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Islanders helfen gegen Hurricanes nur Siege

New York liegt nach drei Partien mit 0:3 gegen Carolina zurück und muss auf ein Wunder hoffen

von Christian Göbel @DocGoebel / NHL.com/de Autor

Die New York Islanders stehen nach der dritten Niederlage in der Serie gegen die Carolina Hurricanes mit dem Rücken zur Wand. Die Islanders unterlagen in Spiel 3 der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference den Hurricanes mit 5:2. New York konnte nach zweimaligem Rückstand wieder zurückkommen, doch gab die Gelegenheit zum Sieg im dritten Drittel aus den Händen. Die Islanders konnten den 2:2-Zwischenstand nach 40 Minuten nicht in den ersten Erfolg der Serie ummünzen.

Nach einem Sweep in der ersten Runde gegen die Pittsburgh Penguins stehen die Islanders nun auf der anderen Seite. Carolina führt in der Serie mit 3:0-Partien und kann New York im nächsten Match in die Sommerpause verabschieden. Ein Szenario, dass sich bei den Isles keiner nach der dominanten ersten Runde ausmalen konnte. Die Chancen auf einen Seriensieg sind nun gering und der Fokus kann sich getrost auf das nächste Match richten. 

Für Carolina gilt es den letzten Sieg der Serie schnell einzufahren, um die Islanders nicht erneut ins Spiel zu bringen. Doch gerade der finale Erfolg wird häufig als der am schwersten einzufahrende beschrieben. Die Hurricanes haben vier Chancen, das Kunststück zu vollbringen.

 

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Der Turnaround von einem 0:3-Rückstand in einer Serie zum Weiterkommen gelang in der NHL-Geschichte bisher, in 190 Versuchen, nur vier Mannschaften. 1942 siegten die Toronto Maple Leafs gegen die Detroit Red Wings im Finale der Stanley Cup Playoffs. Die Philadelphia Flyers drehten 2010 eine Serie gegen die Boston Bruins und die Los Angeles Kings konnten gegen die San Jose Sharks 2014, nach drei Niederlagen, viermal auftrumpfen. 

Die vierte Franchise mit einem solchen Erfolg in den Geschichtsbüchern sind die Islanders selbst. 1975 drehte New York eine Serie gegen die Pittsburgh Penguins von 0:3 auf einen 4:3-Erfolg und sicherten sich so einen historischen Platz in den Analen der NHL. Die 2019er Generation der Islanders wird alles daran setzten, sich auf eine Stufe mit der Mannschaft von 1975 zu stellen und das Wunder des Weiterkommens zu vollbringen. Wie das gelingen kann fasste Kapitän Anders Lee zusammen: "Es gibt nur einen Weg wie wir das erleben können. Wir müssen uns das Recht verdienen weiterzuspielen. Spiel 4 ist in ein paar Tagen und das musst du gewinnen, so einfach ist das. Wir wollen uns am Leben halten."

Frustrierend für die Islanders ist, dass sie in einer engen Serie durchaus auch das ein oder andere Match hätten für sich entscheiden können. Kleinigkeiten entschieden die bisherigen Partien und in Spiel 3 wurde ein leichter Patzer des sonst so starken Goalies Robin Lehner den Islanders zum Verhängnis. "Der eine geht auf mich," analysierte Lehner nach der Partie. Gemeint war der Siegtreffer der Hurricanes zum 2:3-Zwischenstand. Sein Trainer Barry Trotz wollte die Verantwortung für die Niederlage jedoch nicht bei seinem Schlussmann sehen: "Ich finde es gut, dass er Verantwortung übernimmt, aber wir gewinnen und verlieren als Team. Es gibt viele andere Situationen, in denen er uns gerettet hat."

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"In der Serie könnte es genauso gut andersherum stehen." Josh Bailey sieht beide Teams nahezu auf Augenhöhe und ist nach drei ausgeglichenen Begegnungen frustriert über die Ergebnisse: "Daran zu denken tut weh. Am Ende müssen wir eins gewinnen, ich weiß es ist ein Klischee, aber das gibt uns eine weitere Chance daheim. Wir versuchen das Nächste zu gewinnen und schauen, was passiert."

Der Blick zurück verbietet sich für Trotz, denn "wir können nichts verändern, was nicht so gelaufen ist, wie wir es uns vorgestellt haben, was wir schlecht oder gut gemacht haben. Das ist vorbei. Alles was wir tun können ist, auf das nächste Match zu schauen und von da vorwärts zu gehen", fokussiert der Trainer Spiel 4.

Der Weg zurück wird sicher kein leichter und auch mit einem Sieg sind die Islanders nicht direkt wieder im Geschäft. Viel mehr gilt es den großen Berg langsam und Schritt für Schritt, Wechsel für Wechsel zu erklimmen. Die Islanders haben, das weiß auch Trotz, "in dieser Saison immer reingehauen, wenn die Leute gezweifelt haben und werden das auch jetzt wieder tun."

Entscheidend für die Sensation ist der Glaube in der Mannschaft. Sobald Zweifel am möglichen Erfolg aufkommen, schwinden die Aussichten rapide. Lehner ist jedoch von seinen Mitspielern, trotz der fast aussichtslosen Lage, überzeugt: "Wir liegen 3:0 hinten, aber wir haben viel Charakter in der Kabine. Wir fokussieren uns auf das nächste Match und versuchen das zu gewinnen." Die Marschroute ist klar, "wir müssen unser Bestes geben und wenn wir das nicht machen, dann verdienen wir es nicht weiter zu spielen," stellt Trotz eindeutig klar.

Ob es sich die Islanders verdienen ein weiteres Heimspiel zu haben, dass zeigt sich am Freitag um 7:30 p.m. ET (Samstag, 01:30 Uhr MESZ) in der PNC Arena bei Spiel 4 gegen die Hurricanes. 

 

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