenen Goalie gerne durch Offensive entlastet: "Robin (Lehner) ist das Rückgrat unseres Teams. Wir hätten ihn gerne mit Toren unterstützt." Den Weg, wie Mrazek zu überwinden ist, kennt Martin: "Wir müssen mehr vor ihn kommen und ihm die Sicht nehmen. Er ein sehr athletischer Torwart, er ist sehr schnell. Wir brauchen mehr Verkehr vor dem Tor und besonders in späten Phasen des Spiels müssen wir so viele Pucks wie möglich auch das Tor bringen. Dann können wir Rebounds oder so generieren. Wir sind nur in Probleme gekommen, wenn wir versucht haben schön zu spielen."

Mrazek kommt mit großem Selbstbewusstsein aus der ersten Playoffrunde gegen die Washington Capitals. Ein Shutout in Spiel drei und weitere starke Leistungen beflügeln den tschechischen Schlussmann. Die Islanders müssen in den Kopf des Goalies kommen, das weiß auch Martin: "Wir müssen vor ihn kommen und ihm so das Selbstvertrauen nehmen, sonst ist er nicht leicht zu schlagen." Für Mrazek selbst hatte die Partie auf Messers Schneide gestanden: "Das sind die Begegnungen, bei der ein unglücklich springender Puck alles verändern kann, so ein Match war das heute Nacht. Wir sind glücklich, dass wir Spiel 1 mitnehmen konnten, aber jetzt bereiten wir uns auf Spiel 2 vor." Auch auf der anderen Seite richtet sich der Blick nach vorne. Trotz analysierte, dass es "Spiel eins der Serie war und jetzt eine direkte Antwort folgen muss." Für Eberle ist klar: "Wir sind ein gutes Team und werden zurückkommen." Die Serie verspricht spannende Begegnungen, mit zwei herausragenden Defensivreihen.

Video: CAR@NYI, Sp1: Lehner schließt die Tür gegen McKegg

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